De philosophia scholastica cognitionis geometricae. (Q2593875)
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scientific article; zbMATH DE number 2513089
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | De philosophia scholastica cognitionis geometricae. |
scientific article; zbMATH DE number 2513089 |
Statements
De philosophia scholastica cognitionis geometricae. (English)
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1938
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Die vorliegenden Untersuchungen wollen betrachtet werden als eine Entwick\-lung der 2. Analytiken des Aristoteles. Diese haben die syllogistischen Beweise aus wahren und notwendigen Voraussetzungen zum Gegenstand. Es werden also hier die beiden Probleme der Struktur der Wissenschaft (Deduktion) und der Prin\-zipien betrachtet. Aristoteles hat dabei immer die Geometrie als Typ der Wissen\-schaft vor Augen, die damals die einzige demonstrative Wissenschaft war. Als Quelle der mathematischen Erkenntnis sah man bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts die Daten der Sinnlichkeit an, sei es die der äußeren Sinne, sei es die der Einbildung. Bei Kant wird eine subjektive Form des äußeren Sinnes fingiert. Der strenge Em\-pirismus läßt nur die Daten der Sinne als Quelle zu, womit allerdings die Notwendig\-keit und Exaktheit verloren gehen. Es erheben sich die Fragen: Woher kommt dann die mathematische Notwendigkeit? Wie kommt man von der Ungenauigkeit der Sinnesdaten zur Exaktheit der geometrischen Grundbegriffe? Für die Arithmetik, auch die des Kontinuums, beruft man sich auf eine besondere Intuition der Zahl (Poincaré). Ein weiteres Problem ist das der Anwendung der abstrakten Geometrie. Wenn die Euklidische Geometrie keine Vorzugsstellung hat, wie erklärt sich dann der Jahrtausende hierüber bestehende Irrtum? Die Axiomatik gliedert sich in die judikative Logik des Aristoteles ein, die Lehre von der Widerspruchsfreiheit in die scholastische Ontologie der Möglichkeiten.
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