The number of solutions of an indefinite equation in a special case of non coprime coefficients (Q1557258)
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scientific article; zbMATH DE number 2715168
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | The number of solutions of an indefinite equation in a special case of non coprime coefficients |
scientific article; zbMATH DE number 2715168 |
Statements
The number of solutions of an indefinite equation in a special case of non coprime coefficients (English)
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1875
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Die Frage nach der Anzahl der ganzzahligen Lösungen einer unbestimmten Gleichung vom ersten Grade mit \(n\) Unbekannten ist in ihrer Allgemeinheit noch ungelöst. Der Herr Verfasser unternimmt in der ersten Abhandlung (JFM 07.0093.01) den Versuch, diese Aufgabe für Gleichungen mit positiven ganzzahligen Coefficienten, welche unter sich keinen gemeinschaftlichen Theiler haben, zu erledigen. Es ist ihm nicht gelungen, die Anzahl der Lösungen lediglich als eine Function der Constanten der Gleichung darzustellen. Sein Erfolg besteht darin, dass er die Anzahl der Lösungen einer Gleichung \[ \sum_{k=1}^{k=n} a_k x_k = A, \] in welcher das absolute Glied \(A>P\) ist, wobei unter \(P\) das Produkt der \(n\) Coefficienten verstanden wird, zurückgeführt hat auf die Anzahl der Lösungen der Gleichung \[ \sum_{k=1}^{k=n} a_k x_k = m, \] in welcher \(m<P\) und zwar \( m \equiv A\, {\text{mod.}}\, P \) ist. Bezeichnet man mit \(f_n(A)\) und \(f_n(m)\) die Anzahl der Lösungen für beide Gleichungen, so ist \( f_n(A) = f_n(m) + M \), und \(M\) ist ein mit der steigenden Anzahl der Unbekannten immer compliciter werdender Ausdruck, welcher aus symmetrischen Functionen der Coefficienten, aus dem absoluten Gliede und zahlenteoretischen Functionen des letzteren zusammengesetzt ist. Das allgemeine Bildungsgesetz dieses Theiles \(M\) ist durch Induction aus der Form desselben für 2, 3, 4, 5, 6 Unbekannte abgeleitet, welche Fälle der Reihe nach besonders behandelt sind. Bemerkenswerth ist noch folgendes Resultat. Während die Bestimmung von \(f_n(m)\) für ein gegebenes \(m\), \(m<P\), so erhebliche Schwierigkeiten darbietet, dass sie nach des Herrn Verfassers Ansicht kaum zu ermöglichen erscheint, ist dagegen die Summe der Lösungsanzahlen für alle \(m\) unter \(P\), also \( \sum_{m=1}^{m=P} f_n(m) \) durch die Constanten der Gleichung berechenbar. Für die Gleichung mit 2 Unbekannten \( a_1 x_1 + a_2 x_2 = A_1 \) ist \( f_2(A) = p + f_2(m) \), wobei \( m \equiv A\, {\text{mod.}}\, P_1 \), \( P = a_1/, a_2 \), und \( p = E \frac A P \), die in dem Bruche \(\frac A P\) enthaltene Grösse ganze Zahl, bedeutet. Ferner ist für \(S_1 = a_1 + a_1\) \[ \sum_{m=1}^{m=p} f_2(m) = \frac {(a_1 - 1) (a_2 - 1)} {2} = \frac {P - S_1 + 1} {2} \cdot \] Diese Ergebnisse lassen sich graphisch veranschaulichen. Zertheilt man den ersten Quadraten durch 2 Schaaren von Linien, welche in den ganzzahligen Abständen 1, 2, 3\dots zu den rechtwinkligen Axen parallel gezogen werden, in Quadrate, so stellen die Coordinaten aller Quadratecken, durch welche die Linie \( a_1 x_1 + a_2 x_2 = A \) hindurchgeht, die Lösungen der Gleichung vor. Die Gerade \( a_1 x_1 + a_2 x_2 = a_1 a_2 = P \) geht durch keine Quadratecke hindurch. Jedoch bildet sie mit den Axen ein rechwinkliges Dreieck, in welches jede der ihr parallelen Linien \( a_1 x_1 + a_2 x_2 = m \) vollständig hineinfällt. Da diese Geraden höchstens je eine Quadratecke treffen können, so ist die Anzahl der Ecken, welche nicht auf den Axen selbst liegen \[ = \sum f_2(m) = \frac {(a_1 - 1) (a_2 - 1)} {2}\cdot \] Für die Gleichung \( a_1 x_1 + a_2 x_2 + a_3 x_3 = A \) ist \[ f_3(A) = f_3(m) + \frac{p^2 P}{2} + p \left( m - \frac{S_1}{2} \right), \] dabei ist \[ P = a_1 a_2 a_3; \; m \equiv A\, {\text{mod.}}\, P; \; S_1 = a_1 + a_2 + a_3 \; {\text{und}} \; p = E \frac A P \cdot \] Ausserdem ist \[ \sum_{m=1}^{m=P} f_3(m) = \frac {(P - S_1 + 1)} {4} - \frac {(S_2 = P^2 + 1)} {4 \cdot 6!} \cdot \] \(S_2\) ist \(= a_1^2 + a_2^2 + a_3^2\). Auf die Wiedergabe der allgemeinen Formel für \(n\) Unbekannte versichten wir. Die zweite Abhandlung (JFM 07.0093.02) beschäftigt sich zunächst mit der Herleitung des allgemeinen Bildungsgesetzes für die Summenformel \[ \sum_{m=1}^{m=p} f_n(m) \] und verwendet dieselbe zu einer Umgestaltung der Formel für die Lösungsanzahlen. In der dritten Abhandlung dehnt der Herr Verfasser seine Untersuchungen auch eine specielle Gruppe von Gleichungen mit nicht theilerfremden Coefficienten aus. Es sollen nämlich immer für je \((n-1)\) Coefficienten gemeinsame Theiler vorhanden sein, aber ausser diesen dürfen weder für \(n-2\) noch für eine kleinere Anzahl von Coefficienten gemeinschaftliche Factoren existiren. Die allgemeinste Gleichung mit 3 Unbekannten gehört unter diesen Fall. Durch eine lineare Substitution \[ x_k = - h_k + b_k y_k, \] worin \(b_k\) den gemeinsamen Factor der übrigen \((n-1)\) Coefficienten, wenn man den zu \(x_k\) gehörigen fortlässt, bedeutet und \(h_k\) durch eine bestimmte Congruenz mod.~\(b_k\) definirt wird, gelingt es die ursprüngliche Gleichung in eine andere mit eben so vielen Lösungen und mit den Unbekannten \(y_k\) zu verwandeln, deren Coefficienten unter einander nun keine gemeinschaftlichen Theiler mehr besitzen.
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linear equations
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