Ueber die Integration des vollständigen Systems partieller Differentialgleichungen von linearer Form. (Q1557461)

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scientific article; zbMATH DE number 2715390
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    English
    Ueber die Integration des vollständigen Systems partieller Differentialgleichungen von linearer Form.
    scientific article; zbMATH DE number 2715390

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      Ueber die Integration des vollständigen Systems partieller Differentialgleichungen von linearer Form. (English)
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      1875
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      Der Aufsatz beschäftigt sich mit der Integration zweier linearer partieller Differentialgleichungen: \[ A(f)=\sum_{h=1}^{h=n+2} A_h\frac{\partial f}{\partial x_h} =0, \] \[ B(f)=\sum_{h=1}^{h=n+2} B_h\frac{\partial f}{\partial x_h} =0 \] unter der Voraussetzung, dass dieselben ein vollständiges System bilden, d. h. die grösstmögliche Anzahl gemeinsamer Lösungen besitzen. Er erörtert zuerst die Methode, welche Clebsch (Borchardt J. LXV. p. 259) zur Lösung dieser Aufgabe gegeben hat, und setzt hierauf eine neue, ebenso eigenthümliche wie interessante Integrationsmethode auseinander. diese Weiler'sche Methode, die dadurch ausgezeichnet ist, dass sie nach den algebraischen Bedingungen, unter welchen die beiden Gleichungen ein vollständiges System bilden, gar nicht zu fragen braucht, gründet sich auf den folgenden Satz: Wenn die beiden Gleichungen \[ A(f)=0 \text{ und } B(f)=0 \] ein vollständiges System bilden, so erhält man aus irgend zwei Lösungen \(f=\varphi,\psi\) der Gleichung \(A(f)=0\), die nicht zugleich auch Lösungen der Gleichung \(B(f)=0\) sind, durch die Operation \[ f=\frac{B(\psi)}{B(\varphi)} \] wiederum eine Lösung von \(A(f)=0\). Dieser ist von der form des vollständigen systems ganz unabhängig und verschaft hierdurch der Weiler'schen Methode den Vortheil, dass sie nicht, wie alle übrigen Methoden, das vollständige System erst auf eine besondere Form zu bringen braucht, sondern sich unmittelbar anwenden lässt auf jedes auf jedes vollständige System von zwei Gleichungen. Am Schlusse bespricht der Verfasser das Verhältniss seiner Methode zu der von Mayer (Clebsch Ann. V. p. 463, F. d. M. IV. p. 163, JFM 04.0163.01) und dürfte auch hier wieder, wie in seiner Note über die Integration einer linearen totalen Differentialgleichung (p. 167 dieses Bandes), wohl nur betonen wollen, dass, wo man mehrere Integrationen ersetzen kann durch eine einzige, diese eine Integration in dubio schwieriger sein wird, als jede einzelne der ursprünglichen Integrationen. Der Fall eines vollständigen systems von mehr als zwei Gleichungen wird nicht berührt, obgleich dann der obige satz die Eigenschaft verliert, für jede Form des Systems Geltung zu haben.
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