Teilweise geordnete Algebra. (Q2587283)

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scientific article; zbMATH DE number 2506835
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    Teilweise geordnete Algebra.
    scientific article; zbMATH DE number 2506835

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      Teilweise geordnete Algebra. (English)
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      1940
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      In einem teilweise geordneten Modul \(\mathfrak M\) (zur Definition vgl. \textit{H. Freudenthal}, Proc. Akad. Wet. Amsterdam 39 (1936), 641-651; F. d. M. \(62_{\text{I}}\), 91) heißen zwei Elemente \(x\), \(y\) zueinander orthogonal, wenn \(| x | \frown | y | = 0\). Sind \(x\), \(p\) in \(\mathfrak M\), so läßt sich \(x = h + k\) setzen, \(k\) zu \(p\) orthogonal, \(h\) zu jedem zu \(p\) orthogonalen Element orthogonal. Setzt man \(h = [p] x\), so ist \([p]\) ein Projektor. Für diese Projektoren werden eine Reihe von Sätzen angegeben, die Resultaten im Hilbertschen Raum entsprechen, u. a. gilt für jedes \(a, p\) in \(\mathfrak M\) die Spektralzerlegung \([p] a = \int\limits_{-\infty}^\infty \lambda de_\lambda \); die Zerlegung \(e_\lambda \) von \(p\) ist dabei eindeutig, und es ist \[ e_\lambda = [(\lambda p_+ - [ p_+ ] a)_+ + (\lambda p_- + [p_-]a)_+]p. \] Ein linearer Operator \(T\) mit dem in \(\mathfrak M\) überall dichten Definitionsbereich \(\mathfrak D\) heißt ein Dilatator, wenn \(T\) mit jedem Projektor \(P\) vertauschbar und abgeschlossen ist. Es wird ferner vorausgesetzt, daß \(\mathfrak M\) ein vollständiges Element \(p\) enthält, d. h. eines, für das \([p]\) gleich dem identischen Operator ist. Für dieses \(p\) bilde man \[ Tp = a = Ia = [p] a = \int\limits_{-\infty}^\infty \lambda de_\lambda . \] Setzt man \([e_\lambda ] = P_\lambda \), so bilden die \(P_\lambda \) eine Zerlegung der Identität, und es gilt für jeden Dilatator \(T\) die Spektralzerlegung \(T = \int\limits_{-\infty}^\infty \lambda dP_\lambda \). Die Dilatatoren bilden einen Abelschen Ring. -- Es werden dann teilweise geordnete Ringe \(\mathfrak R\) betrachtet, das sind teilweise geordnete Moduln, in denen eine Multiplikation mit einem vollständigen Einheitselement erklärt ist. Die Kommutativität der Multiplikation kann gefolgert werden, \(\mathfrak R\) ist dem Ring seiner überall erklärten Dilatatoren isomorph. Führt man mit \(x, y\) aus \(\mathfrak R\) die Elemente \(x + iy\) ein, so erhält man komplexe Ringe. Auch in diesen kann man Dilatatoren einführen und für sie eine Spektraldarstellung herleiten, die der Spektraltheorie der normalen Operatoren im Hilbertschen Raum entspricht. Diese vom Verf. ohne Beweise skizzierte Theorie soll auch die Begründung der Spektraltheorie von \textit{S. W. P. Steen} (Proc. London math. Soc. (2) 41 (1936), 361-392; F. d. M. \(62_{\text{I}}\), 450) umfassen.
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