Über die bei der Hauptaufgabe der Luftphotogrammetrie auftretenden ``gefährlichen'' Flächen. (Q2578645)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Über die bei der Hauptaufgabe der Luftphotogrammetrie auftretenden ``gefährlichen Flächen. |
scientific article; zbMATH DE number 2501318
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Über die bei der Hauptaufgabe der Luftphotogrammetrie auftretenden ``gefährlichen'' Flächen. |
scientific article; zbMATH DE number 2501318 |
Statements
Über die bei der Hauptaufgabe der Luftphotogrammetrie auftretenden ``gefährlichen'' Flächen. (English)
0 references
1942
0 references
Zur Behandlung kommen die allgemeinen Ausnahmefälle oder Nebenlösungen, die bei der Hauptaufgabe der Photogrammetrie gegenüber der der richtigen Orientierung entsprechenden Hauptlösung auftreten und bereits 1941 (Mh. Math. Physik 50, 1-13, 65-83, 84-100; F. d. M. 67, 708, 709) durch rein geometrische Überlegungen im einzelnen bewiesen worden sind. Hier werden die erzielten Ergebnisse in einer mehr anschaulichen Darstellung vorgeführt. Verf. zeigt, daß das ``Sich-Schneiden'' aller zugeordneten Zielstrahlen noch keine \textit{hinreichende} Bedingung dafür bildet, daß die gegenseitige Lage der Zielstrahlenbündel, wie sie bei der Aufnahme vorhanden war, bereits wiederhergestellt ist. Die allgemeinsten Raumfiguren, deren Punkte eine solche Zuordnung zwischen den beiden Zielstrahlenbündeln verursachen, daß diese in zwei verschiedene orientierte Lagen gebracht werden können, sind jene Raumfiguren, deren sämtliche Punkte auf einer orthogonalen Regelfläche zweiten Grades liegen, auf der von einem Paar adjungierter Flächenerzeugenden \(e_1\), \(e_2\) je eine durch die beiden Aufnahmezentren geht. Beim Übergang von der einen zur anderen Lösung der Hauptaufgabe verzerrt sich die zugehörige Regelfläche immer wieder in eine Fläche von derselben Art und Lage, wobei auch Sonderfälle in Betracht kommen, z. B. an Stelle eines orthogonalen Hyperboloids ein orthogonales Paraboloid, ein orthogonaler Kegel, Drehzylinder oder gleichseitig-hyperbolischer Zylinder. Es gibt auch Fälle, bei denen die beiden zugeordneten Zielstrahlenbündel sogar auf \textit{drei} verschiedene Arten orientierbar sind. Es besteht so die Gefahr, daß beim mechanischen Einpassen der zugehörigen Zielstrahlenbündel in der photogrammetrischen Praxis \textit{nicht} die richtige Geländeform, sondern ein Stück einer anderen orthogonalen Regelfläche zweiten Grades erhalten wird, um so mehr, wenn Haupt- und Nebenlösung beliebig wenig voneinander verschieden sind. Es wird demgemäß die Frage besprochen, wann praktisch eine Nebenlösung zustandekommen kann. Es wird auch über Modellversuche berichtet, die zur Veranschaulichung der Ergebnisse gemacht wurden, und über den geometrischen Zusammenhang zwischen Haupt- und Nebenlösung. Die Kenntnis der Eigenschaften der ``gefährlichen'' Flächen, für die es bei zwei Aufnahmezentren \(O_1\), \(O_2\) eine fünfdimensionale Mannigfaltigkeit gibt, ist für eine anzustrebende fehlertheoretische Untersuchung wichtig, um festzustellen, in welchem Ausmaß eine Geländefläche von einer ``gefährlichen'' Fläche abweichen müßte, damit eine Nebenlösung mit Sicherheit vermeidbar wäre. Schließlich wird darauf hingewiesen, daß die gegenseitige Orientierung zweier Aufnahmen, deren innere Orientierungen bekannt sind, bereits durch die Punktpaare von sechs Raumpunkten \textit{eindeutig} bestimmt ist, \textit{sofern} diese sechs Punkte \textit{keiner} ``gefährlichen'' Fläche von der besprochenen Beschaffenheit und Lage angehören.
0 references