Liesche Ringe und assoziative hyperkomplexe Systeme. (Q2579772)
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scientific article; zbMATH DE number 2502284
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Liesche Ringe und assoziative hyperkomplexe Systeme. |
scientific article; zbMATH DE number 2502284 |
Statements
Liesche Ringe und assoziative hyperkomplexe Systeme. (English)
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1941
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Es sei \(\mathfrak{L}\) ein Liescher Ring von endlichem Range über einem Körper \(k\). Eine assoziative Algebra \(\mathfrak{A}\), die \(\mathfrak{L}\) als Teilmodul enthält und von den Elementen aus \(\mathfrak{L}\) durch die Kompositionsregeln von \(\mathfrak{A}\) erzeugt wird, heißt \textit{Einhüllende Algebra} (kurz E. A.) von \(\mathfrak{L}\), wenn sich die Klammeroperation \([X, \,Y]\) in \(\mathfrak{L}\) durch die Kompositionsregeln von \(\mathfrak{A}\) in der Form \([X, \,Y] = XY - YX\) realisieren läßt. \(\mathfrak{A}\) wird von endlichem Range vorausgesetzt, d. h. es werden nur solche Lieschen Ringe behandelt, welche eineindeutige Darstellungen durch Matrizen endlichen Grades besitzen. Eine E. A. \(\mathfrak{A}\) von \(\mathfrak{L}\) heißt \textit{minimale} E. A. (kurz m. E. A.), wenn jedes zweiseitige von Null verschierdene Ideal von \(\mathfrak{A}\) einen nichtleeren Durchschnitt mit \(\mathfrak{L}\) hat, und wenn keine echte Teilalgebra von \(\mathfrak{A}\) existiert, die E. A. von einem zu \(\mathfrak{L}\) isomorphen Lieschen Ring ist. Verf. beschäftigt sich in vorliegender Arbeit mit strukturtheoretischen Beziehungen zwischen \(\mathfrak{L}\) und \(\mathfrak{A}\): {\S} 1. Es seien \(\mathfrak{M}_1\) und \(\mathfrak{M}_2\) zwei Teilmoduln von \(\mathfrak{L}\). Der Modul, der aus allen Elementen \([M_1, \,M_2]\) mit \(M_1\) aus \(\mathfrak{M}_1\), \(M_2\) aus \(\mathfrak{M}_2\) besteht, werde mit \([\mathfrak{M}_1,\,\mathfrak{M}_2]\) bezeichnet. \(\mathfrak{R}\) sei das Radikal von \(\mathfrak{L}\) und \(\mathfrak{N}\) das Radikal von \(\mathfrak{A}\). \(\mathfrak{L}\) enthält einen zu \(\mathfrak{L}\) mod \(\mathfrak{R}\) isomorphen einfachen Teilring \(\mathfrak{L}^*\) mit \(\mathfrak{L}=\mathfrak{L}^*+\mathfrak{R}\) (supplementäre Summe; vgl. z. B. \textit{J. H. C. Whitehead}, Proc. Cambridge philos. Soc. 32 (1936), 229-237; F.~d.~M. 62\(_{\text{I}}\), 443). Ebenso hat \(\mathfrak{A}\) eine zu \(\mathfrak{A}\) mod \(\mathfrak{N}\) isomorphe halbeinfache Teilalgebra \(\mathfrak{A}^*\) mit \(\mathfrak{A}=\mathfrak{A}^*+\mathfrak{N}\). Satz: Bei festem \(\mathfrak{L}^*\) kann \(\mathfrak{A}^*\) so gewählt werden, daß \(\mathfrak{A}^* \supset \mathfrak{L}^*\) gilt. Setzt man \(\mathfrak{R}^*=\mathfrak{N} \frown \mathfrak{R}\) und \(\mathfrak{R}'=[\mathfrak{R}, \,\mathfrak{R}]\), so gilt \(\mathfrak{R} \supseteqq \mathfrak{R}^* \supseteqq \mathfrak{R}'\). -{\S} 2. Jede m. E. A. \(\mathfrak{A}\) eines halbeinfachen Lieschen Ringes \(\mathfrak{L}\) ist halbeinfach. Ist \(\mathfrak{A}=\mathfrak{a}_1 \bigoplus \cdots \bigoplus \mathfrak{a}_s\) die Zerlegung von \(\mathfrak{A}\) in die direkte Summe von einfachen Idealen, so ist \(\mathfrak{L}=\mathfrak{m}_1 \bigoplus \cdots \bigoplus \mathfrak{m}_s\) mit \(\mathfrak{m}_i=\mathfrak{a}_i \frown \mathfrak{L}\) \((i=1, \ldots \!,s)\) eine Zerlegung von \(L\) in eine direkte Summe von Idealen. Dabei ist \(\mathfrak{a}_i\) eine m. E. A. von \(\mathfrak{m}_i\). -- {\S} 3. Es sei \(\mathfrak{L}\) halbeinfach und \(\mathfrak{A}\) einfach. Zerlegt man \(\mathfrak{L}\) in eine direkte Summe von einfachen Idealen \(\mathfrak{L}=\mathfrak{m}_1 \bigoplus \cdots \bigoplus \mathfrak{m}_t\) und bezeichnet mit \(\mathfrak{B}_i\) die E. A. von \(\mathfrak{m}_i\) in \(\mathfrak{A}\), dann gilt: Je zwei Algebren \(\mathfrak{B}_i\) und \(\mathfrak{B}_j\) \((i \neq j)\) sind elementweise vertauschbar; es ist \(\mathfrak{B}_i \frown \mathfrak{L}=\mathfrak{m}_i\); jedes \(\mathfrak{B}_i\) ist einfach und besitzt als Einheitselement dasjenige von \(\mathfrak{A}\); ist überdies \(\mathfrak{A}\) normal einfach, so ist jedes \(\mathfrak{B}_i\) auch normal einfach, und es gilt \(\mathfrak{A}=\mathfrak{B}_1 \times \cdots \mathfrak{B}_t\) (direktes Produkt). -- {\S} 4. \(\mathfrak{A}\) sei einfach; alle halbeinfachen Lieschen Ringe mit derselben E. A. \(\mathfrak{A}\) bilden einen Halbverband hinsichtlich einer geeigneten Verknüpfungsoperation. -- Ist \(\mathfrak{A}\) einfach und m. E. A. eines einfachen Lieschen Ringes \(\mathfrak{L}\), und ist \(P\) das Zentrum von \(\mathfrak{A}\), so gilt: \(\mathfrak{L}\) über \(P\) ist einfach; \(\mathfrak{A}\) über \(P\) ist eine m. E. A. von \(\mathfrak{L}\) über \(P\). -- Zum Schluß wird für jeden normalen einfachen Lieschen Ring eine ihm charakteristische m. E. A. angegeben.
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