Anaglyphenbilder und Reliefperspektive. (Q2597481)

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scientific article; zbMATH DE number 2516637
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    Anaglyphenbilder und Reliefperspektive.
    scientific article; zbMATH DE number 2516637

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      Anaglyphenbilder und Reliefperspektive. (English)
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      1938
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      Gegenstand der Arbeit ist das sogenannte Bewegungsphänomen bei Betrachtung von Anaglyphenbildern (vgl. die beiden vorangehenden Referate). Bei Bewegung des Kopfes scheinen die dargestellten Gegenstände Gestaltsänderungen zu erleiden. Die Betrach\-tungslage, bei der ein körperlicher Eindruck erzielt wird, hat vier Freiheitsgrade, wobei Änderungen des Augenabstandes (der Basis) mit eingeschlossen sind. Die Abbildungs\-gleichungen werden in rechtwinkligen Koordinaten formuliert. Das Phänomen ent\-steht bei Veränderung der Basislänge durch besondere projektive, bei Beibehaltung der Basislänge durch besondere affine Transformationen. Das mit veränderter Basis\-länge gesehene Raumbild ist eine Reliefperspektive der Normallage, für die das Ana\-glyphenbild zur Erzielung eines gewünschten körperlichen Eindrucks entworfen ist. Schließlich wird noch der für die technische Herstellung wichtige Fall betrachtet, daß das Anaglyphenbild nicht durch zwei Zentralprojektionen auf eine Bildebene, sondern durch zwei Parallelprojektionen auf zwei gekreuzte Bildebenen entsteht. Jedes der Teilbilder ist dann eine Militärperspektive des darzustellenden Gegenstandes. In diesem Fall sieht der Beobachter eine Reliefperspektive des Körpers. Deren Flucht\-ebene verläuft stets in der Höhe des Augenpaares, die Lage des Zentrums der Relief\-perspektive ist dagegen durch die Basislänge und die Bestimmungsdaten der erzeugen\-den Parallelprojektion beeinflußbar. Zwei Anaglyphenbilder (Kugel und Würfel) sind der Arbeit beigegeben.
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