Phasenfokussierung höherer Ordnung durch ein Zwei-Linsensystem. I, II. (Q2584985)
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scientific article; zbMATH DE number 2504652
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Phasenfokussierung höherer Ordnung durch ein Zwei-Linsensystem. I, II. |
scientific article; zbMATH DE number 2504652 |
Statements
Phasenfokussierung höherer Ordnung durch ein Zwei-Linsensystem. I, II. (English)
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1941
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\textbf{I.} Die von der Kathode ausgegangenen, durch das Anodenpotential \(U_0\) auf die Geschwindigkeit \(v_0\) gebrachten Elektronen gehen durch zwei hintereinander in endlichem Abstande \(s_0\) stehende Gitterpaare (Linsen) \(M_1\) und \(M_2\) an die sinusförmige Wechselspannungen (Steuerspannungen) \(\tilde u_1\) \(\sin\omega\tau_1\) bzw. \(\tilde u_2\) \(\sin(\omega\tau_2+\varphi)\) gelegt sind, wo \(\tau_1\) bzw. \(\tau_2\) die Zeitpunkte sind, zu denen ein Elektron die Linsen \(M\) bzw. \(M_2\) verläßt. Die Verf. bestimmen nun 1) die Geschwindigkeit \(\bar v_2=\bar v_2(\tau_2)\), die die Elektronen \textit{vor} Eintritt in die Linse \(M_2\) haben müssen, damit sie, die die Linse \(M_2\) also \textit{nacheinander} durchsetzen, \textit{gleichzeitig} durch einen im Abstande \(f\) hinter \(M_2\) liegenden Punkt \(F\) (Fokus) hindurchgehen. Sie berechnen 2) die Geschwindigkeit \(v_1=v_1(\tau_1)\), die die Elektronen nach dem Durchgang durch die Linse \(M_1\) besitzen, also im ``Laufraum'' \(s_0\) haben, sowie die Beziehung \(\tau_2 = \tau_2 (\tau_1)\), durch die die Zeiten \(\tau_1\) und \(\tau_2\), zu denen \textit{gleiche} Elektronen die Linsen \(M_1\) und \(M_2\) durchlaufen, miteinander verknüpft sind. Kann man nun die Funktionen \(v_1(\tau_1)=v_1(\tau_1(\tau_2))\) und \(\bar v_2(\tau_2)\) so bestimmen, daß sie sich in einem Punkte \(\tau_2\) in der Ordnung \(n\) berühren, so erhält man hinter \(M_2\) einen ``Fokus \(n\)-ter Ordnung'' \(F_n\). Um hinter \(M_2\) einen \(F_3\) zu erhalten, müssen also die Funktionen \(v_1(\tau_1(\tau_2))\) und \(\bar v_2(\tau_2)\) sowohl in ihrem Werte als auch in ihren drei ersten Ableitungen für einen Wert \(\tau_2\) übereinstimmen. Die Verf. zeigen dann weiter, daß zwei Ungleichungen erfüllt sein müssen, daß nämlich die zweite Ableitung von \(v_1^2\) größer als das \((-\omega^2)\)-fache von \(v_1^2\) selbst und die dritte Ableitung von \(v_1^2\) größer als das \((-\omega^2)\)-fache der ersten Ableitung von \(v_1^2\) sein muß, damit ein Fokus dritter Ordnung vorhanden ist. Sie zeigen weiter, wie sich dann \(f\), \(t_F\), \(\varphi\) sowie die Steuerspannung \(\tilde u_2\) aus den anderen Größen bestimmen. Die Verf. gehen noch näher auf die Spezialfälle \(\omega\tau_1=\pm\dfrac{\pi}2\) und \(\omega\tau_1=0\) bzw. \(\pi\) ein. \textbf{II.} Im Anschluß an die Untersuchungen des Teils I wird in dem Teil II zunächst die Phasenfokussierung zweiter Ordnung durch ein Einlinsensystem behandelt, indem dieses als Sonderfall des im Teil I untersuchten Zweilinsensystems aufgefaßt wird, bei dem die ``Aussteuerung'' der ersten Linse, d. h. das Verhältnis der Wechselspannungsamplitude dieser Linse zur Beschleunigungsgleichspannung der auf die Linse treffenden Elektronen, gleich Null gesetzt wurde: Anschließend wird gezeigt, daß sich bei dem Zweilinsensystem bei kleinen Steuerfrequenzen beliebig kleine Fokusabstände erzielen lassen, ohne daß -- wie. bei dem Einlinsensystem -- die Aussteuerungen nahe bei 1 liegen müssen. Es ist hier nur notwendig, daß die Summe der beiden Aussteuerungen annähernd gleich 1 ist. Entsprechend gestattet das Zweilinsensystem bei hohen Steuerfrequenzen beliebig große Fokusabstände; ohne daß -- wie bei dem Einlinsensystem -- die Aussteuerungen sehr klein gewählt werden müssen. Es genügt hier, daß beide Aussteuerungen annähernd einander gleich, sonst aber beliebig groß sind, zwischen ihnen aber ein Phasenunterschied von \(180^\circ\) besteht. -- Die Formeln für den jeweiligen Fokusabstand und den Phasenwinkel zwischen den beiden Steuerspannungen werden angegeben.
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