Zur Cesàro-Pickschen Geometrie. (Q2586965)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Zur Cesàro-Pickschen Geometrie. |
scientific article; zbMATH DE number 2506560
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Zur Cesàro-Pickschen Geometrie. |
scientific article; zbMATH DE number 2506560 |
Statements
Zur Cesàro-Pickschen Geometrie. (English)
0 references
1940
0 references
Wie \textit{Pick} zuerst bemerkt hat, gehört zu jeder \(r\)-gliedrigen Gruppe von Punkttransformationen der Ebene, welche die Elemente \((r 2)\)-ter Ordnung transitiv transformiert, eine natürliche Geometrie im Sinne von \textit{Cesàro}. Verf. hat den betreffenden Formeln längst (C. R. Acad. Sci., Paris, 180 (1925), 486-488; F. d. M. 51, 318 (JFM 51.0318.*)) eine sehr elegante Gestalt gegeben, in der nur zwei infinitesimale Transformationen \(X_{\text{I}}f\) und \(X_{\text{II}}f\) der Gruppe auftreten, aus denen durch fortgesetzte Klammeroperationen \(r\) unabhängige erhalten werden. Dieses alte Ergebnis vervollständigt er jetzt, indem er zeigt, daß man, um \(r\) solche Transformationen der Gruppe zu erhalten, nur immer von neuem mit \(X_{\text{I}}f\) zu kombinieren braucht. Er nennt daher \(X_{\text{I}}f\) die aktive oder männliche Stammtransformation, \(X_{\text{II}}f\) die passive oder weibliche. Da bloß der Fall \(r > 2\) in Betracht kommt, hat Verf. 22 Gruppentypen zu betrachten, die der Reihe nach behandelt werden, und er gelangt auf diese Weise zu dem behaupteten Ergebnis. Dabei kann man sich \(X_{\text{I}}f\) auf die Form \(p\) gebracht denken und findet dann alle infinitesimalen Transformationen der Gruppe aus \(X_{\text{I}}f\) und \(X_{\text{II}}f\) durch Differentiation der zweiten nach \(x\). Besonders bemerkenswert ist die Form, die die allgemeine projektive Gruppe der Ebene erhält; man darf sich freilich nicht wundern, daß \(X_{\text{II}}f\) ein sehr langer Ausdruck wird. Es ergibt sich übrigens dabei eine neue Klassifikation der hier betrachteten Gruppen. Zunächst sind zwei Hauptklassen zu unterscheiden, je nachdem \(p\) kein Baustein der passiven Transformation \(X_{\text{II}}f\) ist, oder ein solcher. Im ersten Falle hat \(X_{\text{II}}f\) entweder nur einen Baustein, oder zwei, oder drei, oder, bei der allgemeinen projektiven Gruppe, deren sieben. Im zweiten Falle hat \(X_{\text{II}}f\) höchstens vier Bausteine. Es gibt in der Ebene nur eine Gattung von \(r\)-gliedrigen transitiven Gruppen, bei denen die Elemente \((r - 2)\)-ter Ordnung intransitiv transformiert werden, es sind das die Gruppen, bei denen die Ableitung \(y^{(r-2)}\) invariant bleibt \((r\geqq 3)\). Verf. zeigt, daß es bei keiner dieser Gruppen möglich ist, \(r\) unabhängige infinitesimale Transformationen aus einer aktiven und einer passiven durch Klammeroperation zu gewinnen.
0 references