Finite Konstruktion geordneter algebraischer Erweiterungen von geordneten Grundkörpern. (Q2579776)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2502287
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Finite Konstruktion geordneter algebraischer Erweiterungen von geordneten Grundkörpern.
    scientific article; zbMATH DE number 2502287

      Statements

      Finite Konstruktion geordneter algebraischer Erweiterungen von geordneten Grundkörpern. (English)
      0 references
      0 references
      1941
      0 references
      Nach \textit{Artin} möge der algebraische, reell abgeschlossene Oberkörper \textbf{P} eines geordneten Grundkörpers \(k\) aufgefaßt werden als die Menge aller Wurzelsymbole \(\alpha_1^f, \,\alpha_2^f, \ldots \!, \alpha_{r_f}^f\), wobei \(f(x)\) die Polynome aus \(k[x]\) durchläuft und \(r_f\) die Anzahl der reellen Nullstellen von \(f(x)\) bezeichnet. Ist es möglich, bei Voraussetzung der Ordnungsrelationen: \(\alpha_1^f<\alpha_2^f \cdots <\alpha_{r_f}^f\) auf konstruktivem Wege 1) \(r_f\) zu ermitteln, 2) zu entscheiden, welche der drei Relationen \(=\), \(<\), \(>\) zwischen zwei Wurzelsymbolen besteht, 3) ein Wurzelsymbol, das der Summe, Differenz, dem Produkt, Quotienten zweier gegebener Wurzelsymbole gleich ist, zu finden? Verf. gelingt es, zur Lösung dieser Frage mit einer endlichen, durch die Anfangsdaten von vornherein einschränkbaren Anzahl folgender finiter Einzelschritte auszukommen: 1) Ermittlung des Nachfolgers einer natürlichen Zahl, 2) Auswahl eines Symbols aus endlich vielen gegebenen, 3) Aufstellung einer formalen Summe und eines formalen Produktes aus endlich vielen gegebenen Symbolen, ebenso eines formalen Quotienten aus gegebenem Zähler und Nenner, 4) die Hinzufügung von einem oder mehreren (endlich vielen) gegebenen Symbolen als ``Indices'' zu einem gegebenen Symbol, 5) die Aufstellung eines ``neuen'' Symbols, 6) Ausführung einer der vier rationalen Rechenoperationen in \(k\). Nicht vorausgesetzt wird dabei das archimedische Axiom sowie die Möglichkeit, auf konstruktivem Wege ein Polynom aus \(k[x]\) in seine irreduziblen Faktoren zu zerlegen, im Gegensatz zu der Arbeit von \textit{Vandiver}, ``On the ordering of real algebraic numbers by constructive methods'' (Ann. Math., Princeton, (2) 87 (1936), 7-16; F.~d.~M. 62\(_{\text{II}}\), 1151). Alle Beweise zu den Konstruktionen werden mit finiten Schlüssen erbracht, so daß eine neue, finite Grundlegung der reellen Algebra geschaffen worden ist. Das Hauptstück ist der Beweis einer Gruppe von zehn Sätzen, unter anderen des Zwischenwertsatzes, des Satzes von Rolle, des Mittelwertsatzes und des Satzes von Sturm, durch gleichzeitige vollständige Induktion nach dem Grad von \(f(x)\). Gedanklich liegt für den naiven Leser die Hauptschwierigkeit in der Unterscheidung zwischen den inhaltlich gemeinten Symbolen der finiten Algebra und den Elementen der nicht finiten Algebra. Sie muß gemacht werden, da das Analogon zu den Elementen die Klassen der untereinander in Gleichheitsrelation befindlichen Symbole sind und der Klassenbegriff sich bei Übergang zu Oberkörpern ändert.
      0 references

      Identifiers