Zur algebraischen Geometrie. XII: Ein Satz über Korrespondenzen und die Dimension einer Schnittmannigfaltigkeit. XIII: Vereinfachte Grundlagen der algebraischen Geometrie. XIV: Schnittpunktszahlen von algebraischen Mannigfaltigkeiten. XV: Lösung des Charakteristikenproblems für Kegelschnitte. (Q2597598)
From MaRDI portal
!
WARNING
This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes.
scientific article; zbMATH DE number 2516757
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Zur algebraischen Geometrie. XII: Ein Satz über Korrespondenzen und die Dimension einer Schnittmannigfaltigkeit. XIII: Vereinfachte Grundlagen der algebraischen Geometrie. XIV: Schnittpunktszahlen von algebraischen Mannigfaltigkeiten. XV: Lösung des Charakteristikenproblems für Kegelschnitte. |
scientific article; zbMATH DE number 2516757 |
Statements
Zur algebraischen Geometrie. XII: Ein Satz über Korrespondenzen und die Dimension einer Schnittmannigfaltigkeit. XIII: Vereinfachte Grundlagen der algebraischen Geometrie. XIV: Schnittpunktszahlen von algebraischen Mannigfaltigkeiten. XV: Lösung des Charakteristikenproblems für Kegelschnitte. (English)
0 references
1938
0 references
XII: Mit Hilfe der Theorie der algebraischen Systeme von Mannigfaltigkeiten (\textit{Chow, van der Waerden}, Zur algebraischen Geometrie, IX; Math. Ann. 113 (1936), 692-704; F. d. M. \(62_{\text I}\), 772) wird vorerst ein allgemeingültiger Beweis des schon in der Mitteilung VI (Math. Ann. 110 (1934), 134-160; F. d. M. \(60_{\text I}\), 595) behandelten Satzes gegeben: Wenn in einer irreduziblen Korrespondenz \(K\) zweier Mannigfaltigkeiten \(M\) und \(N\) einem allgemeinen Punkt \(\xi\) von \(M\) eine \(b\)-dimensionale Mannigfaltigkeit \(R\) von Punkten \(\eta\) in \(N\) entspricht, so geht \(R\) bei einer Spezialisierung \(\xi\to\xi'\) in \(R'\) über, und \(R'\) kann keinen irreduziblen Bestandteil von einer Dimension \(< b \) enthalten. Mit Hilfe dieses Satzes wird dann anschließend bewiesen: Der Durchschnitt \(D\) zweier irreduzibler Mannigfaltigkeiten \(M_r\) und \(M_s\) (von \(r\) bzw. \(s\) Dimensionen) im projektiven Raum \(S_n\) besitzt keine irreduziblen Bestandteile von einer Dimension \(<r+s-n\). Zum Beweise wird eine Korrespondenz \(K\) gebildet, indem einem Punkte \(\xi\) von \(M_r\) alle projektiven Transformationen \[ \eta_i=\sum_k\tau_{ik}\xi_k \] zugeordnet werden, die \(\xi\) in einen Punkt \(\eta\) von \(M_s\) überführen. Es folgt, daß \(K\) irreduzibel ist, so daß der zuerst genannte Satz anwendbar wird. XIII: Die Ergebnisse in den Arbeiten des Verf. aus der ``Nullstellentheorie'' (Math. Ann. 96 (1926), 183-208; F. d. M. 52, 126 (JFM 52.0126.*)), über den ``Multiplizitätsbegriff'' (Math. Ann. 97 (1927), 756-774; F. d. M. 53, 103 (JFM 53.0103.*)) und in den früheren Mitteilungen ``Zur algebraischen Geometrie'' (Math. Ann., von 108 (1933) an), von denen insbesondere Nr. I und VI (Math. Ann. 108 (1933), 113-125, 110 (1934), 134-160; F. d. M. \(59_{\text I}\), 642; \(60_{\text I}\), 695) in Betracht kommen, werden neu dargestellt. Dabei wird eine Vereinfachung und Verbesserung erzielt, indem aus der Idealtheorie nur der Hilbertsche Basissatz und aus der Eliminationstheorie nur der Hilbertsche Nullstellensatz und die Existenz des Resultantensystems für Formen benützt werden. \S~1: Algebraische Mannigfaltigkeiten, Zerlegung in irreduzible. Zerlegungssatz, Eindeutigkeitssatz. Begriff des 2-fach projektiven Raumes und der algebraischen Korrespondenz. \S~2: Der allgemeine Punkt und die Dimension einer irreduziblen Mannigfaltigkeit. Ein Irreduzibilitätskriterium. Existenz-, Eindeutigkeits-, Umkehrund Dimensionssatz. \S~3: Erweiterung des Grundkörpers. Absolute Irreduzibilität. Invarianz der Dimension bei algebraischer Erweiterung des Grundkörpers. \S~4: Relationstreue Spezialisierungen. Vielfachheit oder Multiplizität eines Punktes. Prinzip der Erhaltung der Anzahl. Kriterium für positive Vielfachheit. \S~5: Algebraische Korrespondenzen. Prinzip des Konstantenzahlens. \S~6: Schnitt von Mannigfaltigkeiten mit allgemeinen Hyperflächen. Der Grad und der reduzierte Grad einer Mannigfaltigkeit; \(k\)-fache Punkte. Singularitätenfreie Mannigfaltigkeiten. \S~7: Schnitt von Mannigfaltigkeiten mit speziellen Hyperflächen. Der Bézoutsche Satz. Schnittpunktsmultiplizität. Dimensionssatz für den Schnitt einer irreduziblen \(a\)-dimenaionalen Mannigfaltigkeit \(M\) mit einer \(M\) nicht enthaltenden Hyperfläche \(H\). Schnittpunkte-Anzahl von \(H\) mit einer irreduziblen Kurve vom reduzierten Grade \(g\). Verallgemeinerung auf den Schnitt von \(M\) mit mehreren Hyperflächen. XIV: Es wird im Anschluß an XIII ein vereinfachter Beweis für den verallgemeinerten Bezoutschen. Satz gegeben, nach dem die Summe der Multiplizitäten der Schnittpunkte zweier Mannigfaltigkeiten \(M_d\) und \(M_{n-d}\) gleich dem Produkte der Gradzahlen ist. Hierbei wird von einem auf \textit{G. Schaake} zurückgehenden Gedankengang Gebrauch gemacht, der auf folgendem beruht: Durch eine singuläre, projektive Transformation \(T\) (Projektion aus einem festen linearen \(S_{d-1}\)) wird \(M_d\) in eine zerfallende \(\overline M_d\) verwandelt, die aus ebensovielen linearen Räumen \(S_d\) besteht, wie der Grad von \(M_d\) beträgt. Die Zahl der Schnittpunkte dieser zerfallenden \(\overline M_d\) mit der Mannigfaltigkeit \(M_{n-d}\) ist dann gleich dem Produkte der Gradzahlen, da der zu beweisende Satz für \(M_{n-d}\) und lineare Räume \(S_d\) richtig ist. Um nun den allgemeinen Satz zu erhalten, hat man nachzuweisen, daß der Übergang von einer allgemeinen Projektivität zur singulären \(T\) so bewerkstelligt werden kann, daß keine Schnittpunkte von \(\overline M_d\) und \(M_{n-d}\) zusammenrücken. Dies letztere kann dadurch erreicht werden, daß \(T\) so gewählt wird, daß die zerfallende \(\overline M_d\) die Mannigfaltigkeit \(M_{n-d}\) nirgends berührt. Dies macht ein kurzes Eingehen auf die Tangentialräume von algebraischen Mannigfaltigkeiten notwendig, was im \S~1 geschieht. Im zweiten Teil der Arbeit (\S\S~4, 5, 6) werden algebraische Systeme von algebraischen Mannigfaltigkeiten \(M_d\) und deren Schnittpunktsgruppen mit einer \(M_e\) betrachtet und zuerst der Satz bewiesen: Durchläuft \(M_d\) ein algebraisches System, so durchläuft die Schnittmannigfaltigkeit \(M_{d+e-n}\) ebenfalls ein algebraisches System, wenn ihre Bestandteile mit ihren Schnittmultiplizitäten gezählt werden. Für lineare \(M_e\) ist dies leicht zu zeigen, und für beliebige \(M_e\) wird weder von singulären linearen Transformationen Gebrauch gemacht. XV: Behandelt wird die von \textit{Chasles} gegebene Anzahlformel \(a\mu+b\nu\) für Kegelschnitte einer festen Ebene, in welcher sich zwei Systeme \(\infty^1\) und \(\infty^4\) durchdringen, wobei frühere Methoden (Math. Ann. 110 (1934), 134-160; F. d. M. \(60_{\text I}\), 595) Verwendung finden. Sich stützend auf die Ergebnisse der Mitteilung Nr. XIV wird auch die Anzahl der gemeinsamen Elemente eines Systems von \(\infty^2\) und eines Systems von \(\infty^3\) Kegelschnitten, die sogenannte Cremonasche Charakteristikenformel \[ \sigma=a\mu^2+b\overset\frown{\mu\nu}+c\nu^2 \] bewiesen. Dabei wird der Studysche Begriff eines ``vollständigen'' Kegelschnittes \(F\) zugrundegelegt, d. h. im allgemeinen Falle eine nicht ausgeartete Kurve zweiter Ordnung mit ihren Tangenten: \[ F: \sum a_{ik}x_ix_k=0,\qquad \sum \alpha_{ik}u_iu_k=0; \] die Matrizen \((a_{ik})\) und \((\alpha_{ik})\) sind invers zueinander. Die \(F\) werden durch die \(2\cdot 6\) Koeffizienten \(a_{ik}\) und \(\alpha_{ik}\) auf einen Punkt \(A\) einer irreduziblen, rationalen und singularitätenfreien \(\mathfrak M_5\) eines zweifachprojektiven Raumes \(S_{5,5}\) abgebildet. Auf \(\mathfrak M_5\) liegt eine vierdimensionale Teilmannigfaltigkeit der \(\eta\)-Ausartungen (doppelt gezählte Geraden und zwei Strahlenbüschel, deren Zentren auf der Geraden liegen), ebenso eine \(\mathfrak M_4\) der hierzu dualen \(\delta\)-Ausartungen. (V 5 C, D.)
0 references