Les propriétés tangentielles des ensembles euclidiens de points. (Q2597652)

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scientific article; zbMATH DE number 2516806
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    Les propriétés tangentielles des ensembles euclidiens de points.
    scientific article; zbMATH DE number 2516806

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      Les propriétés tangentielles des ensembles euclidiens de points. (English)
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      1938
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      Die Arbeit gibt Verallgemeinerungen der \textit{Denjoy}schen Sätze über die Derivierten beliebiger (also nicht notwendig eindeutiger) reeller endlicher Funktionen einer reellen Veränderlichen auf solche von \(n\) Veränderlichen. Allgemeiner zu reden handelt es sich um Sätze über das Verhalten der \textit{Halbtangentenmengen,} \(\mathfrak H(\mathfrak M;\;P)= \mathfrak H(\overline {\mathfrak M};\;P)\) (``Kontingent'' im Sinne von \textit{Bouligand}) in ``nahezu'' allen Punkten \(P\) der betrachteten, in einem euklidischen \(n\)-dimensionalen Raume \(E_n\) gelegenen Menge \(\mathfrak M\) bzw. ihrer abgeschlossenen Hülle \(\overline {\mathfrak M}\). Wiewohl Voranzeigen über die Ergebnisse der Arbeit bereits besprochen wurden (C. R. Acad. Sci., Paris, 201 (1935), 871-873; 202 (1936), 377-380, 1403-1405; 203 (1936), 1311-1313 (JFM 61.0729.*; 62\(_{\text{I}}\), 800, 802); ferner \textit{Saks}, Fund. math., Warszawa 26 (1936), 234-240; JFM 62.0799.*), erscheint eine Zusammenfassung ihres Inhaltes angebracht. Als \textit{bilateralen Teil} \(\mathfrak B(\mathfrak M;\;P)\) von \(\mathfrak H(\mathfrak M;\;P)\) bezeichne man die Gesamtheit aller Geraden durch \(P\), deren \textit{beide} Halbgeraden zu \(\mathfrak H(\mathfrak M;\;P)\) gehören; eine abgeschlossene Menge von Geraden, welche sämtlich durch \(P\) gehen, werde mit \(\mathfrak A(P)\) bezeichnet. Ohne Maß theorie ergibt sich zunächst: \ I. \ Satz: Die Menge der \(P\subset \overline {\mathfrak M}\), in deren jedem eine zu \(\mathfrak B(\overline {\mathfrak M};\;P)\) fremde \(\mathfrak A (P)\) existiert, ist enthalten in einer Summe von (höchstens) abzählbar vielen abgeschlossenen Mengen \(\mathfrak F_\nu \), so beschaffen, daß \(\mathfrak H(\mathfrak F_\nu ;\;P)\) fremd ist zu \(\mathfrak A (P)\). Die Punkte mit leerem \(\mathfrak H(\overline {\mathfrak M};\;P)\) sind (daher) abzählbar. II. Satz: \ Ist speziell \(\mathfrak A (P)\) eine (mit \(P\) veränderliche) \((n -p)\)-dimensionale Ebene (d. h. \((n - p)\)-dimensionale lineare Mannigfaltigkeit im zugrunde liegenden \(E_n\)), so können die \(\mathfrak F_\nu \) des Satzes \(I\) als \(p\)-dimensionale ``Flächenstücke beschränkter Dehnung'' (kurz: ``Fl. b. D.'') gewählt werden, d. h. \(\mathfrak F_\nu \) ist bezüglich geeigneter kartesischer Koordinaten darstellbar durch \(x_\varrho = f_\varrho \,(x_1,\ldots,x_p)\), \(\varrho =p+1,\ldots,n\), wobei die eindeutigen Funktionen \(f_\varrho \) einer Lipschitzbedingung genügen. -- An Hand kurzer Ausführungen über \(p\)-dimensionale Maße im \(E_n\), insbesondere über die Theorie von \textit{Kolmogoroff} (Math. Ann. 107 (1933), 351-366; JFM 48.0249.*), wird festgestellt: \ Jeder abgeschlossene Teil eines Fl. b. D. besitzt ein eindeutig bestimmtes ``\(p\)-dimensionales'' Maß; jede Borelsche Teilmenge eines Fl. b. D., deren Projektion in die \(p\)-dimensionale Ebene \(x_\varrho = 0\), \(\varrho =p+1,\ldots,n\), eine Borel-Lebesguesche Nullmenge ist, besitzt das (eindeutig bestimmte) \(p\)-dimensionale Maß Null. -- Nunmehr wird gezeigt: \ Bis auf eine ``\(p\)-dimensionale'' Nullmenge \(\mathfrak N\) ist in jedem Punkte \(P\subset \overline{\mathfrak M}\) mit zu \((n - p)\)-dimensionalem linearem \(\mathfrak A(P)\) fremdem \(\mathfrak B(\overline {\mathfrak M};\;P)\); die \(\mathfrak B(\overline {\mathfrak M};\;P)\) eine \(p\)-dimensionale Ebene, während die nicht in \(\mathfrak B(\overline {\mathfrak M};\;P)\) gelegenen Halbgeraden von \(\mathfrak H(\overline {\mathfrak M};\;P)\) lineare \((p + 1)\)-dimensionale, von \(\mathfrak B(\overline {\mathfrak M};\;P)\) begrenzte Halbebenen bilden, von welch letzteren keine zwei zusammen eine \((p + 1)\)-dimensionale Ebene liefern. Die Nullmenge \(\mathfrak N\) ist'', genauer gesagt, Summe von (höchstens) abzählbar vielen Mengen, in deren Punkten ein Fl. b. D. (vgl. Satz II) keine \(p\)-dimensionale Tangentialebene besitzt. In dem nicht zu \(\mathfrak N\) gehörigen Punkte \(P\) von \(\mathfrak F_\nu \) besitzt \(\mathfrak F_\nu \) eine \(p\)-dimensionale Tangentenebene (Kontingent), die entweder \ (a) mit \(\mathfrak H(\overline {\mathfrak M};\;P)\) zusammenfällt oder \ (b) mit \(\mathfrak B(\overline {\mathfrak M};\;P)\); im Falle (a) bzw. (b) wird \(\mathfrak H\) bzw. \(\mathfrak B\) als \(p\)-dimensionale Tangentenebene in \(P\) an \(\mathfrak M\) im gewöhnlichen bzw. im weiteren Sinne bezeichnet. Die Menge \(\mathfrak P\) der Punkte von \(\mathfrak M\), in welchen \(\mathfrak M\) eine durch einen festen Punkt \(O\) des \(E_n\) gehende \(p\)-dimensionale Tangentenebene (auch im weiteren Sinne) besitzt, projiziert sich von \(O\) aus auf jede \(O\) nicht enthaltende \((n -1)\)-dimensionale Ebene als \(p\)-dimensionale Nullmenge \((p\)-dimensionaler ``scheinbarer Umriß'' \(\mathfrak P\) von \(\mathfrak M\) bezüglich \(O\)). Als Anwendung ergibt sich u. a: Eine eindeutige, im übrigen beliebige Funktion \(f (z)\) der komplexen Veränderlichen \(z\) verhält sich, bis auf eine zweidimensionale Nullmenge von Punkten \(z\), folgendermaßen: Entweder ist bei Annäherung an \(z\) die Menge der Grenzwerte des Differenzenquotienten gleich der Menge aller komplexen Zahlen, oder bei Annäherung in jeder Richtung an \(z\) besitzt der Differenzenquotient einen bestimmten Grenzwert (welcher überdies in einfacher Weise von der Annäherungsrichtung abhängt.) Die oben angegebenen Sätze über Halbtangentenmengen werden schließlich zu folgendem Grenzwertverteilungssatze verallgemeinert: Es sei \(\mathfrak R\) ein Raum, in welchem ein abzählbares System von Teilmengen \(\mathfrak U\) als Umgebungen erklärt ist derart, daß jeder Punkt \(P\subset \mathfrak R\) in einer \(\mathfrak U\) enthalten ist und daß der Durchschnitt zweier \(\mathfrak U\) wieder ein \(\mathfrak U\) ist (falls er nicht leer ist). Durch \(R = f (P)\) bzw. durch Vorgabe einer Paarmenge \((P,R)= \mathfrak P\) mit \(P\subset E_n\), \(R\subset \mathfrak R\) sei eine (beliebig vieldeutige) Abbildung des \(E_n\) in den \(\mathfrak R\) erklärt. Ein Paar \((P_0, R_0)\) heiße \textit{Limespaar} von \(\mathfrak P\), und \(R_0\) heiße \textit{Limes} von \(f(P)\) in \(P_0\), wenn zu \((P_0, R_0)\) Paare \((P, R)\subset \mathfrak P\) mit zu \(P_0\) bzw. \(R_0\) beliebig benachbarten \(P\) bzw. \(R\) existieren, wobei auch \(P= P_0\) oder \(R = R_0\) sein darf. Mit \(\varPhi _f(P_0, R_0)\) bezeichne man schließlich die Menge derjenigen Halbgeraden des \(E_n\) mit dem Anfangspunkt \(P_0\), so daß bei tangentialer Annäherung an \(P_0\) in Richtung einer dieser Halbgeraden \(f(P)\) den Limes \(R_0\) besitzt. Dann gilt: \ Die Punkte \(P'\subset E_n\), durch deren jeden für mindestens einen Limes \(R_0^*\) von \(f\) in \(P'\) eine \((n - p)\)-dimensionale Ebene \(e\) gelegt werden kann derart, daß keine zwei in \(e\) gelegene, von \(P'\) ausgehende und auf der gleichen Geraden liegende Halbgeraden zu \(\varPhi _f(P', R_0^*)\) gehören, verteilen sich auf abzählbar viele \(p\)-dimensionale Fl. b. D. Bis auf eine \(p\)-dimensionale Nullmenge von Punkten \(P'\) gilt ferner: \ Bei festem \(P'\) existiert zu allen \(R_0^*\), denen sich in \(P'\) je eine derartige \((n - p)\)-dimensionale Ebene zuordnen läßt, eine gemeinsame \(p\)-dimensionale Ebene \(e'\), gebildet von einer Gesamtheit von Geraden durch \(P'\), so daß bei tangentialer Annäherung an \(P'\) längs jeder ihrer beiden Halbgeraden irgend einer der \(R_0^*\) geliefert wird. Existieren nicht in \(e'\) gelegene Halbgeraden \(g'\) durch \(P'\) derart, daß \(f\) bei tangentialer Annäherung an \(P'\) längs \(g'\) mindestens einen der \(R_0^*\) liefert, so wird dieser \(R_0^*\) auch geliefert bei tangentialer Annäherung längs jeder Halbgeraden, welche von \(P'\) ausgeht und der durch \(g'\) und \(e'\) aufgespannten, von \(e'\) begrenzten \((p +1)\)-dimensionalen Halbebene angehört, während in der dazu komplementären \((p +1)\)-dimensionalen Halbebene keine einzige solche Gerade liegt. Die Punkte \(P\), für welche \(e'\) durch einen festen Punkt geht, projizieren sich auf eine \((n - 1)\)-dimensionale Ebene als \(p\)-dimensionale Nullmenge. Falls für \(f(P)\) die charakteristische Funktion einer Menge \(\mathfrak M\subset E_n\) genommen und nur der Limes 1 betrachtet wird, kommt man auf die ursprünglich angegebenen Sätze zurück. (IV 3 C.)
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