Über die Bestimmung von Flächen aus ihrer Normalkrümmung längs einer Schar geodätischer Linien. Zusatz. (Q2592533)

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scientific article; zbMATH DE number 2511885
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    Über die Bestimmung von Flächen aus ihrer Normalkrümmung längs einer Schar geodätischer Linien. Zusatz.
    scientific article; zbMATH DE number 2511885

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      Über die Bestimmung von Flächen aus ihrer Normalkrümmung längs einer Schar geodätischer Linien. Zusatz. (English)
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      1939
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      Die Frage, was bei Flächen als Analogon der natürlichen Gleichung(en) einer Kurve angesehen werden könne, ist schon sehr verschiedenartig beantwortet worden. Verf. gibt für den Fall der analytischen Fläche einen neuen Beitrag zu diesem Problem, indem er nachweist, daß eine analytische Fläche durch die Vorgabe ihrer Normalkrümmung längs eines Feldes geodätischer Linien sowie geeigneter Anfangsbedingungen bis auf Bewegungen eindeutig bestimmt ist. Die Beziehung zwischen der Normalkrümmung und den zum Feld gehörenden geodätischen (orthogonalen bzw. Polar-)Koordinaten kann somit als natürliche Gleichung der Fläche angesprochen werden, zumal, wie in der Zusatzabhandlung gezeigt wird, zu jeder als analytische Funktion der geodätischen Koordinaten vorgegebenen Normalkrümmung bei entsprechenden Anfangsbedingungen auch wirklich eine analytische Fläche gefunden werden kann. Der Beweisgedanke des in der Hauptabhandlung bewiesenen Eindeutigkeitssatzes ist folgender: Die Normalkrümmung der Fläche längs einer Geodätischen ist nichts anderes als deren Krümmung \(\varkappa\). Kann man nun zeigen, daß die Torsion \(\tau\) der Geodätischen des Feldes aus ihrer Krümmung (unter geeigneten Anfangsbedingungen) berechnet werden kann, so sind damit die Geodätischen und also auch als deren Einhüllende die Fläche bis auf Bewegungen bestimmt. Ist \(G\) der Koeffizient des Gaußschen Linienelementes \[ du^2+Gdv^2, \] so beweist Verf. zunächst die Formel \[ \tau=\frac{1}{G} \left( \int\limits_{0}^{u} \varkappa_v \sqrt{G} \, du+(\tau G)_{u=0} \right). \] Es bleibt also noch zu zeigen, daß \(G\) selbst aus \(\varkappa\) berechnet werden kann. An dieser Stelle geht die Voraussetzung der Analytizität ein, denn Verf. setzt nunmehr Potenzreihen an und weist nach, daß man die Koeffizienten von \(G\) schrittweise berechnen kann. Zuerst wird der Fall behandelt, daß alle Geodätischen durch einen Punkt gehen. Sind \(r\), \(\varphi\) die zum Feld gehörenden geodätischen Polarkoordinaten, so ist \(\varkappa\) lediglich so vorzugeben, daß im Nullpunkt die Eulersche Bedingung erfüllt ist \[ \varkappa(0, \,\varphi)=\varkappa_1 \,\cos^2 \,\varphi+ \varkappa_2 \,\sin^2 \,\varphi. \] Die Koeffizienten von \(G\) können dann mit Hilfe der Werte von \(\varkappa\) und seiner Ableitungen am Nullpunkt berechnet werden. Man findet den bekannten Beginn der Entwicklung: \[ G(r, \,\varphi)=r^2+r^4[-\tfrac{1}{3} \varkappa^2+\tfrac{1}{12} \varkappa_{\varphi}^2-\tfrac{1}{6} \varkappa \varkappa_{\varphi \varphi}]_{0, \,\varphi}+ \cdots, \] worin der zweite Koeffizient nichts anderes als \(-\frac{1}{3} \varkappa_0\) ist (\(\varkappa_0\) Gaußsche Krümmung im Pole \(r = 0\)). Im allgemeinen Falle muß ein Anfangsstreifen längs einer orthogonalen Trajektorie des Feldes vorgegeben werden. Es sei \(u\) die Bogenlänge auf der Geodätischen \(v =\) const, \(v\) die Bogenlänge auf der soeben eingeführten Trajektorie \(u = 0\), \(\varkappa^{*}(v)\) und \(\tau^{*}(v)\) deren Krümmung und Torsion, \(\vartheta(v)\) der Winkel zwischen Flächennormale und Hauptnormale der Trajektorie. Die Koeffizienten von \(G\) (bei Entwicklung nach \(u\)) können dann mit Hilfe von \(\varkappa^{*}\), \(\tau^{*}\), \(\vartheta\) und der für \(u = 0\) genommenen Werte von \(\varkappa\) berechnet werden. Die Entwicklung beginnt mit \[ G(u, \,v)=1+u2\varkappa^{*} \,\sin \,\vartheta+u^2 \left[ \varkappa^{*^2} \,\sin^2 \vartheta-\varkappa \varkappa^{*} \,\cos \,\vartheta +\left( \tau^{*}+\frac{d\vartheta}{dv} \right)^2 \right]_{0, \,v}+\cdots. \] Der Eindeutigkeitsbeweis ist damit erbracht. Es folgt die Diskussion zweier Spezialfälle der natürlichen Gleichung, nämlich \(\varkappa(u, \,v) =\) const bzw. \(\varkappa(u, \,v)=\varkappa(u)\), beide mit der Nebenbedingung \(\tau(u, \,v) =\) const. Der erste Fall führt auf die Kugeln, Ebenen, Röhren- und Regelflächen, der zweite auf Flächen mit einer Schar ebener Krümmungslinien (speziell Rotationsflächen).
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