The solution of linear boundary value problems in physics by means of the Laplace transformation. II: Temperatures in a composite wall. (Q2596599)

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scientific article; zbMATH DE number 2515779
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    The solution of linear boundary value problems in physics by means of the Laplace transformation. II: Temperatures in a composite wall.
    scientific article; zbMATH DE number 2515779

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      The solution of linear boundary value problems in physics by means of the Laplace transformation. II: Temperatures in a composite wall. (English)
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      1938
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      Die Laplace-Transformation \[ \mathfrak{L} \{U\} \equiv \int\limits_{0}^{\infty} e^{-st} U(x,t) \, dt=u(x,s) \] führt ein Randwertproblem für eine partielle Differentialgleichung in \(U\) über in ein Randwertproblem für eine gewöhnliche Differentialgleichung in \(u\). Nach Bestimmung des \(u\) besteht eine weitere Aufgabe in der Aufsuchung des zugehörigen \(U\). Im ersten Teil der Arbeit (Math. Ann. 114 (1937), 591-613; F.~d.~M. 63\(_{\text{I}}\), 380) wurden Bedingungen dafür angegeben, daß \(U(x,t)\) sich durch das komplexe Integral \[ \frac{1}{2\pi i} \lim\limits_{\omega \to \infty} \int\limits_{\gamma-\omega i}^{\gamma+\omega i} e^{tz} u(x,z)\, dz \] darstellen und das Erfülltsein aller gestellten Bedingungen sich streng nachweisen läßt. Diese allgemeinen Erörterungen werden nunmehr an einem speziellen Problem illustriert: Es ist die Temperaturverteilung in einem Stab zu bestimmen, der aus zwei Stücken von verschiedenem Material besteht, wenn die Anfangstemperatur 0 ist, das eine Ende auf der konstanten Temperatur 0 und das andere auf behebig vorgegebener Temperatur \(F(t)\) gehalten wird. -- Es zeigt sich, daß die Lösung explizit als komplexes Integral angeschrieben werden kann, wenn \(F(t)\) höchstens endlich viele Unstetigkeiten hat, \(e^{-\sigma t}\, F'(t)\) für ein gewisses \(\sigma \geqq 0\) beschränkt und in Intervallen mit einer Minimallänge \(>\) 0 monoton ist und \(F'(t)\) in jedem endlichen Intervall nur endlich viele Unstetigkeiten besitzt. -- In dieser exakten Abgrenzung von Gültigkeitsbedingungen ist der Hauptwert der Methode gegenüber den sonstigen rein formalen Lösungen zu sehen. Da die Laplace-Transformierte \(u(x, s)\) der Lösung eine elementare Funktion ist, gelingt es, von ihrem Verhalten durch Sätze von ``Tauberschem Charakter'' auf das der Lösung \(U(x,t)\) zu schließen. So ergibt sich z. B., daß für nichtnegatives und nichtabnehmendes \(F(t)\) \[ U(x,t)=o(t^p) \quad \text{für } t \to 0 \] für jedes positive \(p\) ist. Zum Zweck der bequemeren Ausrechnung der Lösung werden zum Schluß noch andere Formen der Lösung angegeben, nämlich Faltungsintegrale und Reihenentwicklungen, die letzteren auf Grund der vorstehend besprochenen Arbeit des Verf. (IV 14.)
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