Ueber Systeme von Curven und Flächen (Q1557745)
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scientific article; zbMATH DE number 2715680
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Ueber Systeme von Curven und Flächen |
scientific article; zbMATH DE number 2715680 |
Statements
Ueber Systeme von Curven und Flächen (English)
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1875
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Man vermuthete längst, dass die Zahl der Mitglieder eines Systems \(1^{\text{ter}}\) Stufe von Curven derselben Ebene oder von Flächen, welche eine gegebene Curve oder Fläche tangiren, sich als lineare homogene Function - Modul genannt - der Charakteristiken des Systems (d. h. der Zahlen derjenigen Mitglieder des Systems, die den sogenannten Elementarbedingungen genügen: durch einen Punkt zu gehen, eine Gerade zu berühren und - bei Flächensystemen - eine Ebene zu tangiren) darstellen lasse, in der die Coefficienten nur von der zu berührenden Curve, bez. Fläche abhängen. Jonquières hatte es für die Berührung mit einer von Punktsingularitäten freien (``allgemeinen'') Fläche gefunden und auf eine beliebige Fläche durch das Princip der Continuität übertragen (C. R. LVIII. 570; LXI. 442), und für Systeme von Flächen \(2^{\text{ten}}\) Grades ist es durch Zeuthen und Sturm bekannt. Für ein Curvensystem \(1^{\text{ter}}\) Stufe \((\mu,\;\nu)\) und eine zu tangirende Curve \(m^{\text{ter}}\) Ordnung, \(n^{\text{ter}}\) Klasse hat Zeuthen den Berührungsmodul \(m\nu+n\mu\) nachgeweisen (Clebsch. Ann. III. 153). Brill giebt hiervon einen neuen Beweis mit alleiniger Benutzung des einfachen Correspondenzprincips, geht dann aber zu dem noch nicht bewiesenen Satze im Raum über, dass eine Fläche von de Ordnung \(m\), der Klasse \(n\), dem Range \(r\) von \(m\nu+n\mu+r\varrho\) Flächen eines Systems \(1^{\text{ter}}\) Stufe \((\mu,\;\nu,\;\varrho)\) tangirt wird, d. h. von denen \(\mu\) durch einen Punkt gehen, \(\nu\) eine Ebene, \(\varrho\) eine Gerade berühren. (Der Verfasser hat die übliche Bezeichnung \(\nu\;\varrho\) umgekehrt; hätte er auch noch \(m\) und \(n\) vertauscht, so würde die entstehende Formel noch leichter dem Gedächtniss sich einprägen). Den Beweis führt Brill mit Hülfe des Satzes über Curvensysteme und des Salmon-Zauthen'schen Correspondenz-Princips im Strahlenfelde (Salmon, Geom. of 3 Dim., \(3^{\text{te}}\) Aufl., Appendix IV.; Salmon-Fiedler Anal. Geom. d. R. \(2^{\text{te}}\) Aufl. \(2^{\text{ter}}\) Thl. Art. 441: Zeuthen C. R. Juni 1874). Zuletzt beweist Brill noch, dass der Modul der Berührung von Raumcurven eines Systems \(1^{\text{ter}}\) Stufe mit einer Fläche \((m,\;n,\;r)\) nur von den zwei Charakteristiken \(\mu\;\varrho\) desselben abhängt, d. i. den Zahlen der Systemcurven, welche eine Gerade treffen, bez. eine Ebene berühren, nämlich \(\mu r+\varrho m\) ist. Dabei hat er Gelegenheit einen früher von ihm bewiesenen Satz über zwei Curven zu benutzen, bei denen die Punkte der einen den Tangenten der andern eindeutig entsprechen (Clebsch Ann. VII. 621).
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