Der Keplersche Körper und andere Bauspiele. (Q2597445)
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scientific article; zbMATH DE number 2516588
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | Der Keplersche Körper und andere Bauspiele. |
scientific article; zbMATH DE number 2516588 |
Statements
Der Keplersche Körper und andere Bauspiele. (English)
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1938
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Verf. behandelt hier in allgemein verständlicher und anschaulicher Weise Gegen\-stände, welche durch das Zusammentreffen geometrischer und kombinatorischer Sach\-verhalte und die Möglichkeit, sie zu geistvollen Spielen zu verwenden, einen besonderen Reiz bieten. Es handelt sich dabei um Bauspiele ähnlich dem mit Macmahons 30 bunten Würfeln und Besiedlungsspiele, die zum Teil auf kombinatorische Arbeiten von \textit{A. Kowa\-lewski} (Die Buntordnung, Leipzig 1922; F. d. M. 48, 70 (JFM 48.0070.*)) zurückgehen. Alles ist mit Sorgfalt bis ins Kleine geschildert, und man hat das Gefühl, daß das Büchlein ``mit Liebe'' geschrieben ist. Historische Bemerkungen beleben den Text. Nach einer Darstellung von Macmahons Spiel der bunten Würfel folgt die Be\-schreibung der ``Rhombenkleider'' der Platonischen Körper, wobei das Rhomben\-dodekaeder als Kleid des Würfels und gleichzeitig des Oktaeders, das Keplersche 20-Flach als Kleid des Ikosaeders und des Dodekaeders erscheint. Ausführlich, sogar bis zur Kettenbruchentwicklung von \(\frac12(\sqrt5-1)\), wird der goldene Schnitt erörtert, in dessen Verhältnis die Diagonalen der Rhombenflächen des Keplerschen Körpers zu\-einander stehen. Dann werden diese Flächen mit fünf Farben so gefärbt, daß je sechs, den Flächen eines Würfels angehörende Rhomben dieselbe Farbe erhalten, wobei sich, zwei Möglichkeiten ergeben. Die Tatsache, daß dieser Körper sich aus zwei Serien von je zehn kongruenten Parallelepipeden (Blöcken) aufbauen läßt, gibt bei geeigneter Färbung der letzteren Veranlassung zu einem Bauspiel mit Dominoprinzip. -- Die 60 Kanten des Körpers gliedern sich in sechs Gruppen von je zehn unter sich parallelen. Die sechs Ebenen, welche durch den Mittelpunkt senkrecht zu diesen Kanten gelegt werden, schneiden auf der Umkugel sechs Großkreise aus, die, als Bänder aufgefaßt, so gelegt werden können, daß jedes Band an den Kreuzungen abwechselnd oben bzw. unten liegt. Da über jeder Fläche des Körpers eine Kreuzungsstelle liegt, führt dies auf eine Besiedlung dieser Flächen mit geordneten Amben aus sechs Elementen. Außerdem liefern die zehn von den Großkreisen begrenzten Gegendreieckspaare, wenn man von jedem die Nummern der drei seine Seiten bildenden Kreise aufsehreibt, ein System von zehn Dreiern, das jede ungeordnete Ambe genau zweimal enthält (Steinersches Dreiersystem zweiter Ordnung). Besonders reizvoll und interessant ist der letzte Teil der Schrift, in welchem zu\-nächst das Rhombendodekaeder als Parallelprojektion seines ``Urbilds'' im vierdimen\-sionalen Raum aufgefaßt wird, nämlich eines ``Würfels'', in dem zwei Gegenecken und die von ihnen ausgehenden Kanten beseitigt sind. Dies gibt Anlaß zu einer Besiedlung der Ecken des Rhombendodekaeders mit Zahlentripeln aus Ziffern 0 und 1, welche mit den Koordinaten der entsprechenden Ecken jenes ``Würfels'' übereinstimmen. Ähnlich lassen sich die 32 Ecken des Keplerschen Körpers mit den Koordinaten der Hälfte der Ecken eines 6-dimensionalen Würfels besiedeln. (III 2.) Besprechung: G. E. Raynor; Amer. math. Monthly 46 (1939), 288.
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