Sur les fonctions indépendantes. I, II, III. (Q2596971)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Sur les fonctions indépendantes. I, II, III. |
scientific article; zbMATH DE number 2516145
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Sur les fonctions indépendantes. I, II, III. |
scientific article; zbMATH DE number 2516145 |
Statements
Sur les fonctions indépendantes. I, II, III. (English)
0 references
1938
0 references
I. \textit{Theorem} 1. Seien \(x_1, x_2, x_3, \ldots\) im Intervall \(0 \leqq t \leqq 1\) unabhängige Funktionen mit \[ \int\limits_{0}^{1} x_{\nu}\, dt = 0, \quad |\, x_{\nu} \,| \leqq K \] für \(\nu = 1, 2,3,\cdots\). Mit der Bezeichnung \(S=\sum\limits_{\nu}x_{\nu}\) folgt, wenn \(A\) jede beliebige Menge auf der Strecke 0 bis 1 bezeichnet, deren Komplementärmenge ein Maß \(\leqq \varepsilon < \varepsilon_r\) besitzt, aus den Ungleichungen \[ \int\limits_{A}|\,S \,|^r \, dt \leqq M^r \quad (r>0) \] die Ungleichung \[ \int\limits_{0}^{1}|\,S \,|^r \, dt \leqq C_r(M^r+\varepsilon K^r), \] wo \(C\), und \(\varepsilon_r\) nur von \(r\) abhängen. \textit{Theorem} 2. Sei \(V_n\) eine Folge von Verteilungsfunktionen. \[ F_n(\lambda)=\int\limits_{-\infty}^{+\infty} x^{\lambda} \, dV_n(x) \] heißen die entsprechenden Momentenfunktionen. Wenn die Folge der \(F_n(\lambda)\) in einem Intervall \(\langle \alpha,\beta \rangle\) mit \(\alpha \geqq 0\) gegen eine Funktion \(F(\lambda)\) konvergiert, so strebt die Folge der \(V_n\) gegen eine Verteilung \(V\), zu der \(F(\lambda)\) Momentenfunktion ist. \textit{Theorem} 3. (Hauptresultat der Arbeit.) Für jedes \(n\) seien abzählbar viele unabhängige Funktionen \(x_{n,1}, x_{n,2}, x_{n,3},\ldots\) gegeben. \(\lambda_{n,\nu}\) sei bestimmt durch \[ |\, E(x_{n,\nu} \geqq \lambda_{n,\nu}) \,| \geqq \tfrac{1}{2}, \quad |\, E(x_{n,\nu} \leqq \lambda_{n,\nu}) \,| \geqq \tfrac{1}{2}. \] (Dabei soll \(|\, E\) (Eigenschaft) \(|\) das Lebesguesche Maß derjenigen Punkte bezeichnen, die die angedeutete Eigenschaft besitzen.) \(V_n\) sei die Verteilung von \(S_n=\sum\limits_{\nu}x_{n,\nu}\). Damit die Folge \(V_n\) gegen eine Funktion \(V\) mit der Momentenfunktion \(F(z)\) strebt, ist notwendig und hinreichend, daß es eine Folge von Konstanten \(K_1,K_2,\ldots\) gibt derart, daß \[ \sum_{\nu}| \, E(| \, x_{n,\nu} - \lambda_{n,\nu}\, |) \geqq K_n )\,| \to 0, \quad F_n^*(z) \to F(z); \] dabei bezeichnet \(F_n^*(z)\) die Momentenfunktion von \(\sum\limits_{\nu}x_{n,\nu}^*\) und \[ x_{n,\nu}^*=\left\{ \begin{matrix} x_{n,\nu} & \text{für} & |\, x_{n,\nu}-\lambda_{n,\nu}\,| \leqq K_n, \\ \lambda_{n,\nu} & \text{für} & |\, x_{n,\nu}-\lambda_{n,\nu}\,| > K_n. \end{matrix} \right. \] Hier befindet sich ein Versehen, das vom Verf. in der anschließend besprochenen Note III verbessert wird. \textit{Theorem} 4 bildet einen Zusatz hierzu, der sich auf die Frage bezieht, wann die charakteristische Funktion zur Grenzfunktion \(V(x)\) eine ganze Funktion ist. II. Die zweite Note leitet mit Hilfe des Theorems 3 die nötwendigen und hinreichenden Bedingungen für die Gültigkeit des Gesetzes der großen Zahlen und des zentralen Grenzwertsatzes der Wahrscheinlichkeitsrechnung (\textit{W. Feller}, Math. Z, 40 (1935), 521-559; F.~d.~M. 61\(_{\text{I}}\), 557; \textit{P. Lévy}, J. Math. pur. appl. (9) 14 (1935), 347-402; F.~d.~M. 61\(_{\text{II}}\), 1291) in besonders eleganter Weise ab. Die Sätze werden dabei in der Sprache der unabhängigen Funktionen formuliert. Neu ist das entsprechende Gesetz hinsichtlich der Poissonschen Verteilung an Stelle der Gaußschen. III. Die dritte Note befaßt sich mit folgendem allgemeinen Problem: Sei für jedes \(n\) eine Folge unabhängiger Funktionen \(x_{n,1}, x_{n,2}, \ldots\) gegeben, für welche die Verteilungen der Summen \(\sum x_{n,\nu}\) gegen eine Verteilungsfunktion \(V\) streben; was läßt sich über diese Konvergenz aussagen, wenn die charakteristische Funktion zu \(V\) analytisch ist? Als Beispiel sei hier nur das \textit{Theorem} 5 angegeben: Die charakteristische Funktion \(\varphi(x)\) der Verteilung \(V(x)\) sei im Streifen \(-R<\mathfrak{F}(z)<+R\) regulär. Damit die Verteilung der Summe \(\sum\limits_{\nu} x_{n,\nu}\) der unabhängigen Funktionen \(x_{n,\nu}\) gegen \(V(x)\) strebt, ist notwendig und hinreichend, daß man Konstanten \(K_1,K_2, \ldots\) angeben kann derart, daß die Folge der charakteristischen Funktionen \(\varphi_n^*(x)\) der Summen \(x_{n,\nu}^*\) gleichmäßig gegen \(\varphi(z)\) streben in jedem Rechteck \[ | \, \mathfrak{F}(z)\, | \leqq r \quad (r<R), \quad | \, \mathfrak{R}(z)\, | \leqq \varDelta \] und außerdem \[ \sum\limits_{\nu}| \, E(| \, x_{n,\nu} - \lambda_{n,\nu}\,| > K_n)\,| \to 0. \] (IV 8 B.)
0 references