Abelsche Gruppe und Funktionensystem. (Q2596489)
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scientific article; zbMATH DE number 2515674
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Abelsche Gruppe und Funktionensystem. |
scientific article; zbMATH DE number 2515674 |
Statements
Abelsche Gruppe und Funktionensystem. (English)
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1938
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Die Untersuchungen von \textit{Haar} über Charakterensysteme von abzählbar unendlichen Abelschen Gruppen werden erweitert auf beliebige Abelsche Gruppen. Die Methode besteht wie bei \textit{Haar} in der simultanen Spektralzerlegung von untereinander vertauschbaren unitaren Operatoren in einem (nicht notwendig separablen) Hilbertschen Raum. -- Bezeichnen \(a\), \(b\), \(\ldots\) die Elemente der zugrundegelegten Abelschen Gruppe \(\mathfrak G\) und \(\xi_a\) eine dem Element \(a\) zugeordnete Variable, die über das Intervall \(\langle0,1\rangle\) variiert, so soll \(\xi\) die ``Stelle'' (\(\xi_a,\, \xi_b,\,\ldots\)) sein. Wird jedem \(a\) eine Teilmenge \(M_a\) des Intervalles \(\langle0,1\rangle\) zugeordnet, so heiße \((M_a, M_b,\ldots)\) der ``Mengenkomplex'' \(M\). Wenn alle \(M_a\) mit \(\langle0,1\rangle\) zusammenfallen, so entstehe der Mengenkomplex \(\varSigma_{\mathfrak G}\). Wenn eine \textit{endliche} Anzahl der \(M_a\) echte Teilintervalle von \(\langle0,1\rangle\) sind, die übrigen aber mit \(\langle0,1\rangle\) zusammenfallen, so wird von einem Intervall in \(\varSigma_{\mathfrak G}\) gesprochen. Der Mengenkörper, bestehend aus allen endlichen Vereinigungsmengen von Intervallen in \(\varSigma_{\mathfrak G}\), wird mit \(\mathfrak A^{(0)}\) bezeichnet. Der kleinste Borelsche Körper über \(\mathfrak A^{(0)}\) heißt \(\mathfrak B\). Jeder Menge \(M\) von \(\mathfrak B\) wird eindeutig ein Projektionsoperator \(E (M)\) zugeordnet. Ist jedem \(a\) aus \({\mathfrak G}\) ein unitarer Operator zugeordnet und sind diese alle untereinander vertauschbar, so wird die simultane Spektralzerlegung \(U (a) = {\displaystyle\int\limits_{\varSigma_{\mathfrak G}}} \chi(a; \xi)\, dE(M_\xi)\) gewonnen. Speziell werden die \(U (a)\) so erklärt: Es sei \(f (x)\) eine Funktion, die jedem \(x\) aus \(\mathfrak G\) eine komplexe Zahl zuordnet, und es sei \(\displaystyle\sum\limits_x|f(x)|^2\) endlich. Die Gesamtheit dieser Funktionen bildet mit dem inneren Produkt \((f, g) = \displaystyle\sum\limits_x f(x) \cdot\overline{g (x)}\) einen (nicht notwendig separablen) Hilbertschen Baum. Es ist dann \(U (a)\) erklärt durch \(U (a) f (x) = f (ax)\). Die Funktionen \(\chi(a; \xi\)) bilden nach Einführung eines geeigneten Maßes ein normiertes orthogonales vollständiges System. Es gibt eine abgeschlossene Menge \(\varXi\) in \(\varSigma_{\mathfrak G}\) derart, daß für jedes \(\xi\) aus \(\varXi\) durch \(\chi(\xi) = \{\chi(a; \xi),\;\chi(b;\xi),\,\ldots\}\) ein Charakter von \(G\) geliefert wird. Literatur: \textit{Haar}, Math. Z. 33 (1931), 129-159; \textit{Wiener}, \textit{Paley}, Proc. nat. Acad. Sci. USA 19 (1933), 253-257; \textit{Nagy}, Math. Ann. 114 (1937), 373-384 (F. d. M. \(57_{\text{II}}\); \(59_{\text{I}}\), 144; \(63_{\text{I}}\), 81). (III 5 A, IV 8 A.)
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