Wirkungsquerschnitte bei Reaktionen zwischen sehr leichten Atomkernen. (Q2600441)
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scientific article; zbMATH DE number 2519583
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Wirkungsquerschnitte bei Reaktionen zwischen sehr leichten Atomkernen. |
scientific article; zbMATH DE number 2519583 |
Statements
Wirkungsquerschnitte bei Reaktionen zwischen sehr leichten Atomkernen. (English)
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1938
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Es werden Stoßprobleme behandelt, in denen bis zu vier Elementarteilchen in zwei Atomkernen auftreten. Empirische Daten liegen zunächst vor über die elastische Streuung von Neutronen und Protonen an Deuteronen. Das Hauptproblem für die Durchführung der Rechnung ist die Wahl geeigneter approximativer Eigenfunktionen. Als Näherung wird angenommen, daß das Deuteron beim Auftreffen auf das Proton oder Neutron seine Gestalt beibehält (Vernachlässigung der Polarisation) und unter dieser Voraussetzung die im Sinne eines Hartree-Fock-Verfahrens ``beste'' Eigenfunktion bestimmt, indem durch Integration über alle Koordinaten außer dem Abstande des Neutrons oder Protons vom Deuteronenschwerpunkt das Problem auf einen einzigen Freiheitsgrad reduziert und die übrigbleibende Integrodifferentialgleichung für diesen Freiheitsgrad durch Reihenentwicklungen und numerische Methoden möglichst genau gelöst wird. Die erhaltenen Streuquerschnitte liegen um \(10^{-24}\) cm\({}^2\) herum und fallen langsam mit wachsender Energie ab. Sie sind etwas kleiner als die experimentellen Zahlen. -- Für die Streuung von Protonen von 830 \(kV\) an Deuteronen wird die Richtungsverteilung ausgerechnet und mit den Experimenten von M. A. Tuve, N. P. Heydenburg und L. R. Hafstad verglichen. -- Für die \(D + D\)-Reaktion als einfachster Kernumwandlung (mit vier Elementarteilchen) wurde mit Hilfe analog gebauter Eigenfunktionen die Übergangswahrscheinlichkeit aus einem \(D + D\)-Anfangszustand in einen \(T + H\)-Endzustand ausgerechnet. Die Integrodifferentialgleichung für die Relativbewegung der beiden Deuteronenschwerpunkte im Anfangszustand bzw. die Bewegung des Protons zum Tritonschwerpunkt im Endzustand wurde wieder möglichst exakt gelöst. Dabei ergibt sich eine starke Verringerung der Amplitude für kleine Abstände, die, verbunden mit der Verkürzung der Wellenlänge, in diesem Gebiet dazu führt, daß die Wirkungsquerschnitte um einen Faktor \(10^4\) kleiner werden als in den bisher vorliegenden Rechnungen von \textit{Dolch} (Z. Physik 100 (1936), 401-439 ; F. d. M. \(62_{\text{II}}\), 1639). Man kommt damit in die Größenordnung der experimentellen Zahlenwerte von Ladenburg. Es werden ferner einige Auswahlregeln diskutiert, die es vielleicht verständlich machen, daß bei der \(D + D\)-Reaktion charakteristische Abweichungen von der kugelsymmetrischen Verteilung der Trümmer beobachtet wurden. (Zusammenfassung des Verf.)
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