Kategorial-logische Analyse mathematischer Grundbegriffe. (Q2580332)

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scientific article; zbMATH DE number 2500091
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    Kategorial-logische Analyse mathematischer Grundbegriffe.
    scientific article; zbMATH DE number 2500091

      Statements

      Kategorial-logische Analyse mathematischer Grundbegriffe. (English)
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      1942
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      Verf. will eine zur Philosophie der Mathematik gehörende Untersuchung im vollsten Sinn dieses Begriffs geben. Dabei versteht er unter Philosophie einer Wissenschaft die Gesamtheit aller Betrachtungen über die Grundbegriffe dieser Wissenschaft, ihre Zurückführung auf Allgemeinbegriffe oder Urbegriffe, wobei die Grundbegriffe der Wissenschaft als Elemente einer Welt, als Ganzes gedacht, dargestellt werden. In diesem Sinn ist, wie Verf. einleitend ausführt, eine volle philosophische Betrachtung der mathematischen Grundbegriffe bisher noch nicht gegeben worden: Soweit solche Untersuchungen von Philosophen ausgeführt werden, beschränken sie sich meist wegen Unkenntnis der höheren Gebiete der Mathematik nur auf eine kleine Zahl arithmetischer Begriffe und betrachten diese formal, ohne daß sie ein einheitliches Licht auf das Wesen dieser Begriffe werfen. Die im wesentlichen von Mathematikern vertretenen Richtungen der Logistik, der Axiomatik und der Mengenlehre vermögen, wie Verf. weiter auseinandersetzt, auch nicht voll zureichende philosophische Analysen zu geben. Verf. beschränkt sich in seiner Dissertation auf die Grundbegriffe der elementaren Arithmetik, stellt aber eine weitergehende Untersuchung der höheren mathematischen Begriffe in Aussicht. Als Basis seiner Untersuchungen werden Kategorien und logische Operationen benutzt. Es werden eine Reihe von Begriffen eingeführt und definiert, von denen die Begriffe der abstrakten Menge, der Mengenform und der Mengenformenlehre für seine Erklärung des Wesens der Mathematik die wichtigsten sind. Das Denken eines Dinges als eine Einheit ohne Beachtung der Eigenschaften, der Form und gegebenenfalls der materialen Substanz der Teile und der Einheit selbst, wird abstraktes Denken genannt. Die Analyse, bei der die gegebene Einheit und ihre Teile Objekte eines abstrakten Denkens sind, heißt abstrakte Analyse. Jede Menge, die Resultat einer abstrakten Analyse ist, wird abstrakte Menge genannt. Das individuelle Merkmal einer abstrakten Menge einer Gattung, das diese Menge von jeder anderen Menge derselben Gattung unterscheidet, heißt absolute Zahl oder Anzahl dieser Menge. Durch logische Operationen der Analyse und Synthese werden die Grundbegriffe der Rechnungsarten und der Zahlenklassen der elementaren Arithmetik gewonnen. Jede abstrakte Menge, die uns als ein Ausdruck durch andere allgemein gegebene Mengen gegeben ist, und die man durch Anwendung der Operationen der Analyse und Synthese auf diese Mengen erhält, wird Mengenform genannt. Die Algebra bzw. die Mathematik ist nichts anderes als Mengenformenlehre. Sie beschäftigt sich mit der Transformation qualitativ verschiedener Formen untereinander auf Grund ihrer quantitativen Gleichheit. Die Geometrie ist nicht in den Begriff Mathematik = Mengenformenlehre eingeschlossen gedacht. Die Geometrie ist nach dem Verf. das erste mit den Mengenformen unmittelbar verbundene Gebiet, in dem am leichtesten eine Anwendung der Mathematik möglich ist.
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