Torsionsfreie Abelsche Gruppen vom endlichen Rang. (Q2595641)
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scientific article; zbMATH DE number 2514811
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | Torsionsfreie Abelsche Gruppen vom endlichen Rang. |
scientific article; zbMATH DE number 2514811 |
Statements
Torsionsfreie Abelsche Gruppen vom endlichen Rang. (English)
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1938
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Es sei \(G\) eine additiv geschriebene abelsche Gruppe vom Rang \(r\), deren Elemente sämtlich unendliche Ordnung haben; \(u_1,\ldots,u_r\) sei eine Basis von \(G\): jedes Element \(g\) von \(G\) hat also die Form \(mg = \sum u_in_i\) mit ganzen rationalen Zahlen \(m\), \(n_i\). Die Zuordnung \(g \longleftrightarrow \left(\dfrac{n_1}{m},\ldots,\dfrac{n_r}{m}\right)\) ist eineindeutig. Es sei \(p\) eine Primzahl und \(G_{p^{s}}\) die Untergruppe derjenigen \(g\), für welche \(m\) in \(p^s\) aufgeht. Es seien \[ g_i=\sum_{k} \dfrac{a_{ik}^{(p^s)}}{p^s}=u_k \qquad (i=1,\ldots,r) \] \(r\) Elemente aus \(G_{p^s}\) von der Art, daß \(G_{p^s}\) durch die \(g_i\) und \(u_i\) erzeugt wird, dann wird \(G_{p^s}\) die Matrix \(A_{p^s}=\left(a_{ik}^{(p^s)}\right)\) zugeordnet, wobei die \(a_{ik}^{(p^s)}\) nur \(\text{mod}, p^s\) festgelegt sind. Der bezüglich \(p\) primitiven Untergruppe \(G^{(p)}\) von \(G\), welche die Vereinigung aller \(G_{p^s}\) ist, wird die Folge der Matrizen \(A_{p^s}\) zugeordnet. Diese kann als eine \(r\)-reihige Matrix \(A^{(p)}=(\mathfrak a_{ik})\) aufgefaßt werden, deren Elemente die Folgen \[ \mathfrak a_{ik}=\{a_{ik}^{(p)},a_{ik}^{(p^2)},\ldots\} \] sind. Sie heißen \(p\)-Zahlen; eine \(p\)-Zahl \(\{a_i\} = \{a_1,a_2,\ldots,\}\) ist eine Folge von Restklassen \(a_i\) \(\text{mod}\, p^i\); Addition und Multiplikation ist durch \(\{a_i\}+\{b_i\}=\{a_i+b_i\}\) und \(\{a_i\}\{b_i\}=\{a_ib_i\}\) definiert. Spezielle \(p\)-Zahlen sind die \(p\)-adischen Zahlen \(a_i\); für sie gilt \(a_{i+1}\equiv a_i\) (\(\text{mod}\, p^i\)). Die \(A^{(p)}\) heißen \(p\)-Matrizen. Eine \(r\)-reihige \(p\)-Matrix \(A^{(p)}\) entspricht dann und nur dann einer bezüglich \(p\) primitiven Untergruppe \(G^{(p)}\) einer torsionsfreien Gruppe \(G\) vom Rang \(r\), wenn sie sich durch gewisse endlich viele ``elementare Umformungen'' in die Gestalt \(\begin{pmatrix}\mathfrak e & \mathfrak a\\\mathfrak n & \mathfrak n\end{pmatrix}\) bringen läßt, wo \(\mathfrak e\), \(\mathfrak n\), \(\mathfrak a\) die Einheitsmatrix, Nullmatrix und eine Matrix aus \(p\)-adischen Zahlen bedeuten. Solche Matrizen heißen perfekt. Zu \(G\) gehört also ein System \[ \mathfrak A=[A^{(2)},A^{(3)},A^{(5)},\ldots] \] perfekter \(p\)-Matrizen \(A^{(p)}\). Umgekehrt definiert \(\mathfrak A\) auch eine torsionsfreie abelsche Gruppe \(G\) vom Rang \(r\). Zwei Systeme \(\mathfrak A\) und \(\mathfrak B=[B^{(2)},\ldots]\) heißen äquivalent, wenn ihre Komponenten \(A^{(p)}\), \(B^{(p)}\) durch eine endliche Anzahl gewisser elementarer Umformungen ineinander überführt werden können, von denen einige auf die Komponenten einzeln, andere auf alle Komponenten simultan anzuwenden sind. Isomorphen Gruppen \(G\) entsprechen äquivalente Systeme \(\mathfrak A\) und umgekehrt. Die hiermit gewonnene Übersicht über alle torsionsfreien abelschen Gruppen endlichen Ranges enthält die Resultate von \textit{A. G. Kurosch} über primitive torsionsfreie abelsche Gruppen endlichen Ranges (Ann. math., Princeton, (2) 38 (1937), 175-203; JFM 63.0074.*). Zum Schluß untersucht Verf. die Gruppe \(G\) hinsichtlich ihrer direkten Zerlegbarkeit und zeigt u. a: dafür, daß \(G\) einen zyklischen direkten Summanden hat, ist notwendig und hinreichend, daß zwischen den Spalten aller \(A^{(p)}\) simultan eine lineare Abhängigkeit mit rationalen Koeffizienten besteht.
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