Analytic theory of singular elliptic partial differential equations. (Q2580845)
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scientific article; zbMATH DE number 2500599
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Analytic theory of singular elliptic partial differential equations. |
scientific article; zbMATH DE number 2500599 |
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Analytic theory of singular elliptic partial differential equations. (English)
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1942
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Betrachtet wird die elliptische Differentialgleichung \[ \displaylines{\rlap{\qquad\!(1)} \hfill F(u)\equiv \textstyle \kern-3pt\sum\limits_{i,k=1}^{m}\kern-3pt A_{i,k}\dfrac{\partial ^2u}{\partial x_i\partial x_k}+\sum\limits_{i=1}^{m}B_i\dfrac{\partial u}{\partial x_i}+Cu=f\hfill} \] mit \(A_{ik}=A_{ki}\); die \(A_{ik}\), \(B_i\), \(C\) und \(f\) sind Funktionen von \((x)=(x_1,x_2,\dots,x_m)\), und zwar stetig in einem offenen Gebiet \(D\) des \(m\)-dimensionalen Euklidischen Raumes; die \(A_{ik}\) sollen partielle Differentialquotienten zweiter, die \(B_i\) erster Ordnung besitzen; \(f\subset L_2\) in \(D\), d. h. \(f\) ist meßbar und \(|\,f\,|^2\) über \(D\) integrierbar. In einem genügend kleinen ``Kreisgebiet'' \(T_\varrho \) wird in Anlehnung an \textit{J. Hadamard} (Le problème de Cauchy et les équations aux dérivées partielles linéaires hyperboliques, Paris 1932; JFM 58.0519.*) für eine Lösung von (1) eine Integralgleichung in folgender Weise angegeben: \(\varGamma ^\frac{1}{2}(x, z)\) bedeute die geodätische Entfernung der Punkte \((x)\) und \((z)\) bezüglich der quadratischen Form \(H(\gamma _1,\dots ,\gamma _m)\), die zur quadratischen Form \(A(\gamma _1,\dots ,\gamma _m)\) aus den Koeffizienten \(A_{ik}\) von (1) assoziiert ist (d. h. die Matrix \((H_{ik})\) ist zur Matrix \((A_{ik})\) invers). \(T_\varrho \) enthält dann alle Punkte \((x)\) innerhalb der Fläche \(\varGamma (x,z)-\varrho ^2=0\) mit genügend kleinem \(\varrho \). Man definiere \[ \begin{gathered} v(x,z)=\varGamma ^{\frac{1}{2}(2-m)}(x,z)+\frac{1}{\varrho ^{2m-4}}\varGamma ^{\frac{1}{2}(m-2)}(x,z)-\frac{2}{\varrho ^{m-2}}=v(z,x);\\ k(z)=(m-2)\int\frac{d\varOmega _\pi }{\sqrt{\textstyle \sum\limits_{i,k}H_{ik}(z)\pi _i\pi _k}^m},\end{gathered} \] wobei über die Oberfläche der \((m - 1)\)-dimensionalen Einheitskugel um \((z)\) zu integrieren ist; \[ K(x,z)=\frac{1}{k(z)}G\,\bigl(v(x,z)\bigr), \] wo \(G\) den zu \(F\) adjungierten Differentialoperator bedeutet; \[ f_\varrho (z)=-\int\limits_{T_\varrho }\frac{v(x,z)}{k(z)}f(x)\,dT_x. \] \(dT_x\) bedeutet das Volumenelement im \((x)\)-Raum. \textit{Theorem} 3, 1: Jede mit stetigen partiellen Ableitungen erster Ordnung versehene Lösung \(u(z)\) von (1) genügt der Integralgleichung \[ \displaylines{\rlap{\qquad\!(2)} \hfill u(z)-\textstyle \int\limits_{T_\varrho }K(x,z)\,u(x)\,dT_x=f_\varrho (z).\hfill} \] \textit{Theorem} 4, 1: \(m\)-fache Iteration von (2) führt zu \[ \displaylines{\rlap{\qquad\!(3)} \hfill u(z)-\textstyle \int\limits_{T_\varrho }K_m(x,z)\,u(x)\,dT_x=f_{\varrho m}(z),\hfill} \] worin \(K_m(x, z)\) dem Betrage nach beschränkt und bezüglich \((x)\) über \(T_{\varrho }\) integrierbar ist. \(D_{n}\) sei ein Teilgebiet aus \(D\), \(S_n\) seine Oberfläche. \(S_{n}\) sei regulär im Sinne von \textit{Giraud} (J. Math. pur. appl. (9) 18 (1939); 111-143; F. d. M. 65, 1277 (JFM 65.1277.*)). Das Problem \[ \displaylines{\rlap{\qquad\!(4)} \hfill F(u)+\lambda u=f\;\;(\text{in}\;D_n),\;\;\frac{\partial u}{\partial \nu }+a_n(x)u=0\;\;(\text{auf}\;S_n)\hfill} \] \(\biggl(\dfrac{\partial }{\partial \nu }=\) Normalableitung\(\biggr)\) mit stetigem \(a_n(x)\) habe die Eigenwerte \(\lambda _{ni}\) und die Eigenfunktionen \(u_{ni(x)}\). Das adjungierte Problem \[ \displaylines{\rlap{\qquad\!(5)} \hfill G(v)+\varrho v=g\;\;(\text{in}\;D_n),\;\;\frac{\partial v}{\partial \nu }+b_n(x)\,v=0\;\;(\text{auf}\;S_n)\hfill} \] mit \[ b_n=a_n-L_n\;\;\text{und}\;\;L_n=\textstyle \sum\limits_{i}\pi _i(n)\,B_i-\sum\limits_{i,k}\pi _i(n)\dfrac{\partial A_{ik}}{\partial x_k}, \] wo die \(\pi _i\) \((n)\) die Richtungscosinus der Normalen auf \(S_{n}\) bedeuten, besitze die Eigenwerte \(\varrho _{in}\) und die Eigenfunktionen \(v_{in}\). \textit{Theorem} 5, 1: Die Eigenwerte der homogenen Probleme zu (4) und (5) sind identisch; es gelten die Orthogonalitätsrelationen \[ \textstyle \int\limits_{D_n}u_{ni}(x)\,v_{nk}(x)\,dT_x=0\;\;(\lambda _{ni}\neq \lambda _{nk}); \] ist \(F\) selbstadjungiert, so sind Eigenwerte und Eigenfunktionen reell. Weiterhin wird \(F\) als selbstadjungiert vorausgesetzt. Ein Randwertproblem der inhomogenen Gleichung (4) in \(D\) wird durch eine Folge approximierender Randwertprobleme in \(D_{n}\) definiert. Für nichtreelle Werte von \(\lambda \) gelingt so der Nachweis der Existenz einer Lösung. Zu jeder Folge approximierender Randwertprobleme wird ein (reelles) Spektrum \(\theta \) definiert, ferner der Begriff der Abgeschlossenheit von \(F\) bezüglich \(\theta \). Ist \(F\) in bezug auf \(\theta \) abgeschlossen und \(D\) beschränkt, so existiert eine verallgemeinerte Fourierentwicklung, mit deren Hilfe sich die Lösung des inhomogenen Problems darstellen läßt. Einige weitere Entwicklungssätze schließen sich an. Endlich wird in Anlehnung an \textit{T. Carleman} (Sur les équations intégrales singulières à noyau réel et symétrique, Uppsala, 1923, F. d. M. 49, 272 (JFM 49.0272.*)) ein lösender Kern in Form eines Operators definiert und ein Studium von Eindeutigkeitsfragen angeschlossen.
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