Auftrieb eines Flügels, der ein Gebiet erhöhter Geschwindigkeit schneidet. (Q2593486)

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scientific article; zbMATH DE number 2512753
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    Auftrieb eines Flügels, der ein Gebiet erhöhter Geschwindigkeit schneidet.
    scientific article; zbMATH DE number 2512753

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      Auftrieb eines Flügels, der ein Gebiet erhöhter Geschwindigkeit schneidet. (English)
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      1939
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      Da die von \textit{C. Koning} durchgeführte Behandlung des Problems der Auftriebsermittlung eines Tragflügels, der einen Kreisstrahl zentrisch schneidet (Influence of the propeller on other parts of the airplane structure. \textit{Durand}, Aerodynamic theory (1935; JFM 61.0901.*), Bd. 4, S. 361), mit beträchtlichen mathematischen Schwierigkeiten verbunden ist, ersetzen Verf. den Kreisstrahl von Koning durch einen von zwei parallelen Ebenen begrenzten Streifen erhöhter Geschwindigkeit, der von einem unendlich breiten Flügel konstanter Tiefe senkrecht geschnitten wird. Wie bei Koning wird der relative Unterschied zwischen der Geschwindigkeit der Grundströmung und der konstant angenommenen Geschwindigkeit im Strahl als klein vorausgesetzt und die Verformung der Strahlgrenze vernachlässigt. Aus der Prandtlschen Tragflügelgleichung und den am Strahlrand geforderten Bedingungen, daß dort Druckgleichheit herrschen und der Strahlrand selbst Stromfläche sein soll, ergibt sich nach dem Vorgehen von \textit{E. Trefftz} (Z. angew. Math. Mech. 1 (1921), 206-218; F. d. M. 48, 970 (JFM 48.0970.*)) für das zu bestimmende Potential der induzierten Geschwindigkeit in großer Entfernung hinter dem Flügel ein ebenes potentialtheoretisches Randwertproblem. Dieses wird zunächst für den Fall gelöst, daß sich in der Grundströmung nur eine einzige Unstetigkeitsebene befindet, die den Tragflügel senkrecht schneidet. Als Ausgangspunkt dient ähnlich wie bei \textit{Betz} und \textit{Petersohn} (Z. angew. Math. Mech. 8 (1928), 253-257; F. d. M. 54, 917 (JFM 54.0917.*)) eine Grundströmung mit periodisch wiederkehrenden Geschwindigkeitssprüngen. Durch Grenzübergang zu unendlicher Periodenlänge ergibt sich dann die durch die Unstetigkeitsebene bedingte Zirkulationsänderung, die im Schnitt dieser Ebene mit dem Tragflügel im Gegensatz zur zusätzlichen Auftriebsverteilung unstetig wird (sprungweise). Zugleich stellt sich in dem Falle, wo nur eine Unstetigkeitsebene in der Grundströmung vorhanden ist, heraus, daß die zusätzlichen Verteilungen von Zirkulation und Auftrieb unabhängig von der Voraussetzung kleinen relativen Geschwindigkeitsunterschiedes in der Grundströmung sind. Wird die kleinere der beiden Geschwindigkeiten Null gesetzt, so gewinnt man für die gesuchte Auftriebsverteilung, wie Verf. zeigen, die von \textit{J. Stüper} (Ingenieur-Arch. 3 (1932) 338-355; JFM 58.1304.*; Luftfahrtforschung 12 (1935), 267-281; JFM 61.1580.*) abgeleiteten Formeln. Sind in der Grundströmung zwei zum Flügel senkrechte Unstetigkeitsebenen vorhanden, so werden für die zusätzliche Verteilung von Zirkulation und Auftrieb Kurven berechnet, die nur wenig von den Ergebnissen Konings abweichen, womit der Ersatz des Schraubenstrahls durch einen Streifen erhöhter Geschwindigkeit zur vereinfachten Berechnung der Auftriebsverteilung gerechtfertigt ist.
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