Strahlungsenergie und Erdabsorption bei Dipolantennen. (Q2579302)

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scientific article; zbMATH DE number 2501829
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    Strahlungsenergie und Erdabsorption bei Dipolantennen.
    scientific article; zbMATH DE number 2501829

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      Strahlungsenergie und Erdabsorption bei Dipolantennen. (English)
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      1942
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      Über der ebenen Erde mit der Dielektrizitätskonstanten \(\varepsilon\), der Permeabilität 1 und der Leitfähigkeit \(\sigma\) befinde sich in der Höhe \(h\) ein vertikaler oder horizontaler Hertzscher Dipol, der elektromagnetische Wellen von der Kreisfrequenz \(\omega\) aussendet. Es wird der Energiefluß pro Zeiteinheit durch zwei den Dipol in ihrer Mitte ent\-haltende, untereinander und zur Erdoberfläche parallele, über dieser gelegene Ebenen berechnet, bezogen auf die von einem Dipol gleichen elektrischen Momentes im Vakuum abgestrahlte Leistung als zwei Drittel der Einheit. Die so normierte Lei\-stung werde mit \(s_V\) bzw. \(s_H\) bezeichnet, je nachdem ob der Dipol vertikal oder hori\-zontal liegt. Die allein durch die untere Ebene fließende Leistung werde mit \(s_V^*\) bzw. \(s_H^*\) bezeichnet; sie stellt den von der Erdoberfläche absorbierten Energieanteil dar. Die Berechnung von \(s_V\), \(s_H\) usw. führt nach den in der Dissertation von \textit{H. Hör\-schelmann} (Jbuch drahtlose Telegraphie Telephonie 5 (1911), 14-34, 188-211; F. d. M. 42, 956 (JFM 42.0956.*)) entwickelten, von Sommerfeld herrührenden Methoden auf ein dreifaches Integral über einen Produkte von zwei Besselfunktionen enthaltenden Integranden, das sich jedoch durch Anwendung der bekannten Modifikation des Fourierschen Theorems für einen Kern mit einer Besselfunktion auf ein einfaches Integral reduzieren läßt. Man benutze nun die Bezeichnungen: \[ \begin{aligned} k_1& =\frac\omega c,\;k_2^2=\frac{\varepsilon\omega^2+4\pi i\,\sigma\omega}{c^2}\;(c = \text{Lichtgeschwindigkeit}),\;\zeta= 2k_1h,\\ \lambda& = \text{Integrationsparameter},\;\;\mu_1=\sqrt{\lambda^2-k_1^2},\;\;\mu_2=\sqrt{\lambda^2-k_2^2},\\ N &=k_1^2\mu_2+k_2^2\mu_1,\;\;M=k_1^2\mu_2-k_2^2\mu_1,\\ F(\lambda)&=\frac{2k_1^2-\lambda^2}{2\mu_1} \left(\dfrac{\mu_1-\mu_2}{\mu_1+\mu_2}+1\right)+ \frac{\lambda^2(\mu_1-\mu_2)\mu_1}N,\\ k&={\int\limits_{0}^{\infty}}e^{-2h\mu_1}\left(\dfrac{M}{N}+1\right) \frac{\lambda^3\,d\lambda}{\mu_1}. \end{aligned} \] Mit diesen Abkürzungen ergibt sich: \[ \begin{aligned} s_H&=\frac23-\frac1{\zeta^2}\left(\dfrac{\sin\zeta}{\zeta}(\zeta^2-1)+\cos\zeta\right)+ \Re\left\{\frac i{k_1^3}{\int\limits_{0}^{\infty}} F(\lambda)\,e^{-2h\mu_1}\,\lambda\,d\lambda\right\},\\ s_V&=\frac23+\frac2{\zeta^2}\left(\dfrac{\sin\zeta}{\zeta}-\cos\zeta\right)+ \Re\left\{\frac i{k_1^3}K\right\}. \end{aligned} \] Die ersten Summanden (ohne Integral) in diesen Formeln liefern die Werte von \(s_H\) bzw. \(s_V\) bei unendlich leitfähiger Erdoberfläche; der letzte Summand liefert die für \(\bigg|\dfrac{k_1}{k_2}\bigg|\to0\) verschwindende Korrektur dieses Wertes bei endlicher Leitfähigkeit der Erdoberfläche; in erster Näherung \(\bigg(\)bei kleinen Werten von \(\bigg|\dfrac{k_1}{k_2}\bigg|\bigg)\) ist der Wert dieser Korrektur \(\varDelta s_H\) bzw. \(\varDelta s_V\) beim horizontalen bzw. vertikalen Dipol gegeben durch \[ \begin{aligned} \varDelta s_H &= 2\frac{k_1}{|k_2|}\frac1{\zeta^2}\big(\sin(\zeta-\delta) \zeta\cos (\zeta- \delta)\big),\\ \varDelta s_V &= 2\frac{k_1}{|k_2|}\left[\left(\dfrac{1}{\zeta^2}+ \frac12-C-\ln\zeta\right)|\sin\delta|+\frac\pi2\cos\delta\right], \end{aligned} \] worin \(C\) die Eulersche Konstante bedeutet und \(\delta\) sich aus \[ \sqrt{-k_2^2}=|k_2|\,e^{i\delta}\;\;\text{mit}\;\;-\frac\pi2<\delta<0 \] berechnet. Diese Formeln werden diskutiert und numerisch ausgewertet; insbeson\-dere wird das Unendlichwerden von \(\varDelta s_H\) und \(\varDelta s_V\) für \(\zeta\to0\) physikalisch interpretiert, und es wird ferner gezeigt, daß dieses Unendlichwerden davon herrührt, daß bei An\-näherung des Dipols an die Erdoberfläche (d. h. für \(\zeta\to0\)) die Erdabsorption derart über alle Grenzen wächst, daß die in den freien Raum abgestrahlte Leistung, d. h. die Differenz \(s_V-s_V^*\) bzw. \(s_H-s_H^*\) dabei endlich bleibt. Schließlich wird beim horizontalen Dipol noch eine höhere (mit \(k_1^2/|k_2^2|\) verschwindende) Korrektur be\-rechnet, und es werden die Resultate der Arbeit mit den Resultaten von \textit{K. F. Niessen} (Ann. Physik (5) 22 (1935) 162; 24 (1935), 31-48; 32 (1938), 444; F. d. M. \(61_{\text{II}}\), 1269, 1270) verglichen.
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