On the buckling of a thin-walled circular tube loaded by pure bending. I, II. (Q2589017)

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scientific article; zbMATH DE number 2508411
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    On the buckling of a thin-walled circular tube loaded by pure bending. I, II.
    scientific article; zbMATH DE number 2508411

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      On the buckling of a thin-walled circular tube loaded by pure bending. I, II. (English)
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      1940
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      \textbf{I.} Wenn auf eine dünne kreiszylindrische Schale Oberflächenkräfte in radialer bzw. mit Bezug auf die Schalenquerschnitte tangentialer Richtung übertragen werden und dieselben (\(R\) bzw. \(\varPhi\) bezogen auf die Einheit der Mittelfläche) bei Einführung von Zylinderkoordinaten \(r, \varphi, z\) in Form von nach \(\varphi\) und \(z\) fortschreitenden Fourierschen Doppelreihen oder, was auf das Gleiche hinauskommt, von Gliedern solcher Reihen darstellbar sind, können die drei für die Verschiebungskomponenten im Gleichgewichtsfalle gültigen linearen partiellen Differentialgleichungen durch Ansätze für \(u, v, w\) befriedigt werden, die mit Bezug auf \(u, v\) bis auf die verschiedenen Beiwerte völlig mit jenen für die zugeordneten Kräfte \(R\) und \(\varPhi\) übereinstimmen. Ist das Verhältnis des Beiwertes einer Kraft (\(R\) bzw. \(\varPhi\)) zu jenem der zugehörigen Verschiebung (\(u\) bzw. \(v\)) konstant, so ergeben sich zwei nebeneinander bestehende Wertsysteme \(R^*, \varPhi^*, u^*, v^*\) bzw. \(R^{**}, \varPhi^{**}, u^{**}, v^{**}\), die als ``elementare Normalkräfte'' bzw. ``elementare Normalverschiebungen'' bezeichnet werden, deren offen gebliebene Konstanten aus Normierungsbedingungen derartig bestimmt werden, daß jenen Wertsystemen gewisse für die Entwicklung von Funktionen in endliche oder unendliche, nach ``Normalkräften'' bzw. ``Normalverschiebungen'' fortschreitende Reihen wichtige Orthogonalitätseigenschaften zukommen. Diese Überlegungen werden von den Verf. bei Herleitung der Knickbedingung für eine dünne kreiszylindrische Schale herangezogen, deren Enden durch zwei entgegengesetzt gleiche Momente auf Biegung beansprucht sind. Die Knickbedingung wird auf Grund einer besonderen Auslegung der für die Verschiebungskomponenten beim Übergang aus einem spannungslosen Anfangszustand \(I\) in den kritischen Zustand geltenden Differentialgleichungen gewonnen: Die kreiszylindrische Schale wird mit einer solchen ursprünglichen Krümmung ihrer Achse gedacht, daß diese unter dem Einfluß des kritischen Momentes gerade wird. Aus dem dieser geraden Achslage entsprechenden Spannungs- und Verformungszustand \(II\) wird unter Beibehaltung der äußeren Belastung eine Verschiebung in eine unendlich benachbarte Lage \(II'\) vorgenommen mit Komponenten \(u, v, w\), welche den genannten Differentialgleichungen genügen müssen, wenn in ihnen die Kraftkomponenten \(R, \varPhi\) als ``Zusatzkräfte'' aufgefaßt und aus den zweiten Differentialquotienten nach \(z\) von \(u, v\) berechnet werden, die infolge der Lagenänderung der Schalenelemente gegenüber den auf Knickung beanspruchenden Kräften beim Übergang aus der Lage \(II\) in die Lage \(II'\) auftreten (siehe hierzu auch \textit{W. Flügge}, Statik und Dynamik der Schalen, 1934; JFM 60.1362.*). Die auf diese Weise ausgelegten, das kritische Moment enthaltenden Differentialgleichungen für \(u, v, w\) (von den Verf. als ``totale charakteristische Verformungen'' bezeichnet) geben für letztere von Null verschiedene Werte, wenn eine die Knickbedingung darstellende Determinante von \(\infty^2\) Gliedern verschwindet. Sie wird erhalten mit Benützung einerseits der Entwicklung der ``totalen charakteristischen Verformungen'' in unendliche Reihen von ``elementaren Normalverschiebungen'' und der aus diesen ableitbaren ``Teilzusatzkräfte'', die selbst wieder aus ``elementaren Teilnormalkräften'' aufgebaut werden können, andererseits der Entwicklung der das fragliche kritische Moment enthaltenden ``totalen Zusatzkräfte'' in eine nach ``elementaren Normalkräften'' fortschreitende Reihe bei Anwendung der oben berührten Orthogonalitätseigenschaften. Die weitere Verfolgung dieses Gedankens führt zu der Erkenntnis, daß die Determinante symmetrisch ist und die Knickbedingung zu paarweise entgegengesetzt gleichen reellen Wurzeln als kritischen Werten des Biegungsmomentes führt. \textbf{II.} Diese Fortsetzung befaßt sich mit der offen gelassenen Auswertung der zur Bestimmung der kritischen Momente dienenden Determinante \(\Delta_\infty = 0\), für deren Aufstellung zunächst vorausgesetzt wurde, daß die Verschiebungen und Kräfte sich durch Übereinanderlagerung von solchen ``elementaren Normalverschiebungen'' und ``elementaren Normalkräften'' gewinnen lassen, denen die gleiche Zahl \(q\) von Längswellen bei verschiedenen Ringwellenzahlen zugeordnet ist. Auf dieser Grundlage wird das \(q\) entsprechende \textit{kleinste} kritische Moment mit Hilfe eines Iterationsverfahrens näherungsweise entwickelt, das für eine nach Art der Problemdeterminante aufgebaute, jedoch nicht wie diese symmetrische, Determinante \(\Delta_n=0\) von \(n^2\) Gliedern allgemein entwickelt und ohne Beweis als für \(\Delta_\infty = 0\) anwendbar angenommen wird. Die Beziehung \(\Delta_n=0\) stellt die Bedingung dafür vor, daß das System der \(n\) in den \(d_i\) linearen Gleichungen \(d_i =\sum\limits_{j=1}^n\,\mu\alpha_{ij}d_j\,(i = 1, 2,\ldots, n)\) von Null verschiedene Lösungen für \(d_i\) ergibt; somit können den \(n\) Lösungswerten \(\mu_k\)(\(\mu_k\) entsprechen den Zahlenwerten der kritischen Momente für \(n = \infty\)) von \(\Delta_n = 0\,\, n\) Zahlenfolgen \(d_{ki}\,(i = 1,\ldots, n)\) zugeordnet werden, welche durch die Bedingungen \(\sum\,d_{ki}^2 = 1\) normalisiert werden. Daraus kann geschlossen werden, daß einer Folge von \(n\) willkürlichen Zahlen \(\vartheta_{1i}\,(i= 1,\ldots, n)\) je eine Summe \(\sum\limits_{k=1}^n\,a_kd_{ki}\) zugeordnet werden kann mit \(a_k = \sum\limits_{i=1}^n\,d_{ki}\vartheta_{1i}\). Der Iterationsvorgang besteht nun darin, daß aus der Folge \(\vartheta_{1i}\) eine zweite Folge \(\vartheta_{2i} = \sum\limits_{j=1}^n\,\alpha_{ij}\vartheta_{1j}=\sum\limits_{k=1}^n\, \dfrac{a_k}{\mu_k}d_{ki}\) abgeleitet wird usw. Das Verhältnis zweier aufeinanderfolgender Iterationen \(\dfrac{\vartheta_{si}}{\vartheta_{s+1,i}}\) wird um so mehr dem kleinsten Wert \(\mu_1\) von \(\mu_k\) proportional, je größer \(s\) ist. Durch einen von J. J. Koch herrührenden Näherungsvorgang kann die zu einer genaueren Bestimmung von \(\mu_1\) notwendige Zahl der Iterationen wesentlich herabgemindert werden. Ist die Determinante \(\Delta_n\) symmetrisch, so wird \(\dfrac{\vartheta_{s-1,i}}{\vartheta_{s+1,i}}\) nahezu proportional \(\mu_1^2\), wenn \(s\) entsprechend groß ist. Bei Ausdehnung dieses Vorganges auf das vorliegende Stabilitätsproblem mit der Bedingung \(\Delta_\infty = 0\) wird von einer willkürlichen Ausgangsverschiebung \(D^1 = \sum\,\vartheta_{1i}D_i\) ausgegangen, worin \(D_i\) ``elementare Normalverschiebungen'' und \(\vartheta_{1i}(i = 1, 2,\ldots)\) die erwähnte Zahlenfolge jetzt von unendlich vielen Gliedern ist, durch deren Iteration man eine weitere Verschiebung \(D^2 = \sum\,\vartheta_{2i}D_i\) erhält usw. Der Vorgang wird bis zur näherungsweisen Proportionalität von \(\dfrac{D^n}{D^{n+2}} \doteq \mu_1^2\) wiederholt und kann auch mechanisch gedeutet werden. Das \textit{minimale} kritische Moment ergibt sich aus den \textit{kleinsten} kritischen Momenten, die den verschiedenen Zahlen \(q\) zugeordnet sind, durch eine in der Arbeit entwickelte Näherungsrechnung. Schließlich wird ein Ausblick auf den Fall gegeben, daß die Verschiebungen nicht wie bisher als symmetrisch zur Ebene des äußeren Momentes, sondern antisymmetrisch angenommen werden.
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