Der Kettensatz. Ein Beitrag zur Geschichte und Theorie des kaufmännischen Rechnens. (Q2579462)

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scientific article; zbMATH DE number 2501997
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    Der Kettensatz. Ein Beitrag zur Geschichte und Theorie des kaufmännischen Rechnens.
    scientific article; zbMATH DE number 2501997

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      Der Kettensatz. Ein Beitrag zur Geschichte und Theorie des kaufmännischen Rechnens. (English)
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      1941
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      In der als Heft 68 der Neuen Folge der Mitteilungen aus dem handelswissenschaftlichen Seminar der Universität Zürich veröffentlichten großen Abhandlung wird der auch im Rechenunterricht der höheren Schule noch bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts auftretende Kettensatz behandelt, d. h. ein Verfahren zur Lösung von Aufgaben, das auf bloße Multiplikation und Division gegebener Größen hinausläuft. Verf. geht in gründlichen geschichtlichen Studien, wobei er zahlreiche Handschriften in Berlin, Madrid, München, Paris heranzieht, bis auf das Altertum zurück, verfolgt das Auftreten bei den Indern und Arabern, für diese mit Ruskas Hilfe. Die Annahme von Moritz Cantor, daß der Satz des Menelaos die Quelle des Kettensatzes sei, erweist sich als ganz unwahrscheinlich. Diese an sich ja interessante Beziehung zum Satz des Menelaos erwähnt übrigens, wie ergänzend bemerkt sei, auch \textit{Timerding} in seiner Abhandlung der Internat. Math. Unterr.-Kommision 3 (1911), Nr. 5, S. 36. Es folgt das europäische Mittelalter und an Hand gedruckter Bücher aus vielen Ländern die Zeit bis heute. Der zweite Teil behandelt die verschiedenen Verfahren und der dritte Wesen und Begründung des Kettensatzes. Indem hier die Dimensionsbezeichnung aus der Physik zum Vergleich herangezogen wird, will Verf. zeigen, daß das Anwendungsgebiet des Kettensatzes wesentlich größer ist, als die heutigen Rechenmethodiker annehmen. ``Die Rückschau auf die Vergangenheit kann allein verhindern, daß längst überwundene Irrtümer wieder neu aufleben und uralte Methoden immer wieder neu erfunden werden müssen.''
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