On matrices of integers and combinatorial topology. (Q2599652)

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scientific article; zbMATH DE number 2518840
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    English
    On matrices of integers and combinatorial topology.
    scientific article; zbMATH DE number 2518840

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      On matrices of integers and combinatorial topology. (English)
      0 references
      1937
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      Es wird ein Abriß der neueren Homologietheorie kombinatorischer Komplexe gegeben, in welcher die Berandungsbeziehungen in der Richtung der aufsteigenden und der absteigenden Dimension gleichberechtigt, dual, nebeneinander berücksichtigt werden. In Analogie zu den Ko- und Kontra-Begriffen der Differentialgeometrie und Tensorrechnung, die aus denselben Grundvorstellungen abgeleitet werden können, wird hier die zweckmäßige Bezeichnung Ko- und (Kontra-)Homologie, Ko- und (Kontra-)Zyklus usw. eingeführt. Als Koeffizienten der Ketten werden bei oberer und unterer Randbildung zwei verschiedene diskrete abelsche Gruppen \(G\) und \(H\) zugrunde gelegt. Bilden \(G\) und \(H\) ein \textit{Pontrjagin}sches ``Paar'' (Math. Ann. 105 (1931), 165-205; JFM 57.0717.*), sodaß die Elemente von \(G\) sich mit denen von \(H\) distributiv zu Produkten in einer dritten Gruppe \(Z\) verbinden lassen, so hängen die beiden Randbildungen durch das Analogon des Stokesschen Satzes zusammen, und auch die \(r\)-te Homologiegruppe \({}^r\text{H}^G\) und die \(r\)-te Kohomologiegruppe \({}^r\text{H}_H\) bilden ein Paar. Es werden Bedingungen aufgesucht, unter denen die Homologiegruppen durch die Kohomologiegruppen bestimmt sind und umgekehrt. Die dazu notwendigen algebraischen Hilfsmittel werden in selbständigen gruppentheoretischen und matrizentheoretischen Abschnitten entwickelt. Bilden \(G\) und \(H\) ein Paar, so heißt \(H\) ``lösend für \(G\)'', wenn nur das Nullelement von \(G\) alle Elemente von \(H\) zu Null macht. Ein entsprechender Begriff ``\(m\)-lösend'' bezieht sich auf das Verhalten modulo einer ganzen Zahl \(m\). \(H\) heißt ``vollständig lösend für \(G\)'', wenn \(H\) lösend und für jedes \(m\) \(m\)-lösend für \(G\) ist. Dann lautet das Hauptresultat folgendermaßen: In der Gruppe \(Z\) sei die Gleichung \(mx = z\) für jedes ganzzahlige \(m\) und für jedes \(z\) aus \(Z\) lösbar. Ist \(H\) die Gruppe der Charaktere von \(G\) in \(Z\) und \(G\) vollständig lösend für \(H\), bzw. ist \(G\) die Charaktergruppe von \(H\) in \(Z\) und \(H\) vollständig lösend für \(G\), so ist auch \({}^r\text{H}_H\) die Charaktergruppe von \({}^r\text{H}^G\) in \(Z\) bzw. \({}^r\text{H}^G\) die Charaktergruppe von \({}^r\text{H}_H\) in \(Z\). Im Falle ganzrationaler Koeffizienten besagt das Resultat, daß die \(r\)-te Kohomologiegruppe die direkte Summe der \(r\)-ten Bettischen Gruppe und der \((r -1)\)-ten Torsionsgruppe ist. Die Beweise benutzen bekannte Elementarteilersätze über die Lösung ganzzahliger linearer Gleichungen und entsprechende Verallgemeinerungen für Gruppenpaare. -- In einem Anhang werden die geschlossenen Komplexe durch die eingeführten Begriffe charakterisiert.
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