Untersuchung über die Grenzschicht einer Flüssigkeit über einer rotierenden Scheibe bei kleiner Winkelgeschwindigkeitsänderung. (Q2579119)
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scientific article; zbMATH DE number 2501692
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Untersuchung über die Grenzschicht einer Flüssigkeit über einer rotierenden Scheibe bei kleiner Winkelgeschwindigkeitsänderung. |
scientific article; zbMATH DE number 2501692 |
Statements
Untersuchung über die Grenzschicht einer Flüssigkeit über einer rotierenden Scheibe bei kleiner Winkelgeschwindigkeitsänderung. (English)
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1942
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Anlaß zu dieser Untersuchung gab folgende meteorologische Fragestellung. Wird eine Luftmasse, die sich zunächst relativ zu der rotierenden Erde in Ruhe befindet, unter Verminderung (Vergrößerung) ihrer Höhe seitlich auseinandergezogen (zusammengeschoben), so nimmt sie dadurch relativ zur Erde eine Rotation an, die nach Beendigung der Umlagerung konstant bleibt und den Strömungstypus eines Antizyklons (Zyklons) darstellt. Es interessiert die Verteilung der Bodenwinde, wie sie auf Grund dér Zähigkeitswirkung resultieren. -- Zur mathematischen Behandlung dieses Problems wird folgende Idealisierung vorgenommen: 1) Die Flüssigkeit sei volumbeständig und nach oben sowie seitlich unendlich ausgedehnt; 2) Der rotierende Boden sei eine ebene Scheibe; 3) Die Strömung erfolge laminar (die charakteristischen Vorgänge der in Wirklichkeit turbulenten atmosphärischen Strömung werden damit jedenfalls qualitativ richtig wiedergegeben); 4) Für Zeiten \(t < 0\); mögen die Flüssigkeit und die Scheibe gleichförmig mit der Winkelgeschwindigkeit \(\omega_0\) rotieren, zur Zeit \(t = 0\) werde aber die Scheibe plötzlich um die Winkelgeschwindigkeitsdifferenz \(\omega' = \omega_1- \omega_0\) auf \(\omega_1\) beschleunigt bzw. verzögert, wobei \(|\omega '| \ll \omega_0\) vorausgesetzt wird. Gefragt wird nach der stationären Strömung, welche sich nach dieser Winkelgeschwindigkeitsänderung in Bodennähe einstellt. -- Verf. integriert die Grenzschichtdifferentialgleichungen in dem mit \(\omega_1\) rotierenden System zunächst in erster Näherung unter Berücksichtigung der linearen Glieder in \(\omega '/\omega_0\) allein und verbessert dann diese Näherungslösung durch einmalige Iteration unter Berücksichtigung auch der quadratischen Glieder in \(\omega '/\omega_0\). Die Ergebnisse werden für \(\omega'/\omega_0 =\pm \tfrac15\) numerisch vollständig ausgewertet. Allgemein besitzen die Stromlinien in der Horizontalprojektion auf die Bodenebene die Gestalt logarithmischer Spiralen \(r=\exp(f\cdot \varphi)\) (\(r, \varphi\) Polarkoordinaten), wobei \(f\) von der dimensionslosen räumlichen Koordinate \(z \sqrt{\omega_0/\nu}\) (\(z\) Höhe über dem Boden, \(\nu\) kinematische Zähigkeit) und von \(\omega'/\omega_0\) abhängt. Zum Schluß stellt Verf. zusammenfassend die bisherigen Ergebnisse zum Problem der rotierenden Scheibe in Diagrammen dar.
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