Die Liniengeometrie in ihrer Anwendung auf die Flächen zweiten Grades. (Q1556597)

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scientific article; zbMATH DE number 2714531
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    Die Liniengeometrie in ihrer Anwendung auf die Flächen zweiten Grades.
    scientific article; zbMATH DE number 2714531

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      Die Liniengeometrie in ihrer Anwendung auf die Flächen zweiten Grades. (English)
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      1876
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      Eine consequente Ausbildung der Liniengeometrie im Sinne von Plücker verlangt, alle räumlichen Gebilde aufzufassen, insofern sie durch gerade Linien bestimmt werden, also z. B. eine Fläche als die Gesammtheit ihrer geradlinigen Tangenten. Es entsteht somit die Gesammtheit ihrer geradliniegen Tangenten. Es entsteht somit die Aufgabe, auch die bereits ausgebildeten Theile der Raumgeometrie von diesem Gesichtspunkte aus einer neuen Bearbeitung zu unterziehen. Eine Andeutung über solche Untersuchungen gab der Verfasser bereits in den Göttinger Nachrichten vom Februar 1875; in dem vorliegenden Aufsatze giebt er ausführlicheren Bericht über dieselben, aber nur erst über den Theil, der sich auf Flächen \(2^{\text{ten}}\) Grades bezieht. Die Tangenten einer Fläche bilden einen Complex, den man als speciellen Liniencomplex zu bezeichnen pflegt, und der dadurch ausgezeichnet ist, dass er einer gewissen partiellen Differentialgleichung genügt, der der Verfasser die folgende Form gegeben hat: \[ \sum \left( \frac{d\varphi}{dx_i} \right)^{2} = \varDelta - \sum x_{i}^{2}, \] wo \(x_1 \ldots x_6\) Liniencoordinaten sind, die der Identität genügen \[ \sum x_{i}^{2} = 0. \] Der Verfasser beginnt nun damit, überhaupt quadratische Formen von beliebig vielen Veränderlichen zu untersuchen, die einer solchen Differentialgleichung genügen, wobei es sich hauptsächlich um Feststellung der Elementartheiler der Determinante von \(\varphi - \lambda \varSigma x^2\) handelt. Die Anwendung der erhaltenen Formeln auf Liniengeometrie giebt zunächst den Begriff von {\textit{Polarsextuplen}} einer Fläche \(2^{\text{ten}}\) Grades: Aggregate von sechs linearen Complexen, die in ähnlicher Weise gruppirt sind, wie die sechs Kanten eines Polartetraeders. Sind zwei Flächen \(2^{\text{ten}}\) Grades gegeben, so haben sie im Allgemeinen nur ein Polarsextupel gemein, welches kein anderes ist als das gemeinsame Polartetraeder; aber die besonderen Fälle, die hier eintreten können, sind sehr zahlreich und viel mannigfaltiger, als die Unterscheidungen, die man gewöhnlich beim Systeme zweier Flächen \(2^{\text{ten}}\) Grades macht.
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