Ideals in Birkhoff lattices. (Q2579746)
From MaRDI portal
!
This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use the normal view instead:
scientific article; zbMATH DE number 2502264
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Ideals in Birkhoff lattices. |
scientific article; zbMATH DE number 2502264 |
Statements
Ideals in Birkhoff lattices. (English)
0 references
1941
0 references
\(\mathfrak{S}\) sei ein Verband. Ein Teilverband \(\mathfrak{a}\) heißt ein Ideal, wenn \(\mathfrak{a}\) mit \(a\) alle \(x \supset a\) enthält. Die Vereinigung \(\mathfrak{a} \cup b\) zweier Ideale enthält alle \(x \supset a \cup b\), \(a \in \mathfrak{a}\), \(b\in \mathfrak{b}\); \(\mathfrak{a} \cap \mathfrak{b}\) enthält alle \(y \supset a \cap b\). Die Ideale bilden einen Verband \(\mathfrak{L}\), der den zu \(\mathfrak{S}\) isomorphen Verband aller Hauptideale (a) enthält. Gilt \(a \supset b\), aber für kein \(x\) \(a \supset x \supset b\), so schreibt man \(a > b\) (``\(a\) covers \(b\)''). Mit Wohlordnung wird folgende Verallgemeinerung des Stoneschen Satzes über die Existenz von Primidealen in einer Booleschen Algebra bewiesen: \(\mathfrak{S}\) sei beliebig. Ist das Ideal \(\mathfrak{b} \supset (a)\) und \(\mathfrak{b} \neq (a)\), so existiert ein Ideal \(\mathfrak{p}\) mit \(\mathfrak{b} \supset \mathfrak{p} > (a)\). -- Ein Element \(a\) in \(\mathfrak{S}\) erfüllt die Birkhoffbedingung \(B\) 1, wenn aus \(b > a\), \(c \supset a\), \(c \not\supset b\) folgt, daß \(b \cup c >c\) ist. \(B\) 2 ist die dazu duale Bedingung. \(\mathfrak{S}\) heißt ein Birkhoffscher Verband, wenn jedes Element von \(\mathfrak{S}\), als Hauptideal aufgefaßt, im Idealverband \(\mathfrak{L}\) die Bedingung \(B\) 1 erfüllt (dies ist weniger, als wenn jedes Element von \(\mathfrak{L}\) \(B\) 1 erfüllt). Alle Ideale aus \(\mathfrak{L}\), die zwischen \((a)\) und der Vereinigung aller Ideale \(\mathfrak{b}>(a)\) liegen, bilden einen Verband \(\mathfrak{L}_a\). Ist \(\mathfrak{S}\) ein Birkhoffscher Verband, in dem jedes Element als Durchschnitt irreduzibler Elemente darstellbar ist (\(a\) heißt irreduzibel, wenn aus \(a=b \cap c\) stets \(b = a\) oder \(c = a\) folgt), so ist \(\mathfrak{L}_a\) dann und nur dann archimedisch (d. h. sowohl die aufsteigenden wie die absteigenden Ketten in \(\mathfrak{L}_a\) sind endlich), wenn die Anzahl der Komponenten in den irreduziblen Zerlegungen von \(a\) beschränkt sind. Hat \(\mathfrak{L}_a\) die Länge \(k\), so hat \(a\) eine unverkürzbare Zerlegung in \(k\) irreduzible Elemente. Für modulare Verbände ergeben diese Überlegungen einen neuen Beweis des Kurosch-Oreschen Satzes über die Längengleichheit und die Austauschmöglichkeit zweier unverkürzbarer Durchschnittsdarstellungen eines Elementes. -- Als Bedingung \(E_5\) von \textit{MacLane} wird die Forderung bezeichnet: Ist \(a \supset b \supset a \cap c\) und \(c \neq a \cap c\), so existiert ein \(c_1 \neq a \cap c\), so daß \(c \supset c_1 \supset a \cap c\) ist. Es gibt Verbände, die Birkhoffsche Verbände sind, ohne \(E_5\) zu erfüllen. Gibt es höchstens endlich viele Ideale \(\mathfrak{p} > (a)\) zu jedem Element \(a\) aus \(\mathfrak{S}\), so sind äquivalent: (1) \(E_5\) gilt in \(\mathfrak{S}\), (2) \(\mathfrak{S}\) ist ein Birkhoffscher Verband, (3) \(B\) 1 gilt im Idealverband \(\mathfrak{L}\). -- Die beiden Hauptsätze über Zerlegung in irreduzible Elemente sind: I. \(\mathfrak{S}\) erfülle die aufsteigende Kettenbedingung. Jedes Element von \(\mathfrak{S}\) ist dann und nur dann eindeutig als unverkürzbarer Durchschnitt von irreduziblen Elementen darstellbar, wenn \(\mathfrak{S}\) \(E_5\) erfüllt, und \(A\): Aus \(a \cup b \supset x \supset a \cap b\), \(a \cap x = b \cap x = a \cap b\) folgt \(x = a \cap b\). Statt \(E_5\) und \(A\) kann auch gefordert werden, daß \(\mathfrak{S}\) ein Birkhoffscher Verband und \(\mathfrak{L}_a\) für jedes \(a\) eine Boolesche Algebra ist. II. \(\mathfrak{S}\) erfülle die aufsteigende Kettenbedingung. Die Anzahl der Komponenten in den unverkürzbaren Durchschnittsdarstellungen eines Elementes ist dann und nur dann dieselbe, wenn \(\mathfrak{L}_a\) stets modular ist.
0 references