On self-adjoint ordinary differential equations of the fourth order. (Q1831004)
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scientific article; zbMATH DE number 2563907
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | On self-adjoint ordinary differential equations of the fourth order. |
scientific article; zbMATH DE number 2563907 |
Statements
On self-adjoint ordinary differential equations of the fourth order. (English)
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Verf. betrachtet die bei Schwingungsproblemen auftretenden Differentialgleichungen \[ \dfrac{d^2}{dx^2}\left( K(x)\dfrac{d^2u}{dx^2}\right) + \dfrac{d}{dx}\left( L(x)\dfrac{du}{dx}\right) + G(x)u = 0 \tag{1} \] und \[ \dfrac{d^2u}{dx^2} + (p_1(x) + ip_2(x))\dfrac{du}{dx} + (q_1(x) + iq_2(x))u = 0, \tag{2} \] wobei \(K, L, G\), \(p_1, p_2, q_1, q_2\) reelle Funktionen der reellen Veränderlichen \(x\) sind und \(i=\sqrt{-1}\) ist. Sind \(K, L'' = \dfrac{d^2L}{dx^2}, G, p_1, p_2', q_1, q_2\) stetig in einem Intervall, und ist dort \(K \neq 0\), so sind die Gleichungen (1) und (2), wie durch einfache Transformation zu sehen ist, mit einem System der Form \[ y'' + p(x)y = q(x)z, \quad z'' + p(x)z = r(x)y \tag{3} \] äquivalent mit stetigem \(p, q, r\). Für Gleichung (1) gilt ferner \(q\neq 0\), für Gleichung (2) \(r=-q\). Es wird der Verlauf der Lösungen \(y(x)\), \(z(x)\), die als eine Kurve mit \(x\) als Parameter in der \((y, z)\)-Ebene gedacht werden können, untersucht, und zwar unter der Annahme, daß im ganzen Intervall entweder stets \(qr < 0\) oder \(qr > 0\) gilt. Im Fall der Gleichung (2) ist die erstere stets erfüllt. I. \(qr < 0\). Hier gilt eine Reihe von Sätzen über die Nullstellen von \(y\) und \(z\), z. B. von folgender Art: Die Nullstellen von \(y\) und \(z\) trennen sich außer allenfalls in einer Umgebung einer solchen Stelle, an der das monotone \[ V(x) = y'(x)z(x)-z'(x)y(x) \] verschwindet. In einem abgeschlossenen endlichen Intervall gibt es deren nur endlich viele. Ihre Anzahl wird mit der der Lösungen von \[ w'' + p(x)w = 0 \tag{4} \] in Verbindung gebracht. Ferner gilt: Sind für \(a\leqq x\leqq\infty\) \ \(r\) und \(q\) stetig und \(p\equiv 0\) sowie \(V(a) q(a)\geqq 0\), und wachsen die Integrale \[ \left|\int\limits_a^b tq(t)dt\right|, \quad \left|\int\limits_a^b tr(t)dt\right| \] mit \(b\) über alle Grenzen, so oszilliert jede Lösung unendlich oft. Wenn jedoch nur feststeht, daß \[ \left|\int\limits_a^b q(t)dt\right| \quad \text{und} \quad \left|\int\limits_a^b r(t)dt\right| \] mit \(b\) unendlich werden, so kann auch der Fall eintreten, daß nur endlich viele Nullstellen von \(y(x)\), \(z(x)\) vorhanden sind; jedoch konvergiert dann \(y^2 + z^2\) monoton abnehmend gegen \(0\). Falls \(p(x) < 0\), \(p'(x)\leqq 0\) ist (\(a\leqq x\leqq\infty\)), und eine positive Konstante \(I\) derart existiert, daß \[ \dfrac{|q|}{(-p)^\frac{1}{2}}\geqq I, \qquad \dfrac{|r|}{(-p)^\frac{1}{2}}\geqq I \] gilt, so oszilliert, falls \(V(a) q(a)\geqq 0\) ist, jede Lösung unendlich oft, falls statt dessen aber \((q + p)^2 - 4p^2\leqq 0\) gilt, so kann es wieder vorkommen, daß \(y^2 + z^2\) monoton gegen \(0\) abnimmt. Ganz analoge Sätze gelten auf dem Intervall \(-\infty\leqq x\leqq b\). II. \(qr > 0\). Versteht man unter \(y_k, z_k\) (\(k=1,2, 3, 4\)) ein System linear unabhängiger Lösungen von (3), unter \(u_k, v_k\) (\(k = 1, 2, 3,4\)) ein solches von \[ u'' + pu = rv, \qquad v'' + pv = qu, \tag{5} \] und wird \[ W = \left|\begin{matrix} y_1 & y_2 & y_3 & y_4\\ y_1' & y_2' & y_3' & y_4'\\ z_1 & z_2 & z_3 & z_4\\ z_1' & z_2' & z_3' & z_4' \end{matrix}\right| \] gesetzt, so kommen den Funktionen \[ \begin{aligned} &K_{11}(x,t)=\dfrac{1}{W}\sum\limits_1^4y_i(x)u_i(t), \qquad K_{12}(x,t)=\dfrac{1}{W}\sum\limits_1^4y_i(x)v_i(t), \\ &K_{21}(x,t)=\dfrac{1}{W}\sum\limits_1^4z_i(x)u_i(t), \qquad K_{22}(x,t)=\dfrac{1}{W}\sum\limits_1^4z_i(x)v_i(t) \end{aligned} \] die Eigenschaften der Grundlösungen zu. Insbesondere gilt: Sind \(h_1(x)\), \(h_2(x)\), \(h_1'(x)\), \(h_2'(x)\), im Intervall \(\langle a, b\rangle\) stetig, und ist dort \((q + h_1)(r + h_2) \neq 0\), so genügt das allgemeine Integral von \[ y''+ py - qz = h_1(x)z, \quad z'' + pz - ry = h_2(x)y \tag{6} \] dem Paar von Integralgleichungen \[ \begin{aligned} y(x) &= \sum\limits_1^4c_iy_i(x) + \int\limits_a^x(K_{11}(x,t)h_1(t)z(t) + K_{12}(x,t)h_2(t)y(t))dt, \\ z(x) &= \sum\limits_1^4c_iz_i(x) + \int\limits_a^x(K_{21}(x,t)h_1(t)z(t) + K_{22}(x,t)h_2(t)y(t))dt, \end{aligned} \] (\(c_1,\ldots, c_4\) Konstanten). Ein Intervall wird regulär von erster bzw. zweiter Art genannt, wenn darin für alle \(a\leqq t\leqq x\) bei beliebigem \(x\) (\(a\leqq x\leqq b\)) gilt: \[ \begin{gathered} K_{ik} > 0 \qquad (i,k = 1,2) \\ \text{bzw. } K_{11} > 0, \;K_{22} > 0, \;K_{12} < 0, \;K_{22}<0. \end{gathered} \] Kriterien für Regularität werden angegeben. In solchen regulären Intervallen kann die Lage der Nullstellen von Lösungen der Gleichung (6) mit der der Lösungen von (3) bei gleichen Anfangsbedingungen verglichen werden. Entscheidend sind dabei die Vorzeichen von \(h_1\) und \(h_2\). Die Beweise beruhen auf Schlußweisen, die den bei einer linearen Differentialgleichung zweiter Ordnung benutzten verwandt sind.
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