Recherches sur la méthode de Graeffe et les zéros des polynomes et des séries de Laurent. I, II. (Q2587396)
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scientific article; zbMATH DE number 2506942
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| English | Recherches sur la méthode de Graeffe et les zéros des polynomes et des séries de Laurent. I, II. |
scientific article; zbMATH DE number 2506942 |
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Recherches sur la méthode de Graeffe et les zéros des polynomes et des séries de Laurent. I, II. (English)
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1940
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Verf. beschäftigt sich in der vorliegenden Arbeit mit solchen Eigenschaften der Wurzeln von Polynomen bzw. Potenzreihen, die in erster Linie von den Beträgen der Koeffizienten abhängen. Die Ergebnisse werden angewendet auf das Graeffesche Verfahren. Hat das Polynom \[ f (z)\equiv a_nz^n+a_{n-1}z^{n-1}+\cdots+a_0,\qquad a_n=1 \] die Wurzeln \(\zeta_1,\zeta_2,\ldots,\zeta_n\), so heißt \[ f_k(z)\equiv\sum_{\nu=1}^n(z-\zeta_\nu^{2^k})\equiv a_n^{(k)}z^n+a^{(k)}_{n-1}z^{n-1}+\cdots+a_0^{(k)},\quad a_n^{(k)}=1, \] die \(k\)-te Graeffesche Transformierte. Für die Koeffizienten von \(f_1(z)\) gilt \[ a_\nu^{(1)}=(-1)^{n-\nu}(a_\nu^2-2a_{\nu+1}\cdot a_{\nu-1} -2a_{\nu+2}\cdot a_{\nu-2}-\cdots). \] Sind die Wurzeln nach wachsenden Beträgen geordnet, \(|\zeta_\nu|=r_\nu\), \(r_1\leqq r_2\leqq\cdots\leqq r_n\) und \(r_\nu<r_{\nu+1}\) für ein \(\nu\), so gilt \[ -\binom n\nu 2^{-k+1} \cdot \left(\frac{r_\nu}{r_{\nu+1}}\right)^{2^k} \leqq \frac{|a_\nu^{(k)}|^{2^{-k}}}{r_n\cdots r_{\nu+1}}-1\leqq \binom n\nu 2^{-k}\left(\frac{r_\nu}{r_{\nu+1}}\right)^{2^k},\quad k=1,2,3,\ldots . \] Diese Beziehung, grundlegend beim Graeffeschen Verfahren, erlaubt mit sehr großer Genauigkeit aus den \(a^{(k)}_\nu\) die Produkte \(r_n\cdots r_{\nu+1}\) zu berechnen. Aber sie ist nur anwendbar, wenn die Ungleichung \(r_\nu < r_{\nu+1}\) von vornherein feststeht. Dies ist eine der Schwierigkeiten der Methode, und um diese zu beheben, hat Verf. seine theoretischen Untersuchungen unternommen. Er greift den Problemkreis unter folgenden drei Gesichtspunkten an: A) Bestimmung der Beträge \(r_1,\ldots, r_n\) aus der Folge der Transformierten \(f_k(z)\). B) Bestimmung des vollständigen Wertes der Wurzeln \(\zeta_1,\ldots,\zeta_n\) aus den \(f_k(z)\). C) Untersuchung des Einflusses der Abrundungsfehler bei der Berechnung der \(f_k\)(z) auf die Näherungswerte der Wurzeln \(\zeta_\nu\). Im ersten Kapitel behandelt Verf. das Newtonsche Diagramm und die Newtonsche Majorante \(\mathfrak M_f(z)\) eines Polynoms bzw. allgemein einer Laurentreihe: \[ \mathfrak M_f(z)=\sum T_\nu z^\nu,\quad |a_\nu|\leqq T,\quad R_\nu=\frac{T_{\nu-1}}{T_\nu}\leqq\frac{T_\nu}{T_{\nu+1}} =R_{\nu+1}. \] Es werden die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für die Existenz des Newtondiagramms einer Laurentreihe entwickelt und die verschiedenen Eigenschaften des Diagramms, seiner numerischen Neigungen \(R_\nu\) und Deviationen \(D_\nu = \dfrac{R_{\nu+1}}{R_\nu}\) dargestellt. Das zweite Kapitel ist solchen Eigenschaften der Nullstellen von Polynomen, allgemein von Potenzreihen, gewidmet, die nur von den numerischen Neigungen \(R_\nu\) abhängen. Unter anderem gilt \[ \left(1-\left(\frac12\right)^{\tfrac1\nu}\right)\leqq \frac{|\zeta_\nu|}{R_\nu}\leqq \left(1-\left(\frac12\right)^{n-\nu+1}\right)^{-1} \] für ein Polynom vom Grade \(n\), und die Ungleichung links noch für eine Potenzreihe. Die Schranken sind die bestmöglichen. Es handelt sich hier allgemein um Schranken für die Kreisringe, in denen die Wurzeln sich bewegen, wenn die Beträge der Koeffizienten fest bleiben, ihre Argumente aber beliebig variieren. Bezüglich der Produkte aufeinander folgender Wurzeln gilt für Polynome vom Grad \(n\) \[ \frac1{2p+1}\leqq\frac{|\zeta_1\cdots\zeta_p|}{R_1\cdots R_p}\leqq \binom np,\qquad 1\leqq p\leqq n. \] Rein algebraischer Beweis! Während die obere Schranke exakt ist, wird der linke Teil durch die Hadamard-Pólyasche Ungleichung \[ \frac{R_1\cdots R_p}{|\zeta_1\cdots \zeta_p|}\leqq \sqrt{\frac{(p+1)^{p+1}}{p^p}} \] verschärft. Sie gilt allgemein für Potenzreihen. Zur Bestimmung des vollständigen Wertes der Wurzeln nahm Dandelin eine Zerlegung der \(f_k(z)\) in Teilpolynome vor. Mit der Untersuchung solcher Zerlegungen mit Hilfe der Deviationen \(D_\nu\) beschäftigt sich das dritte Kapitel. Sind zwei aufeinanderfolgende Deviationen größer als 6,7, so läßt sich ein Kreisring angeben, der nur eine einzige Nullstelle enthält. Sind mehrere aufeinanderfolgende Deviationen genügend groß, so ist obige Isolierung der Wurzeln schon bei der Schranke 4,9 möglich. Wenn. \(D_q>9\) ist, so ist ein Kreisring konstruierbar, der keine Nullstelle enthält, und daraus, wenn \(D_p\) und \(D_q\), \(p>q\), größer als 9 sind, wird ein Kreisring bestimmt, der genau \(p-q\) Wurzeln enthält. Hieraus läßt sich eine gute Methode zur Berechnung der Produkte der Wurzelbeträge begründen. Es folgen Untersuchungen über die Bestimmung des Newtondiagramms eines Produktes von Polynomen und über die Zerlegung einer Laurentreihe in ein unendliches Produkt, wenn unendlich viele Deviationen größer als 18,7 sind. Das vierte Kapitel beschäftigt sich zunächst mit der Stetigkeit der Wurzeln einer algebraischen Gleichung: Verändern sich die Koeffizienten maximal um \(\tau|a_\nu|\), \(0<\tau<1\), so verschieben sich die Wurzeln \(x_\nu\) maximal um \(|x_\nu|\cdot \eta(\tau)\) mit \(\eta(\tau)=8n\cdot \tau^{\tfrac1n}\) bei \(4n\tau^{\frac1n}\leqq 1\). Die tiefgehende Arbeit schließt mit der Anwendung der allgemeinen Sätze auf das Graeffesche Verfahren, zunächst auf die Bestimmung der Wurzelbeträge und auf die Fehlerfortpflanzung bei der Berechnung der Transformierten \(f_k(z)\), schließlich auf die Berechnung der Wurzelargumente.
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