Copeland's definition of a Stieltjes integral. (Q2586401)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Copeland's definition of a Stieltjes integral. |
scientific article; zbMATH DE number 2506043
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Copeland's definition of a Stieltjes integral. |
scientific article; zbMATH DE number 2506043 |
Statements
Copeland's definition of a Stieltjes integral. (English)
0 references
1940
0 references
Verf. knüpft an die \textit{Copeland}sche Definition eines Stieltjesschen Integrales \(\int\limits_\alpha^\beta f dg\) an (Bull. Amer. math. Soc. 43 (1937), 581-588; F. d. M. \(63_{\text I}\), 186), welche das Integral durch ``Cesàrosche Mittel'' erklärt \[ \int\limits_\alpha^\beta f dg =\lim_{n\to\infty} \frac{f(x_1)+\cdots+f(x_n)}{n}, \tag{1} \] wobei die endlichen Folgen \(\{x_k\}\) (\(k=1, 2,\ldots, n\); \(n = 1,2, 3,\ldots\)) mittels der gegebenen Funktion \(g\) in bestimmter Weise gebildet werden. Das Integral existiert sicher, wenn \(g\) von beschränkter Schwankung ist und \(f\) nur Unstetigkeiten erster Art besitzt; wenn \(f\) stetig ist, liefert diese Definition dasselbe wie das (dann auch vorhandene) Riemann-Stieltjessche Integral. In vorliegender Arbeit wird Copelands Definition dadurch modifiziert, daß die Folgen \(\{x_k\}\), die der Mittelbildung zugrunde liegen, in vereinfachter Weise aus der Funktion \(g\) gebildet werden, wobei die \(x_k\) gleich der Größe nach geordnet sind. Aus jedem Intervall \(x_{k-1}\leqq x\leqq x_k\) wird dann ein Punkt \(\xi_k\) beliebig herausgegriffen und mit diesen \(\{\xi_k\}\) entsprechend (1) definiert: \[ \int\limits_\alpha^\beta f dg =\lim_{n\to\infty} \frac{f(\xi_1)+\cdots+f(\xi_n)}{n}. \tag{2} \] Während bei Copeland der Wert des Integrales offensichtlich nur von den Werten der Funktion \(f\) an den abzählbar vielen Stellen \(\{x_k\}\) (\(k = 1,2,\ldots, n\); \(n=1, 2, 3,\ldots\)) abhängt, was für die Funktion \(f\) eine unerwünschte Freiheit bedeutet, ist diesem Nachteil in (2) durch den Spielraum in der Wahl der \(\xi_k\) abgeholfen. In den Theoremen I-III werden die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für die Existenz dieses Integrales scharf formuliert und die Beziehungen zum Riemann-Stieltjesschen Integral sowie zum Lebesgue-Stieltiesschen Integral aufgezeigt.
0 references