Regelmäßige Anordnungen gleicher sich berührender Kreise in der Ebene, auf der Kugel und auf der Pseudosphäre. (Q2608377)

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Regelmäßige Anordnungen gleicher sich berührender Kreise in der Ebene, auf der Kugel und auf der Pseudosphäre.
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    Regelmäßige Anordnungen gleicher sich berührender Kreise in der Ebene, auf der Kugel und auf der Pseudosphäre. (English)
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    1936
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    Die aus dem Jahre 1917 stammende Untersuchung beschäftigt sich mit ``regelmäßigen Anordnungen'' gleicher, sich berührender Kreise; d. h. mit Anordnungen, bei denen jeder beliebig herausgegriffene Kreis zu allen übrigen Kreisen gleich liegt. Zunächst werden in der Ebene die in gewissem Sinne selbstverständlichen ringförmigen oder geradlinigen Kreisanordnungen aufgezählt, dann die netzförmigen. Das Verfahren, das Verf. anwendet, um möglichst alle solche Anordnungen zu erhalten, besteht in Folgendem. Es werden acht Figuren angegeben, die aus einem rechtwinkligen Dreieck und einem mit diesem fest verbundenen Kreis oder Kreisbogenstück bestehen. Mit Dreiecken dieser Art kann die ganze Ebene lückenlos belegt werden. Dabei setzen sich die mit den Dreiecken verbundenen Kreise oder Kreisbogenstücke zu Kreisen zusammen, die sich gegenseitig berühren. Die auf diese Weise gefundenen Anordnungen sind aber nicht die einzigen ihrer Art. Gewisse Anordnungen besitzen vielmehr noch eine Beweglichkeit in dem Sinne, daß sie in jedem Augenblick der Bewegung die Eigenschaft der Regelmäßigkeit behalten. Sie geben daher die Veranlassung zu einer einparametrigen Schar regelmäßiger Kreisanordnungen. Die netzförmigen regelmäßigen Kreisanordnungen der Ebene lassen sich in zwei Familien einteilen. Die beiden Familien unterscheiden sich durch die Art des zu Grunde liegenden rechtwinkligen Grunddreiecks, das gleichschenklig oder ungleichschenklig sein kann. Für jede Anordnung wird die ``Dichte'' angegeben, d. h. der flächenmäßige Anteil der Kreise an der Ebene. Die entsprechende Untersuchung auf der Kugel unterscheidet sich von der Untersuchung der ebenen Kreisanordnungen dadurch, daß hier nur Anordnungen von endlichvielen Kreisen auftreten. Neben den ring- und streifenförmigen Anordnungen ergeben sich wieder netzförmige, die den verschiedenen Arten endlicher Drehungsgruppen: Tetraedergruppe, Würfel-Oktaedergruppe, Dodekaeder-Ikosaedergruppe entsprechen. Die Untersuchung der regelmäßigen Kreisanordnungen auf der Pseudosphäre wird so verwickelt, daß von einer Vollständigkeit abgesehen werden muß. Die untersuchten Familien werden durch folgende Grunddreiecke charakterisiert: Das kleinste gleichschenklige Dreieck der Pseudosphäre, das halbierte gleichschenklige Dreieck, das kleinste ungleichschenklige Dreieck, das Dreieck mit zwei Nullwinkeln, das kleinste ungleichschenklige Dreieck mit einem Nullwinkel. Eine Besonderheit der Abhandlung stellen die 119 Abbildungen dar, mit denen sie geschmückt ist und die zum Teil vom Verf. selbst, zum Teil von seinem früheren Schüler \textit{J. Geckeler} gezeichnet sind. Sie zeigen, daß die Untersuchung neben dem rein mathematischen ein ästhetisches Interesse besitzt und beweisen dem Verf., ``daß ein inneres, vom Wesen des Dargestellten und des Darstellers unabhängiges Gesetz dem Wesen der Kunst nicht widerspricht, vielmehr zur Hebung ihrer Ausdrucksmöglichkeit dient''. 34 Abbildungen beziehen sich auf die ebenen Anordnungen, 36 sind stereographische Projektionen regelmäßiger Kreisanordnungen auf der Kugel, die der Verf. auf 24 jetzt im Seminar der T. H. München befindlichen Gipskugeln entworfen hat. Zur Darstellung der regelmäßigen Kreisanordnungen der Pseudosphäre in den übrigen Figuren dient die bekannte winkel- und kreistreue Abbildung, die die gesamte Pseudosphäre schlicht in das Innere eines Grenzkreises transformiert.
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