Über die Stabilität einer Laminarströmung in einem geraden Rohr mit kreisförmigem Querschnitt. (Q2584718)
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scientific article; zbMATH DE number 2504445
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Über die Stabilität einer Laminarströmung in einem geraden Rohr mit kreisförmigem Querschnitt. |
scientific article; zbMATH DE number 2504445 |
Statements
Über die Stabilität einer Laminarströmung in einem geraden Rohr mit kreisförmigem Querschnitt. (English)
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1941
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Die für die Praxis bedeutungsvolle Frage nach dem Umschlag von laminarer zu turbulenter Strömung in der Grenzschicht an umströmten Körpern ist mit Hilfe der Methode der kleinen Störungen einer gewissen Klärung zugeführt worden. Den entscheidenden Fortschritt nach anfänglichen Mißerfolgen dieser Theorie verdankt man den in den beiden letzten Dezennien entstandenen Arbeiten von L. Prandtl und seiner Schule. Das im wesentlichen von W. Tollmien entwickelte und von H. Schlichting fortgeführte Verfahren der Stabilitätsuntersuchung laminarer Grenzschichten gegenüber zweidimensionalen Störungen erzielte seine Erfolge durch richtige Berücksichtigung der Reibung und andererseits der Krümmung des Geschwindigkeitsprofils. Im Rahmen dieser Untersuchungen behandelt Verf. die Laminarströmung in einem geraden Rohr von kreisförmigem Querschnitt, bei der die Hauptströmung parallel zur Rohrachse verläuft. Er stellt zunächst die Differentialgleichung des achsensymmetrischen Störungsproblems (unter ausführlicher Begründung der gemachten Vernachlässigungen in einem besonderen Anhang) in voller Allgemeinheit auf. Für die Untersuchung der Lösungen ist die Einführung der Veränderlichen \(\varrho=1-r^2/r_c^2\) an Stelle des Achsenabstandes \(r\) nützlich. Dabei ist \(r_c\) der kritische Achsenabstand, in welchem die Phasengeschwindigkeit \(c\) der Störungswellen gerade mit der Hauptströmungsgeschwindigkeit \(U(r)\) übereinstimmt. Die Betrachtungen lassen sich dann in enger Anlehnung an die Ergebnisse von Tollmien und Schlichting durchführen. Während Verf. als Anwendung des entwickelten Rechenverfahrens die Stabilitätsuntersuchung der stationären Rohreinlaufströmung und der instationären Rohranlaufströmung in einer späteren Arbeit ankündigt, gelingt ihm in der vorliegenden Arbeit in überraschend einfacher Weise der Beweis für die Stabilität der Hagen-Poiseuille-Strömung im Rohr: Die Größe \(\varrho\) übernimmt beim achsensymmetrischen Problem die Rolle, die der Wandabstand \(y\) (genauer: \(y-y(U= c))\) beim ebenen Problem innehat. Es läßt sich damit der Stabilitätsbeweis für das Hagen-Poiseuille-Profil \((d^2U/d\varrho^2\equiv 0)\) zurückführen auf den Satz von der Stabilität des linearen Geschwindigkeitsprofils \((d^2U/dy^2\equiv 0)\).
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