Hydrodynamische Gleichungen in prae-kanonischer Form und Variationsprinzipien der atmosphärischen Dynamik. (Q2593544)

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scientific article; zbMATH DE number 2512800
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    Hydrodynamische Gleichungen in prae-kanonischer Form und Variationsprinzipien der atmosphärischen Dynamik.
    scientific article; zbMATH DE number 2512800

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      Hydrodynamische Gleichungen in prae-kanonischer Form und Variationsprinzipien der atmosphärischen Dynamik. (English)
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      1939
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      Verf. leitet in Ausdehnung bekannter Sätze folgende Theoreme ab: Auf der sich drehenden Erde (Winkelgeschwindigkeit \(\mathfrak w\)) liege die Strömung einer idealen Flüssigkeit vor. Setzt man ähnlich wie Clebsch \(\mathfrak v + [\mathfrak w, \mathfrak r] = \mathop{\text{grad}}\psi+ \alpha \mathop{\text{grad}} \beta\), so gelten die als präkanonisch bezeichneten Bewegungsgleichungen \[ \frac{d\alpha}{dt} \mathop{\text{grad}} \beta - \frac{d\beta}{dt} \mathop{\text{grad}}\alpha= -\mathop{\text{grad}} M - \frac1\varrho \mathop{\text{grad}} p, \] wobei \(\dfrac d{dt}\) die materielle Fluxion bezeichnet \(\Bigl(\)wozu das englische \(\dfrac D{Dt}\)?\(\Bigr)\) und \[ M=\frac{\partial\psi}{\partial t} + \alpha \frac{\partial \beta}{\partial t}+\frac{v^2}2+\varPhi \] ist mit \(\varPhi\) als Potential der Schwere. Bei Barotropie, d. h. wenn die Dichte \(\varrho\) eine Funktion des Druckes \(p\) allein ist, werden die Gleichungen kanonisch, und zwar mit \(H=M+\displaystyle\int\dfrac{dp}\varrho\) \[ \frac{d\alpha}{dt}=-\frac{\partial H}{\partial\beta},\quad \frac{d\beta}{dt}=\frac{\partial H}{\partial\alpha}, \] und dabei ist (ein weiterer Satz) \(H\) eine Funktion von \(\alpha\), \(\beta\), \(t\) allein. Als Anwendung der präkanonischen Gleichungen wird das Bjerknessche Zirkulationstheorem abgeleitet. Weiter zeigt Verf. die Gültigkeit des Variationsprinzips \[ \delta\int\!\int\!\int\!\int L\, dx\, dy\, dz\, dt = 0 \] mit der Lagrangeschen Funktion \[ L=\varrho\left\{\frac{\partial\psi}{\partial t} +\alpha\frac{\partial\beta} {\partial t} +\frac{v^2}2 +\varPhi +\int\frac{p\,dp}{\varrho^2} H\Bigl(\alpha, \beta,t\Bigr)\right\}, \] wobei die vier Funktionen \(\varrho\), \(\psi\), \(\alpha\), \(\beta\) zu variieren sind. So folgen nicht nur die kanonischen Gleichungen, sondern auch der Ausdruck für \(H\) und die Kontinuitätsgleichung. Die Bedeutung von \(L\) ist \(- p\). Endlich wird noch der Zusammenhang mit einem früher vom Verf. abgeleiteten Variationsprinzip \[ \delta\int\limits_{t_1}^{t_2} \left\{\left(\frac{v^2}2 +\mathfrak w[\mathfrak r,\mathfrak v]\right) -\left(\varPhi+\int\frac{dp}\varrho\right)\right\}\,dt=0 \] gezeigt.
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