Extensions of measure. (Q2595491)
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scientific article; zbMATH DE number 2514664
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | Extensions of measure. |
scientific article; zbMATH DE number 2514664 |
Statements
Extensions of measure. (English)
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1938
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Die symmetrische Differenzmenge \(A \mathrel{\mapstochar\relbar\joinrel\mapstochar} B\) zweier Mengen \(A\), \(B\) (\(A \mathrel{\mapstochar\relbar\joinrel\mapstochar} B\) enthält alle Elemente, welche in \(A\) oder in \(B\), aber nicht im Durchschnitt \(AB\) vorkommen) stellt eine kommutative und assoziative Verknüpfung dar. Ist ein Mengensystem geschlossen gegenüber Bildung der symmetrischen Differenz und des Durchschnitts je zweier Mengen, so kann man es als Booleschen Ring deuten, wenn man als Ring-Addition, -Multiplikation und -Gleichheit zweier Elemente beziehungsweise die symmetrische Differenz, den Durchschnitt und die Gleichheit zweier Mengen nimmt. (Auf die genannten drei Operationen lassen sich wegen \(A+B = A \mathrel{\mapstochar\relbar\joinrel\mapstochar} B \mathrel{\mapstochar\relbar\joinrel\mapstochar} AB\) und \(A\subset B \rightleftarrows A=AB\) Mengen-Addition und -Vergleichung zurückführen.) Verf. betrachtet einen solchen Booleschen Ring \({\mathfrak{B}}\) von Teilmengen einer Grundmenge \(E\) und setzt ferner voraus, daß jedem \(A\subset{\mathfrak{B}}\) zugeordnet ist ein absoluter Betrag \(|A|\) mit den Axiomen: {\parindent=7mm \begin{itemize}\item[(1)]\(|A|>0\) für \(A\neq 0\); \item[(2)]aus \(A = B\) folgt \(|A|=|B|\); \item[(3)]\(|A| = |A \mathrel{\mapstochar\relbar\joinrel\mapstochar} AB|+|AB|\). \end{itemize}} Es erfüllt \(|A \mathrel{\mapstochar\relbar\joinrel\mapstochar} B|\) die Entfernungsaxiome, so daß \(\mathfrak{B}\) mit \(|A \mathrel{\mapstochar\relbar\joinrel\mapstochar} B|\) als Abstand zu einem metrischen Raum wird. Ein Beispiel hierzu erhält man, wenn man für \({\mathfrak{B}}\) das System der Summen je endlich vieler achsenparalleler, rationaler, halboffener Würfel im \(n\)-dimensionalen euklidischen Raum und für \(|A|\) den elementargeometrischen Inhalt wählt. Ist der absolute Betrag ``volladditiv'' (was beim genannten Beispiel der Fall ist), so gilt: {\parindent=7mm \begin{itemize}\item[(1)]Ist \(\{A_\nu \}\) steigend und \(\sum A_\nu \subset{\mathfrak{B}}\), so ist \(|\sum A_\nu |=\lim\;|A_\nu |\); \item[(2)]ist \(\{A_\nu \}\) fallend und \(\lim\;|A_\nu |>0\), so ist \(\varPi A_\nu \neq0\). \end{itemize}} Verf. führt nun auf zweierlei Weise eine Erweiterung von \({\mathfrak{B}}\) zu einem Booleschen Ring \({\mathfrak{B}}\)* durch, welcher einen in bezug auf algebraische Operationen, absoluten Betrag und Gleichheit zu \({\mathfrak{B}}\) isomorphen Unterring enthält und vollständig ist in dem Sinne, daß nochmalige Anwendung der betreffenden Erweiterungsoperation, von einer Isomorphie abgesehen, nicht über \({\mathfrak{B}}\)* hinausführt. Die eine Erweiterungsart entspricht der Einführung der reellen Zahlen durch Schachtelungen rationaler Intervalle, die andere der durch Fundamentalfolgen rationaler Zahlen. Jedem Element von \({\mathfrak{B}}\)* läßt sich (mindestens) eine Teilmenge von \(E\) zuordnen (im allgemeinen aber nicht umgekehrt), womit andererseits gewissen Teilmengen von \(E\) ein Inhalt (bei der ersten Erweiterungsart) bzw. ein Maß (bei der zweiten), nämlich der absolute Betrag eines entsprechenden Elementes von \({\mathfrak{B}}\)*, zugewiesen wird. (Das Maß ist nur dann eindeutig, wenn der absolute Betrag in \({\mathfrak{B}}\) volladditiv ist.) Für beide Erweiterungsarten gilt: Das System aller Teilmengen von \(E\), denen ein Element von \({\mathfrak{B}}\)* zugeordnet ist, bildet einen Booleschen Ring \({\mathfrak{G}}\); das System aller Teilmengen von \(E\), denen ein Element von \({\mathfrak{B}}\)* zugeordnet ist mit dem absoluten Betrag Null (d. h. aller Nullmengen), ist ein Ideal \({\mathfrak{N}}\) in \({\mathfrak{G}}\), und der Quotientenring \({\mathfrak{G}}/{\mathfrak{N}}\) ist isomorph zu \({\mathfrak{B}}\)*. Die zweite Erweiterungsart umfaßt die erste. (III 5 B., IV 3 B.)
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