Über die Auswertung von Leerlauf- und Kurzschlußmessungen an homogenen Leitungen. (Q2595253)
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scientific article; zbMATH DE number 2514415
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | Über die Auswertung von Leerlauf- und Kurzschlußmessungen an homogenen Leitungen. |
scientific article; zbMATH DE number 2514415 |
Statements
Über die Auswertung von Leerlauf- und Kurzschlußmessungen an homogenen Leitungen. (English)
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1939
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Die Grundkonstanten -- Widerstand, Induktivität, Ableitung, Kapazität je Längeneinheit -- gleichmäßiger Leitungen lassen sich bekanntlich durch Messung des Kurzschluß- und Leerlaufwiderstandes kurzer Leitungsstücke bestimmen. Das einfachste Ergebnis, welches das untersuchte Leitungsstück als unendlich kurz betrachtet, ist aber bei den praktischen Messungen, welche gewöhnlich an Fabrikationslängen, d. h. Kabelstücken von einigen 100 m Länge, stattfinden, nicht genau genug; es macht sich vielmehr der Einfluß der Kapazität auf den Kurzschlußwiderstand einerseits, der Einfluß des Verlustwiderstandes und der Induktivität auf den Leerlaufleitwert andererseits mehr oder weniger bemerkbar. Man kann nun streng vorgehen und mit Hilfe der bekannten komplexen Formeln der Leitungstheorie aus den gemessenen Werten des Kurzschluß- und Leerlaufwiderstandes die Grundgrößen ermitteln. Dieses Verfahren ist jedoch numerisch sehr umständlich. Deshalb hat \textit{H. Kaden} (Arch. Elektrotechn. 30 (1936), 691-712) ein einfach numerisch auswertbares, nur mit reellen Formeln arbeitendes Näherungsverfahren angegeben. Hiernach werden die auf Grund der Annahme unendlich kurzer Leitung berechneten Konstanten mit Korrekturfaktoren multipliziert, welche ihrerseits vom geometrischen Mittel aus den beiden Blindkomponenten des Leerlaufleitwertes bzw. Kurzschlußwiderstandes, einem mit der Frequenz abnehmenden Maß für die Leitungslänge, abhängen. Verf. untersucht nun den Gültigkeitsbereich dieser Näherung und kommt zu dem Ergebnis, daß in dem Koordinatensystem, das durch das erwähnte Längenmaß als Abszisse, die Summe der trigonometrischen Tangenten der beiden Verlustwinkel des Leerlaufleitwertes bzw. Kurzschlußwiderstandes als Ordinate gebildet wird, bei Vorgabe einer bestimmten Rechengenauigkeit, etwa \(1\%\), drei Gebiete unterschieden werden müssen. Im ersten Gebiet, bei Leitungen mit großem Längenmaß und großen Verlustwinkeln, gibt es kein bekanntes Näherungsverfahren. Hier muß vielmehr mit den strengen komplexen Formeln gerechnet werden. Im zweiten Gebiet, bei Leitungen mit kleinem Längenmaß und gleichzeitig kleinen Verlustwinkeln, kann das Kadensche Näherungsverfahren benützt werden. Aus dem ersten Gebiet schneidet Verf. noch ein drittes heraus, welches für Leitungen mit kleinem Längenmaß und gleichzeitig großen Verlustwinkeln gilt, Voraussetzungen, welche bei tiefen Frequenzen zutreffen. Für dieses dritte Gebiet entwickelt Verf. ein weiteres Näherungsverfahren. Die Arbeit wird ergänzt durch eine Übersicht über die zu verwendenden Meßschaltungen und zugehörigen Formeln, welche die in der Theorie vorkommenden. Größen unmittelbar durch die gemessenen ausdrücken.
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