Allgemeine Kongruenzklasseneinteilungen der Ideale einfacher Algebren über algebraischen Zahlkörpern und ihre \(L\)-Reihen. (Q2595708)
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scientific article; zbMATH DE number 2514878
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Allgemeine Kongruenzklasseneinteilungen der Ideale einfacher Algebren über algebraischen Zahlkörpern und ihre \(L\)-Reihen. |
scientific article; zbMATH DE number 2514878 |
Statements
Allgemeine Kongruenzklasseneinteilungen der Ideale einfacher Algebren über algebraischen Zahlkörpern und ihre \(L\)-Reihen. (English)
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1938
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Im Anschluß an seine vorstehend besprochene Arbeit untersucht Verf. feinere Klasseneinteilungen der Ideale einer normalen einfachen Algebra \(\mathfrak A\) über einem algebraischen Zahlkörper \(K\), wobei stets vorausgesetzt wird, daß \(\mathfrak A\) keine total definite Quaternionenalgebra ist. Zunächst werden die Strahlklassen nach einem gleichseitigen Divisor \(\mathfrak F\) (Zusammenfassung von gleichseitigem Ideal und unendlichen Primstellen) einer Maximalordnung \(\mathfrak F\) in ganz analoger Weise wie bei Zahlkörpern definiert. Sie bilden ein Gruppoid, und es gilt das \textit{spezielle Normenäquivalenzkriterium}: Es gibt in \(K\) einen Divisor \(\mathfrak f\) derart, daß zwei \(\mathfrak F\)-(Links- oder Rechts-)Ideale dann und nur dann (links oder rechts) \(\mod \mathfrak F\) äquivalent sind, wenn es ihre für \(\mathfrak A/K\) gebildeten Normen \(\mod \mathfrak f\) sind. Zur allgemeinsten Kongruenzeinteilung der Ideale kommt man, wenn man diese Strahlklasseneinteilung vergröbert. Für einen ganz bestimmten (``normgebundenen'') Typ dieser Einteilungen gilt dann auch ein analoges \textit{allgemeines Normenäquivalenzkriterium}. Diese Kriterien und zugleich den Normensatz (vgl. dazu etwa die oben genannte Arbeit) umfaßt der \textit{Normensatz für die arithmetische Progression}: \(\mathfrak F\) sei ein gleichseitiges \(\mathfrak J\)-Ideal, \(\mathfrak u\) das Produkt der unendlichen in \(\mathfrak A\) verzweigten Primstellen von \(K\), und weiter sei \(\alpha\subset\mathfrak J\) und \(b\subset K\) mit \(b\equiv n(\alpha) \mod \mathfrak F\) und \(b\equiv n(\alpha)\equiv 1 \mod \mathfrak u\). Dann gibt es ein \(\beta\subset\mathfrak J\) mit \(\beta\equiv \alpha\mod \mathfrak F\) und \(n(\beta = b\). -- Nimmt man speziell \(b\) als Einheit, so erhält man eine Aussage über das Kongruenzverhalten der Einheiten von \(\mathfrak A\) nach gleichseitigen Idealen. Die zu einer (normgebundenen) Klasseneinteilung gehörigen \(L\)-Reihen von \(\mathfrak A\) werden mittels der Charaktere der zugeordneten Klassengruppe in \(K\) definiert. Für sie gelten zwei Funktionalgleichungen; die eine liefert im wesentlichen eine Aufspaltung dieser \(L\)-Reihen in \(L\)-Reihen, die zu dieser Klassengruppe von \(K\) gehören, während die andere sich auf \(L(s,\chi)\) und \(L(1-s,\overline{\chi})\) bezieht. -- Durch Vergleich der beiden Funktionalgleichungen gewinnt man einmal eine Identität für die zu diesen \(L\)-Reihen gehörigen ``hyperkomplexen Gaußschen Summen'', dann aber auch den Zusammenhang zwischen den Führern der Klasseneinteilung in \(\mathfrak A\) und der zugeordneten Klasseneinteilung in \(K\). Zwei Nebenergebnisse: (1) Gibt es in \(K\) einen Euklidischen Algorithmus \(\mod \mathfrak u\), so besitzt jede Maximalordnung von \(\mathfrak A\) einen Euklidischen Algorithmus. (2) Die Residuen der zu den absoluten Linksoder Rechtsidealklassen von \(\mathfrak A\) gehörigen \(\zeta\)-Funktionen stimmen alle überein. (III 7.)
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