Bedeckung mehrdimensionaler Räume mit Würfelgittern. (Q2595883)

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scientific article; zbMATH DE number 2515052
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    Bedeckung mehrdimensionaler Räume mit Würfelgittern.
    scientific article; zbMATH DE number 2515052

      Statements

      Bedeckung mehrdimensionaler Räume mit Würfelgittern. (English)
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      1938
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      Ist die Determinante \(|a_{ik}|=\pm 1\) (\(i,k= 1\), 2, \dots, \(n\); \(a_{ik}\) reell), so besitzt nach einem Satze von \textit{Minkowski} (Geometrie der Zahlen, Lieferung 1 (1896; F. d. M. 27, 127 (JFM 27.0127.*)-133), S. 104-105) das Ungleichungssystem \[ |a_{i1}x_1+ \cdots + a_{in}x_n|\leqq 1 \quad (i = 1, 2, \ldots, n) \] stets eine Lösung in nicht lauter verschwindenden ganzen Zahlen \(x_1\), \dots, \(x_n\). \textit{Minkowski} hat für \(n = 2\), 3 bewiesen und allgemein vermutet, daß eine solche Lösung mit \[ |a_{i1}x_1+ \cdots + a_{in}x_n|< 1 \quad (i = 1, 2, \ldots, n) \] vorhanden ist, es sei denn, daß \(a_{i1}\), \dots, \(a_{in}\) für \(i = 1\), 2, \dots, oder \(n\) sämtlich ganz sind (a. a. O., ferner Diophantische Approximationen (1907; F. d. M. 38, 220 (JFM 38.0220.*)), S. 28 und 74). Diese Vermutung ist bisher nur für \(n\leqq 7\) bewiesen worden (vgl. \textit{B. Levi}, Rend. Circ. mat. Palermo 31 (1911), 318-340; F. d. M. 42, 227 (JFM 42.0227.*); \textit{H. Jansen}, Diss. Kiel 1909; F. d. M. 40, 538; \textit{T. Schmidt}, Schr. Math. Sem. Inst. angew. Math. Univ. Berlin 1 (1933), 186-212; JFM 59.0580.*). Die \textit{Minkowski}sche Vermutung kann geometrisch wie folgt ausgesprochen werden: Wird der \(n\)-dimensionale Raum durch gitterförmig angeordnete \(n\)-dimensionale Würfel lückenlos und einfach bedeckt, so ist es nicht möglich, daß je zwei Würfel höchstens eine \((n - 2)\)-dimensionale Seitenfläche gemein haben (vgl. \textit{B. Levi}, a. a. O.). Verf. untersucht nun das entsprechende Problem für den Fall, daß die Würfel den Raum \(k\)-fach bedecken (d. h. jeder Punkt, der nicht an der Begrenzung eines Würfels liegt, in genau \(k\) Würfeln enthalten ist). Es wird gezeigt, daß die Existenz eines Würfelgitters, das den \(n\)-dimensionalen Raum \(k\)-fach bedeckt, ohne zwei Würfel mit einer gemeinsamen \((n-1)\)-dimensionalen Seitenfläche zu enthalten, mit der Existenz einer endlichen Abelschen Gruppe \(\mathfrak G\) nebst \(n\) Elementen \(A_1\), \dots, \(A_n\) von \(\mathfrak G\) und \(n\) ganzen Zahlen \(\alpha_1\), \dots, \(\alpha_n\) mit \(A_i^{\alpha_i} \neq 1\) für \(i = 1\), 2, \dots, \(n\) und \[ \prod_{i=1}^n (1 + A_i + \cdots + A_i^{\alpha_{i-1}}) = k\sum _{C\in \mathfrak G} C \] äquivalent ist. Mit Hilfe dieser gruppentheoretischen Umformung zeigt dann Verf., daß die Verallgemeinerung der \textit{Minkowski}schen Vermutung auf mehrfach bedeckende Würfelgitter für \(n\leqq 3\) richtig ist, nicht aber für \(> 3\) (für \(n=4\) wird ein Gegenbeispiel mit \(k=9\) gegeben).
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