Einführung in die Philosophie der Mathematik. (Q2580333)

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scientific article; zbMATH DE number 2500093
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    Einführung in die Philosophie der Mathematik.
    scientific article; zbMATH DE number 2500093

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      Einführung in die Philosophie der Mathematik. (English)
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      1942
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      In diesem Buche wird zuerst die durch die Entstehung der nichteuklidischen Geometrie bewirkte Krisis der Kantschen ``reinen Anschauung'' besprochen. Danach folgen Betrachtungen über Geometrie und Erfahrung. Die beiden Auffassungen, daß die geometrischen Axiome empirischen Ursprungs sind, bzw. daß sie Konventionen sind, werden erwähnt. Danach geht Verf. zur Arithmetik über und bespricht die Inkommensurabilitätstheorie der Griechen und die Kettentheorie Dedekinds. Den wichtigsten Teil des Buches bilden aber die darauf folgenden Kapitel, in welchen die Hauptrichtungen der modernen Grundlagenforschung dargestellt werden, nämlich der Logizismus, der Intuitionismus und die Beweistheorie. Auch die Paradoxien werden sorgfältig behandelt. Er unterscheidet die logischen und die semantischen Paradoxien und bespricht die Auflösung jener mittels der Russellschen Typentheorie sowie dieser mittels der Semantik Tarskis. Ein Kapitel handelt von der psychologischen Seite der Mathematik, ihrer ``Significia'', und zum Schlusse stellt Verf. einige vergleichende Betrachtungen an zwischen den wichtigsten Auffassungen in der Philosophie der Mathematik. Um das Buch möglichst allgemein verständlich zu machen, geht Verf. nicht auf die Mengenlehre ein. Trotzdem gelingt es ihm, alle wesentlichen Fragen der Grundlagenforschung zu behandeln. Die Darstellung ist klar und objektiv. Das Buch ist sehr lesenswert. Wenn S. 207 gesagt wird, daß der Übergang von der verzweigten zur einfachen Typentheorie das Reduzibilitätsaxiom überflüssig macht, so meint Ref., daß dies illusorisch ist, weil die Förderung, daß die Typen nicht verzweigt sind, das Reduzibilitätsaxiom implizite enthält. Das Problem der nicht-prädikativen Definitionen, die einst von Poincaré so stark kritisiert wurden, wird dadurch nicht gelöst, sondern bloß ignoriert. Anders wäre die Sache, könnte man die Widerspruchsfreiheit der einfachen Typentheorie auch im Falle unendlich vieler Individuen des ursprünglichen Typs beweisen. (1. Aufl. 1940; F. d. M. 66, 23 (JFM 66.0023.*).)
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