Das Poissonsche Integral und seine Anwendungen auf die Theorie der linearen Wechselstromschaltungen (Netzwerke). I. (Q2589280)
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scientific article; zbMATH DE number 2508630
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Das Poissonsche Integral und seine Anwendungen auf die Theorie der linearen Wechselstromschaltungen (Netzwerke). I. |
scientific article; zbMATH DE number 2508630 |
Statements
Das Poissonsche Integral und seine Anwendungen auf die Theorie der linearen Wechselstromschaltungen (Netzwerke). I. (English)
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1940
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Mit Hilfe des Poissonschen Integrals kann eine Reihe wichtiger Probleme aus der linearen Schaltungs- und Wechselstromtheorie gelöst werden, wie z. B. die analytische Darstellung ``positiver'' Funktionen, welche bekanntlich durch Schaltungen mit passiven Elementen realisiert werden können; weiter die Bestimmung des Imaginärteils einer solchen Funktion aus dem Realteil am Rand des Definitionsbereiches und umgekehrt; die Ermittlung von positiven Funktionen, welche für bestimmte Werte der unabhängigen Veränderlichen mit vorgegebenen Funktionswerten übereinstimmen. -- Zur Behandlung dieser Fragen werden die folgenden mathematischen Unterlagen gegeben: Eine Funktion \(f(z)\), welche am Rand eines abgeschlossenen Bereiches (z. B. des Einheitskreises) regulär ist, wird durch das Cauchysche Integral: \[ f(z) = \dfrac{1}{2\pi i } \int\limits_{|\zeta|=1} \dfrac{f(\zeta)\,d\zeta}{\zeta-z} \tag{1} \] in diesem Bereich eindeutig bestimmt. Aus diesem Integral werden durch elementare Umformungen Kontourintegrale über den reellen Teil von \(f (z)\) entwickelt; und zwar ist z. B. \[ f(z)-f(z_0) = \dfrac{1}{\pi i } \int\limits_{|\zeta|=1} u\left(\dfrac{1}{\zeta-z}- \dfrac{1}{\zeta-z_0}\right)\,d\zeta, \tag{2} \] wenn \(f(\zeta) = u (\zeta)+iv(\zeta)\) ist und \(z_0\) einen Punkt im Innern des Bereiches bezeichnet. Diese Formeln sind invariant gegenüber linear gebrochenen Transformationen, gelten daher für jeden Kreisbereich der Gaußschen Ebene. Insbesondere folgt aus (2), wenn der Einheitskreis auf die rechte Halbebene (\(\lambda\)) transformiert wird, für jede entlang der Achse reguläre reelle Funktion \(\varphi\) \[ \varphi(\lambda) = u(\lambda) + iv(\lambda) = \dfrac{2i w}{\pi} \int\limits_0^{\infty} \dfrac{u\,d\omega}{\lambda^2+\omega^2}, \tag{3} \] wenn \(-\lambda^2=w^2\). Behandelt wird ferner: Zusammenhang zwischen den Randwerten von Real- und Imaginärteil einer im Innern eines Kreisbereichs regulären Funktion bei stetig differenzierbaren Randwerten des Real- oder Imaginärteils; der Nachweis, daß die durch ein Poisson-Integral dargestellte Funktion an den Stetigkeitsstellen einer willkürlichen Belegungsfunktion deren Werte als Randwerte annimmt; die Poisson-Stieltjes-Integraldarstellung der positiven (für reelle \(\lambda\) reellen, im Innern der reellen \(\lambda\)-Halbebene regulären und dort positiven Realteil besitzenden) Funktionen \(\varphi(\lambda) = \lambda\left(C+\int\limits_0^{\infty} \dfrac{d\psi(x)}{\lambda^2+x}\right)\), worin \(C \geqq 0\) und \(\psi\) eine nichtabnehmende Funktion ist.
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