On the theory of spectra. (Q2587286)
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scientific article; zbMATH DE number 2506838
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | On the theory of spectra. |
scientific article; zbMATH DE number 2506838 |
Statements
On the theory of spectra. (English)
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1940
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Es wird eine weitere axiomatische Begründung der Spektraltheorie gegeben (vgl. u. a. \textit{S. Steen}, Proc. London math. Soc. 41 (1936), 361-392; F. d. M. \(62_{\text{I}}\), 450; \textit{M. H. Stone}, Proc. nat. Acad. Sci. USA 26 (1940), 280-283; F. d. M. 66). Als ``pythagoreischer Ring'' wird ein kommutativer, assoziativer Ring \(\mathfrak R\) mit Einheitselement \(I\) und den reellen Zahlen als Koeffizientenbereich bezeichnet mit folgenden Eigenschaften: Aus \(X \in \mathfrak A\), \(X^2 = 0\) folgt \(X = 0\); ein \(X \neq 0\) der Form \(X = Y^2\) heißt positiv, \(X > 0\); ist \(X^2 \neq 0\) oder \(Y^2 \neq 0\), so gibt es ein \(Z\) mit \(X^2 + Y^2 = Z^2\); durch \(X > Y\) (d. h. \(X - Y > 0\)) ist \(\mathfrak R\) teilweise geordnet, es existiert stets \(\sup (X, 0) = X^+\); sei \(\sup (-X, 0) = X^-\), \(| X | = X^+ + X^-\); es ist stets \(X^+ \cdot X^- = 0\); eine monoton wachsende, nach oben beschränkte Folge \(X_n\) besitzt ein \(\sup X_n\); ist \(A > 0\), \(X_i \geqq 0\), \(X_{i+1} \geqq X_i\) und existiert \(\sup X_i\), so ist \(A \cdot \sup X = \sup (A \cdot X_i)\). Es wird nicht wie bei Stone a. a. O. verlangt, daß zu jedem \(X\) reelle Zahlen \(\alpha\), \(\beta \geqq 0\) mit \(-\alpha I \leqq X \leqq \beta I\) existieren, also nicht ein der Beschränktheit der Operatoren entsprechendes Axiom. In jedem pythagoreischen Ring besitzt nun jedes \(X\) eine Spektral-Zerlegung \(X = \int\limits_{-\infty}^\infty \lambda \, dE_\lambda\). Dies wird im wesentlichen nach Steen a. a. O. bewiesen. Die Menge \(I\) der Idempotente \(E\) bildet einen komplementären distributiven Verband, der nach bekannten Resultaten dem Verband der abgeschlossenen und offenen Teilmengen eines total unzusammenhängenden bikompakten \(T_1\)-Raumes \(\tilde{ \mathfrak J}\) isomorph ist. Mittels der Spektralzerlegung wird nun jedem \(x \in \mathfrak R\) eine Borel-meßbare Funktion \(f_X(t)\) auf \(\tilde{ \mathfrak J}\) zugeordnet. So erhält man eine ringisomorphe und verbandstreue Abbildung von \(\mathfrak R\). Dann und nur dann ist \(\mathfrak R\) dem Ring \textit{aller} Borel-meßbaren Funktionen isomorph, wenn in \(\mathfrak R\) gilt: Für jede Folge \(X_i\) mit \(\inf (| X_i |, | X_j |) = 0\) \((i \neq j)\) gilt \[ \sup_{n \geqq 1} \inf_{m \leqq n} \sum_{i=1}^m X_i = \inf_{n \geqq 1} \sup_{m \leqq n} \sum_{i=1}^m X_i \in R. \]
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