Separation spaces. (Q2584339)
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scientific article; zbMATH DE number 2504119
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | Separation spaces. |
scientific article; zbMATH DE number 2504119 |
Statements
Separation spaces. (English)
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1941
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Eine Menge \(S\) heißt ein \textit{Trennungsraum} (oder \(s\)-\textit{Raum}), wenn eine die fünf folgenden Axiome erfüllende Beziehung \(X\,|\,Y\) (\(X\) \textit{ist von} \(Y\) \textit{getrennt}) zwischen gewissen Paaren von Untermengen \(X\), \(Y\) von \(S\) erkläit ist: \ I. Die leere Menge ist von jeder Menge \(X\) getrennt: \(0\,|\,X\). \ II. Aus \(X\,|\,Y\) folgt \(Y\,|\,X\). \ III. Aus \(X\,|\,Y\) folgt \(X \cdot Y = 0\). \ IV. Aus \(X\,|\, Y\) und \(X_1\subset X\) folgt \(X_1\,|\,Y\). \ V. Aus \(X_1\,|\,Y\) und \(X_2\,|\,Y\) folgt \((X_1+X_2)\,|\,Y\). Für jede Menge \(X\) in einem \(s\)-Raum bezeichnet \(kX\) die Menge aller nicht von \(X\) getrennten Punkte; \(hX\) ist der Durchschnitt aller Mengen \(Y\), für welche \(Y = kY \supset X\) gilt. Dann kann man in einem \(s\)-Raum eine \(k\)-\textit{Topologie} und eine \(h\)-\textit{Topolpgie} einführen, indem man \(kX\) bzw. \(hX\) als die abgeschlossene Hülle einer Menge \(X\) nimmt. -- Erfüllt ein \(s\)-Raum noch die beiden folgenden Axiome, so wird er \(s\)-\textit{Raum} genannt: \ VI. Ist \(x\,|\,X\) für einen Punkt \(x\) und eine Menge \(X\), so ist auch \(x\,|\,kX\). \ VII. Je zwei verschiedene Punkte trennen einander. Verf. beweist, daß in einem \(s_k\)-Raum \(kX = hX\) ist und daß die \(k\)-Topologie einen \(T_1\)-\textit{Raum} (vgl. \textit{Alexandroff-Hopf}, Topologie I (Berlin, 1936; JFM 61.0602.*), S. 59) definiert. Aber die Beziehung \(X\,|\,Y\) ist nicht notwendigerweise gleichbedeutend mit der Lennes-Hausdorffschen Trennungsbedingung: \(X\cdot kY + Y\cdot kX = 0\). Deshalb sagt Verf., daß ein \(s_k\)-Raum ein \(s_t\)-\textit{Raum} ist, wenn das folgende Axiom gilt: \ VIII. Wenn \(x\,|\,Y\) für jeden Punkt \(x\in X\) gilt, und wenn \(y\,|\,X\) für jeden Punkt \(y\in Y\) gilt, so ist \(X\,|\,Y\). In einem solchen Raume ist \(X\,|\,Y\) äquivalent mit \(X\cdot kY + Y\cdot kX = 0\) (vgl. \textit{P. Szymanski}, Mathematica, Timişoara, 17 (1941), 65-84; F. d. M. 67, 160 (JFM 67.0160.*)). Eine Menge \(X\) heißt \(s\)-\textit{zusammenhängend}, wenn keine Zerlegung \(X=Y+Z\) mit \(Y\,|\,Z\), \(Y\neq 0\neq Z\) möglich ist. Es wird gezeigt, daß man die Zusammenhangs\-theorie selbst in den \(s\)-Räumen entwickeln kann. -- Es seien \(A\), \(B\) zwei \(s\)-Rämne. Eine eindeutige Abbildung \(T (A) = B\) wird \(s\)-\textit{stetig} genannt, wenn für jedes Mengenpaar \(X\), \(Y\) von \(B\) die Beziehungen \(X\,|\,Y\) und \(T^{-1}(X)\,|\,T^{-1}(Y)\) äquivalent sind. Diese Definition wird durch den folgenden Satz gerechtfertigt: Wenn \(A\), \(B\) zwei kompakte metrische Räume sind, und wenn ferner die Trennungsbeziehung durch die Lennes-Hausdorffsche Bedingung erklärt ist, so ist die Abbildung \(T (A) = B\) dann und nur dann stetig, wenn sie \(s\)-stetig ist. Weiter gibt Verf. eine schöne Verallgemeinerung des bekannten Satzes von \textit{S. Eilenberg} (Fundam. Math., Warszawa, 22 (1934), 292-296; JFM 60.1226.*) und \textit{G. T. Whyburn} (Amer. J. Math. 56 (1934), 294-302; JFM 60.0509.*) über die Faktorzerlegung der stetigen Abbildungen: Sind \(A\), \(B\) zwei \(s\)-Räume und \(T (A) = B\) eine \(s\)-stetige Abbildung, so gibt es einen \(s\)-Raum \(A'\) und zwei \(s\)-stetige Abbildungen \(T_1(A) = A'\), \(T_2(A') = B\) derart, daß die drei Bedingungen erfüllt sind: (1) \(T= T_2T_1\). (2) Für jeden Punkt \(a'\in A'\) ist \(T^{-1}(a')\) \(s\)-zusammenhängend. (3) Für jeden Punkt \(b\in B\) enthält \(T_2^{-1}(b)\) keine mehrpunktige \(s\)-zusammenhängende Menge.
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