Über fastperiodische Bewegungen. (Q2590953)
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scientific article; zbMATH DE number 2510402
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Über fastperiodische Bewegungen. |
scientific article; zbMATH DE number 2510402 |
Statements
Über fastperiodische Bewegungen. (English)
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1938
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Es wird über Untersuchungen berichtet, die sich an die Frage anschließen, ob eine fastperiodische Bewegung \(z=z(t)\), \(z\) komplex, eine mittlere Winkelbewegung, \(\varphi(t)=ct+o(t)\), besitzt. Schon Lagrange hatte bei der angenäherten Berechnung der Perihel- und Knotenbewegung eines Planeten einen klassischen Satz bewiesen für den Fall, daß \(|\, z \,|\) eine positive untere Grenze hat (\(z\) ist bei Lagrange ein Exponentialpolynom mit einem überwiegenden Koeffizienten). Im Lagrangeschen Fall existiert allgemein die mittlere Bewegung, und \(o(t)\) ist fastperiodisch (\textit{H. Bohr}, Danske Vid. Selsk., mat.-fisic. Medd. 10 (1930), Nr. 10; Comment. math. Helvetici 4 (1932), 51-64; F.~d.~M. 56\(_{\text{II}}\), 934, 58\(_{\text{II}}\), 1065). Verf. berichtet weiter über die Ergebnisse von \textit{B. Jessen} (Math. Ann., Berlin, 111 (1935), 355-363; F.~d.~M. 61\(_{\text{I}}\), 297), in welchen dieser Satz enthalten ist und die Frage nach den möglichen Werten von \(c\) diskutiert wird. In diesem Zusammenhang wird auch der Satz von \textit{W. Fenchel} und \textit{B. Jessen} angeführt (Danske Vid. Selsk. mat.-fysiske Medd. 13 (1935) Nr. 6; F.~d.~M. 62\(_{\text{I}}\), 627), daß eine fastperiodische Bewegung auf einer geschlossenen, orientierbaren Fläche vom Geschlecht \(p > 1\) einer rein periodischen Bewegung homotop ist. Im zweiten Teil (der Lagrangesche Fall wird nicht zugrundegelegt) wird über die Ergebnisse über analytische fastperiodische Funktionen \(z(t)=f(\sigma+it)\) berichtet. Sie beruhen auf der Jessenschen Verallgemeinerung der Jensenschen Nullstellenformel (\textit{B. Jessen}, Math. Ann., Berlin, 108 (1933), 485-516; F.~d.~M. 59\(_{\text{II}}\), 1027). Mit ihrer Hilfe hatte Jessen die Existenz der mittleren Bewegung bewiesen, wenn \(z\) ein Exponentialpolynom ist (C. R. Acad. Sci., Paris, 207 (1938), 1081-1084; F.~d.~M. 64\(_{\text{I}}\), 256). In dem Bericht wurde auf den Zusammenhang mit den fastperiodischen Funktionen das Hauptgewicht gelegt. Im Anschluß an eine Idee von \textit{Bohl}, der in seiner grundlegenden Arbeit den Fall eines dreigliedrigen Polynoms eingehend untersucht hatte, ist das Problem für beliebige Exponentialpolynome vor kurzem von \textit{H. Weyl} in besonders einfacher Weise gelöst worden (Amer. J. Math. 60 (1938), 889-896; F.~d.~M. 64\(_{\text{I}}\), 256 und vorstehendes Referat).
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