Einheitliche Begründung der Vollständigkeitssätze für die Poincaréschen Reihen von reeller Dimension bei beliebigen Grenzkreisgruppen von erster Art. (Q2582012)
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scientific article; zbMATH DE number 2502781
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Einheitliche Begründung der Vollständigkeitssätze für die Poincaréschen Reihen von reeller Dimension bei beliebigen Grenzkreisgruppen von erster Art. |
scientific article; zbMATH DE number 2502781 |
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Einheitliche Begründung der Vollständigkeitssätze für die Poincaréschen Reihen von reeller Dimension bei beliebigen Grenzkreisgruppen von erster Art. (English)
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1941
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Durch eine neuartige Definition der ortsuniformisierenden Variablen \(t\) für einen Nichtfixpunkt \(\tau_0\) der oberen Halbebene, nämlich \(t= (\tau - \tau_0) (\tau -\overline{\tau}_0)^{-1}\), und durch Entwicklung von \((\tau - \overline{\tau}_0)^rf(\tau)\) nach \(t\), statt die automorphe Form \(f(t)\) der Dimension \(-r\) selbst zu entwickeln, erhält Verf. in den Poincaréreihen \[ \begin{multlined} \varPhi_{-r}(\tau, v, \tau_0, \varGamma, m)\\ ={\sum\limits_{M\in\varGamma}}(M\tau - \tau_0)^m (M\tau - \overline{\tau}_0)^{-m}(v(M))^{-1}(m_1\tau + m_2)^{-r} (M\tau - \overline{\tau}_0)^{-r}\;(m\text{\;ganz}) \end{multlined} \] einen neuen Typ von ganzen Spitzenformen der Gruppe \(\varGamma\) zum Multiplikatorsystem \(v\). Die in früheren Arbeiten notwendige Voraussetzung der Existenz parabolischer Substitutionen in \(\varGamma\) kann daher fallen gelassen werden. Die Reihen \(\varPhi_{-r}\) treten neben die dort durch Entwicklung nach dem parabolischen Fixpunkt \(\infty\) gewon\-nenen Poincaréreihen \[ \begin{multlined} G_{-r}(\tau,v,A,\varGamma, \nu)\\ ={\sum\limits_{M\in\mathfrak S(A,\varGamma)}}\exp \left(2\pi i(\nu+\varkappa)\dfrac{M\tau}{N}\right)(v (M))^{-1} (m_1\tau + m_2)^{-r}\;(\nu + \varkappa>0, \nu\text{\;ganz}), \end{multlined} \] die zuerst vom Verf. in Math. Ann., Berlin, 103 (1930), 369-436 (F. d. M. \(56_{\text{I}}\), 330) aufgestellt worden sind. Als dritter Typ tritt daneben die Poincaréreihe zu den hyperbolischen Fixpunktepaaren \[ \begin{multlined} \varXi_{-r}(\tau,v,\mathbf A,\varGamma,\nu)\\ ={\sum\limits_{M\in\mathfrak S(\mathbf A,\varGamma)}} (M\tau)^{\pi i\frac{\gamma+\varkappa}{\log\mu'}}(v(M))^{-1} (m_1\tau+m_2)^{-\frac r2}(m_1'\tau+m_2')^{-\frac r2}\;(\nu\text{\;ganz}) \end{multlined} \] (vgl. Math. Z. 44 (1938), 127-155; F. d. M. \(64_{\text{II}}\), 1076). Die drei Reihen können aus einem einheitlichen Erzeugungsprinzip gewonnen werden. Der systematische Aufbau der Theorie mit Hilfe der Metrisierung, der für die \(G\)-Reihen, also für Gruppen mit parabolischen Substitutionen, vom Verf. kürzlich ausführlich angegeben worden ist (Math. Ann., Berlin 117 (1940), 453-537; F. d. M. 66, 375), läßt sich jetzt durch eine geeignete Normierung für alle drei Typen mit einem Schlag durchführen. Das liegt daran, daß die Typen ebenfalls in ihren metri\-schen Eigenschaften einander analog gebaut sind. Dies wird ersichtlich bei der Aufstellung der Skalarprodukte einer ganzen Spitzenform mit einer \(\varXi\)-Reihe bzw. mit einer \(\varPhi\)-Reihe. Versteht man jetzt unter \(g (\tau,\mathbf A, \nu)\), nach geeigneter Erklärung von \(\mathbf A\) in den drei Fällen, einen der mit einem angegebenen elementaren Faktor ver\-sehenen Reihentypen, so gilt die Grundformel der Metrisierung \[ (\varphi(\tau),g(\tau,\mathbf A,\nu);\,\varGamma)=b_\nu(\mathbf A,\varphi). \] Daraus folgt wie in der letztgenannten Arbeit der Satz: \(g(\tau,\mathbf A,\nu)\) steht genau auf allen ganzen Spitzenformen \(\varphi(\tau)\) senkrecht, für die der Entwicklungskoeffizient \(b_\nu(\mathbf A,\varphi)\) verschwindet; \(g(\tau,\mathbf A,\nu)\) verschwindet dann und nur dann identisch, wenn dieser Koeffizient für alle ganzen Spitzenformen zu \(\varGamma\), \(- r\), \(v\) verschwindet. Sie ist durch die Orthogonalitätsbedingung bis auf einen konstanten Faktor eindeutig bestimmt. Ebenso gilt der Hauptsatz über die linearen Relationen: \({\sum\limits_{j=1}^{\lambda}}\xi_ig(\tau,\mathbf A_j,n_j)=0\) gilt dann und nur dann, wenn zwischen den Zahlvektoren \[ \mathfrak b_{n_j}(\mathbf A_j,\mathfrak q)=\{b_{n_j}(\mathbf A_j,\varphi_1),\dots, b_{n_j}(\mathbf A_j,\varphi_\mu)\} \] die lineare Relation \({\sum\limits_{j=1}^{\lambda}}\overline{\xi}_j \mathfrak b_{n_j}(\mathbf A_j,\mathfrak q) = 0\) besteht. Es folgt wie a. a. O. der Voll\-ständigkeitssatz, der mit Hilfe der ``Lückenzahlen'' angibt, wann \(\mu\) vorgegebene \(g\)-Reihen eine Basis der Schar der ganzen Spitzenformen bilden.
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