Investigations of infinitely often oscillating and discontinuous functions. A contribution to the founding of the concept of function. (Q1564641)

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scientific article; zbMATH DE number 2721320
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    Investigations of infinitely often oscillating and discontinuous functions. A contribution to the founding of the concept of function.
    scientific article; zbMATH DE number 2721320

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      Investigations of infinitely often oscillating and discontinuous functions. A contribution to the founding of the concept of function. (English)
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      1870
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      Die ``einleitenden Bemerkungen über den Funktionsbegriff'', mit denen der Verfasser beginnt, führen den Nachweis, dass die allmähliche Ausbildung des Begriffes ``Funktion'' mit den Fortschritten der Analysis Hand in Hand gegangen ist. Descartes stellte zuerst die Abhängigkeit der Werthreihen zweier veränderlichen Grössen geometrisch dar, und für dieses Abhängigkeitsverhältniss schufen Leibniz und Joh. Bernoulli den Ausdruck ``Funktion''. Euler's Definition hatte nur algebraische Funktionen vor Augen und wurde durch Fourier's Entdeckung, ganz beliebige, keine, einfachen Gesetz genügende, oder verschiedenen Gesetzen in ihren verschiedenen Theilen folgende, ``illegitime'' Funktionen durch periodische Reihen darzustellen, ungenügend. Ihr folgte die Dirichlet'sche Nominaldefinition, die auch nicht für die Bedürfnisse der Analysis ausreicht. Selbst gegen Riemann's System, welches auf der Definition der (monogenen) Funktion einer complexen Variabeln basirt, sind neuerdings Bedenken geltend gemacht, zumal gegen das von ihm sogenannte Dirichlet'sche Princip. Der Verfasser erörtert nun, um über diese Schwierigkeiten hinwegzukommen, zunächst die Mannigfaltigkeit der in dem reinen Dirichlet'schen Funktionsbegriffe enthaltenen, möglichen Grössenbeziehungen zweier Veränderlichen, und schenkt dabei besondere Aufmerksamkeit den bisher wenig oder gar nicht beachteten ``illegitimen `` Funktionen. Er beschränkt sich aber zunächst nur auf reelle Variabele und reelle endliche Werthe der Funktionen einer Veränderlichen. Während man bisher ausschliesslich solche Funktionen mit unendlich vielen Oscillationen unendlich kleiner Argumente analytisch dargestellt hat, welche jene unendlich vielen Oscillationen nur in der Umgebung einzelner Punkte zeigen, stellt der Verfasser analytische, unbedingt convergente Reihen auch für solche Funktionen auf, welche in ganzen Intervallen durchaus oscilliren. Dies gelingt mit Hülfe des sogenannten Princips der Condensation der Singularitäten, welches darin besteht, dass man von einer Funktion mit unendlich vielen Singularitäten zu einer andern Funktion übergeht, in der sich diese unendlich vielen Singularitäten gewissermassen auf eine endliche Strecke zusammendrängen. Dieses Princip liefert die mannigfachsten linear unstetigen Funktionen, d. h. solche, welche in unendlich vielen Punkten einer endlichen Strecke unstetig sind. Sie zerfallen in punktirte- und in total unstetige Funktionen, von denen erstere immer, letztere niemals integrabel sind. Beide Klassen werden analytisch dargestellt. Die Schlussbemerkung enthält eine Kritik des Funktionsbegriffes, welche mit Nothwendigkeit auf die Riemann'sche Definition führt. Es folgen noch 3 Noten: I. Ueber den Begriff der Grenze, II. Beispiele von Funktionen, welche in ganzen Linien total unstetig sind, und III. Ueber Funktionen complexer Veränderlicher, welche linear unstetig werden.
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      The concept of function. Discontinuous functions
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