Genetrix irrationalium. Platonis Theaetetus 147 d. (Q2579477)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Genetrix irrationalium. Platonis Theaetetus 147 d. |
scientific article; zbMATH DE number 2502011
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Genetrix irrationalium. Platonis Theaetetus 147 d. |
scientific article; zbMATH DE number 2502011 |
Statements
Genetrix irrationalium. Platonis Theaetetus 147 d. (English)
0 references
1941
0 references
Unter Aufzählung der vielen unzureichenden bisherigen Deutungsversuche gibt Verf. eine neue und sehr ansprechende Erklärung der berühmten Theaetet-Stelle über das Irrationale bei Theodoros. Danach habe Theodoros die Irrationalität der Quadratwurzeln aus den ganzen Nichtquadratzahlen von 3 bis 17 aufgewiesen (nicht bewiesen!) an einer spiralig zusammengefügten Kette von rechtwinkligen Dreiecken mit der Einheit als der einen Kathete, indem er jeweils die Hypotenuse und die Einheitskathete herausnahm und deren Irrationalität durch gegenseitiges Abtragen entsprechend dem Euklidischen Algorithmus (X, 2) zur Anschauung brachte. Das Verfahren sei bei \(\sqrt{17}\) abgebrochen worden, weil sich für \(\sqrt{18}\) eine für das Sandzeichnen verwirrende Überdeckung mit dem Ausgangsdreieck \((1, 1, \sqrt2)\) ergeben hätte. Verf. folgert, dem Theodoros gehöre der Grundgedanke von Euklid, Elemente X, 2 und X, 9 und das ``Aufweisen'' der Irrationalitäten, dem Theaetet und dem Eudoxos der strenge Aufbau der Theorie. Der Irrationalitätsbeweis für \(\sqrt2\) mittels des Schlusses von Gerade und Ungerade entstamme frühestens der Platonischen Schule; vielleicht gehöre er dem Aristoteles, der ihn so häufig erwähnt.
0 references