Relativistic mechanics. (Q2589355)
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scientific article; zbMATH DE number 2508705
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Relativistic mechanics. |
scientific article; zbMATH DE number 2508705 |
Statements
Relativistic mechanics. (English)
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1940
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Verf. stellt das Schema einer Mechanik auf, die die Prinzipien von Milne (Machsches Prinzip, kosinologisches Prinzip und das Symmetrieprinzip, Verbot der Einführung von Konstanten, die physikalische Dimensionen besitzen) befriedigt, die sich aber wesentlich von der von Milne gegebenen Realisierung unterscheidet (\textit{Milne}, Relativity, gravitation, and world structure, Oxford, 1935; F. d. M. \(61_{\text I}\), 852). Gemäß dem Machschen Prinzip beginnt Verf. damit, ein Modell des Universums zu konstruieren, das aus Grundpartikeln (substratum) aufgebaut ist; alle Beobachtungen werden von Beobachtern gemacht, die mit diesen Partikeln verbunden sind. Dieses Modell läßt zwei Darstellungen zu, deren Metrik wie folgt gegeben ist: \[ (S_4)\quad ds^2 = dt^2 - t^2 de^2,\qquad (\varSigma_4)\quad d\sigma^2 = dr^2 - \frac1{c^2} d\varepsilon^2. \] \(de^2 = k_{ij}dz^idz^j\) und \(d\varepsilon^2 = k_{ij}d\zeta^i d\zeta^j\) definieren Räume \(S_3\) und \(\varSigma_3\), die konstante Krümmung besitzen, im übrigen aber beliebig sind. Die Übergangsformeln von \(S_4\) zu \(\varSigma_4\) lauten: \[ ds^2=\left(\frac t{t_0}\right)^2d\sigma^2,\quad de^2=\left(\frac1{ct_0}\right)^2d\varepsilon^2;\quad z^i=\frac1{ct_0}\zeta^i,\quad t=t_0e^{-1+\tfrac\tau{t_0}}. \] \(t\) bzw. \(\tau\) sind die kinematische bzw. dynamische Zeit. Die Darstellungen \(S_4\) und \(\varSigma_4\) besitzen folgende Eigenschaften: 1) die Kurven \(z_i =\) const (bzw. \(\zeta^i =\) const) sind Weltlinien der Grundpartikel; 2) in jedem Augenblick gilt für die Anzahl der Grundpartikel im Volumen \((z, z + dz)\) die Beziehung \(dN = B \sqrt{|K|} dz^1dz^2dz^3\), wo \(B\) eine dimensionslose Konstante ist; 3) die geodätischen Linien der Länge Null in \(S_4\) sind die Lichtstrahlen; 4) im Gegensatz zur Mechanik von Milne wird über den Augenblick, zu dem sich ein Ereignis entfernt vom Beobachter abspielt, so verfügt, daß \(t\) und \(\tau\) absolute Zeiten und infolgedessen \(S_3\) und \(\varSigma_3\) absolute Räume sind; 5) die Bewegung eines freien Teilchens läßt sich in Übereinstimmung mit dem kosmologischen Prinzip durch die Gleichungen beschreiben: \[ \frac{d^2z^i}{dt^2}+\varGamma^i_{jk}\frac{dz^j}{dt}\frac{dz^k}{dt}+ \frac1t\frac{dz^i}{dt}=0; \] \(\varGamma^i_{jk}\) ist das Christoffelsymbol von \(de^2\); diese Bewegung definiert das Gravitationsfeld des Substratums; 6) das Substratum kann als ein statistisches System von Teilchen gedeutet werden, in welchem gewisse Singularitäten der Verteilung den Grundpartikeln entsprechen. Verf. untersucht dann die Gruppe \(G_6\) der Transformationen, die von einem Beobachter zu einem anderen überzugehen gestatten; \(G_6\) besitzt zwei Untergruppen: die Rotationsgruppe \(R_3\), die den Ursprung fest läßt (Symmetrieprinzip), und die transitive Gruppe \(G_3\), die solchen Beobachtern entspricht, deren Achsen die gleiche Richtung haben (kosmologisches Prinzip). Es folgt eine tensorielle Analyse, die eine Beschreibung der physikalischen Objekte gestattet im Einklang mit diesen beiden Prinzipien. Auf Grund der Existenz des absoluten Raumes kann Verf. die Grundelemente der Mechanik einführen, da er sich auf einen allein dreidimensionalen Raum stützt, während Milne den \(S_4\) benutzen muß. Im \(S_3\) und \(\varSigma_3\) definiert Verf. kinematische Objekte (räumliche Entfernung, zeitliches Intervall, Geschwindigkeit, Beschleunigung) und dynamische Objekte (Masse, Impuls, Kraft, Arbeit, Energie), die den entsprechenden Begriffen der klassischen Mechanik weit näher zu stehen scheinen als in der Theorie von Milne. Diese Definitionen sind allerdings nicht äquivalent für \(S_3\) und \(\varSigma_3\) (außer Geschwindigkeit, Masse und Energie). Der Satz über das kinetische Moment gilt auch hier, jedoch nur in einem ausgezeichneten Koordinatensystem. In einer weiteren Arbeit will Verf. diese Begriffe in Ausdrücken des \(S_4\) und \(\varSigma_4\) definieren und sie mit den Definitionen von Milne vergleichen.
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