The paradox of Kleene and Rosser. (Q2585205)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: The paradox of Kleene and Rosser. |
scientific article; zbMATH DE number 2504854
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | The paradox of Kleene and Rosser. |
scientific article; zbMATH DE number 2504854 |
Statements
The paradox of Kleene and Rosser. (English)
0 references
1941
0 references
Verf. fängt mit der Bemerkung an, daß der Satz von Kleene und Rosser, daß gewisse logische Systeme, wie das von Church 1932-1933 aufgestellte und das \(\mathfrak L\)-System von Curry, widerspruchsvoll sind, in Wirklichkeit eine größere Tragweite hat. Der Satz gilt nämlich für jedes System, das zugleich kombinatorisch und deduktiv vollständig ist. Dabei bedeutet kombinatorische Vollständigkeit, daß jeder Ausdruck des Systems, in dem eine Variable \(x\) auftritt, eine Funktion von \(x\) im System darstellt, und deduktive Vollständigkeit bedeutet, daß, wenn eine Aussage \(B\) unter der Voraussetzung von \(A\) ableitbar ist, im System eine dritte Aussage \(A\supset B\) beweisbar ist, die diese Ableitbarkeit zum Ausdruck bringt. Verf. beweist diese Behauptung dadurch, daß er die Herleitbarkeit der Richardschen Antinomie in jedem solchen System nachweist. Die Idee des Beweises ist: Wenn eine Funktion in einem kombinatorisch und deduktiv vollständigen System eine numerische Funktion ist, so wird diese Tatsache durch einen im System formulierbaren Satz ausgedrückt. Mit Hilfe der möglichen Abzählung aller beweisbaren Sätze werden dann die numerischen Funktionen als eine Folge \(\varPhi_y(x)\) dargestellt, und wegen der kombinatorischen Vollständigkeit existiert im System die Funktion \[ f(x)=\varPhi_x(x)+1, \] woraus in üblicher Weise die Richardsche Antinomie folgt. Die wirkliche Ausführung der erklärten Idee geschieht in den Teilen II, III, IV der Arbeit, und zwar auf Grund der drei Hauptsätze: 1) Das System enthält die ganze rekursive Arithmetik. 2) Es enthält eine Formalisierung der Gödelschen Numerierung. 3) Im System kommt eine Abzählung aller richtigen Aussagen vor. In Teil V wird dann das Richardsche Paradoxon hergeleitet. Verf. bemerkt in einer Fußnote, daß er nach dem Abschluß dieser Arbeit ein auf die Russellsche Antinomie gegründetes einfacheres Verfahren gefunden hat, die Inkonsistenz der zugleich kombinatorisch, und deduktiv vollständigen Systeme zu beweisen.
0 references